6.6.07

 

Bier braucht Heimat: Hoegaarden.


Es war einmal. Das belgische Weißbier Hoegaarden der Brauerei "De Kluis" hatte einen guten Ruf. Für deutsche Weißbiertrinker weicht der Geschmack zwar von den ihm bekannten Weißbieren bayerischer Provenienz ab. Aber anders schmecken heißt ja nicht schlecht schmecken, wenn man für anderes offen ist.

Nun ist das Brauereisterben kein rein deutsches Phänomen. "De Kluis" wurde 1987 wegen der Marke "Hoegaarden" von Inbev übernommen und als "global strategic speciality brand" in ihre Markenwelt eingereiht. Später wurde, wie man das als BWL-Student beigebracht bekommt, "rationalisiert", die Brauerei vor Ort dicht gemacht und die Produktion nach Lüttich verlagert (siehe dazu unseren früheren Beitrag "Inbev räumt auf").

Doch das ging gehörig schief: "Das Weißbier Desaster", in: Dutchblog vom 4. Mai 2007.

Nebenbei: Inbev besitzt viele tolle Marken. Die meisten davon werden in Deutschland nicht vertrieben. Statt "Hoegaarden" anzubieten, wie auf der Internorga 2003 versprochen, versucht der Aussendienst lieber, der Gastronomie irgend eine neue Biermix-Plörre aufzuschwatzen wie Beck's Green Lemon, Level 7 oder Chilled Orange.

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