30.11.10

 

German Beer.


Matthias Trum, Inhaber vom Schlenkerla, und Matthias Neidhart von B International United, einem amerikanischen Bier-Importeur, diskutieren mit den Machern von GreatBrewers.com über deutsches Bier und wie das Reinheitsgebot die deutschen Brauer beeinflußt: "Beer Sessions - Episode 38 - Schlenkerla & B United".

Beer Sessions ist eine dem Bier gewidmete, von GreatBrewers.com gesponserte Reihe von Radiosendungen.

29.11.10

 

Novare Res, Portland.


Sehr gut gefällt mir die Selbstdarstellung des Biercafés "Novare Res" in Portland. Man imitiert keinen deutschen Biergarten, kein belgisches Biercafé und auch keinen englischen Pub. Man möchte einfach eine gemütliche Bierbar sein mit einer ausgezeichneten Bierauswahl:
"At Novare Res we are not trying to emulate any one culture of beer drinking or serving. We have taken bits and pieces from some of our favorite bars, restaurants, and brewpubs from both near and far, and created a space we want to hang out in.

We are not trying to be a British pub. We do have a couple of dartboards, a couple of traditional hand-pumps for serving cask beer, and a couple of pretty nice brews from the motherland.

We are not trying to be a German bier garten. We do have light colored, European beech wood tables and bar tops much like that traditionally found in the Franconia region of southern Germany, a large outdoor patio, and a handful of well-crafted biers from Deutschland.

We are not trying to be a Belgian biere café. We do have an extensive collection of glassware appropriate for each style we pour, serve a simple food menu highlighting meats and cheeses, and can lean heavily towards Belgian-style biere.

We are trying to be a good beer bar..."
Die Bierkarte umfaßt mehr als 300 verschiedene Flaschenbiere (ist aber leider zuletzt im Frühjahr 2010 online aktualisiert worden). Offen werden 25 wechselnde Biere vom Faß ausgeschenkt und zwei Biere per Handpumpe.

Viele Anregungen bietet die Liste der thematischen Bierevents.

21.11.10

 

Weyermann® Willy Wonka Bock.


Seit 2008 wird in der Versuchsbrauerei der Mälzerei Weyermann® in Bamberg für die Mitarbeiter ein Bockbier gebraut. In Anlehnung an den Kinderbuchklassiker "Charly und die Schokoladenfabrik" von Roald Dahl trägt es den Namen "Willy Wonka Bock". Viele amerikanischen Gäste der Spezialmalzmanufaktur fühlen sich von dem liebevoll erhaltenen Weyermann®-Gelände sehr an besagte wundersame Schokoladenfabrik erinnert, wie Sabine Weyermann anläßlich des Bockbieranstichs 2009 erläutert hat.

Das süffige Bier mit kräftigen Caramelnoten und einer deutlichen Bittere, das den Gästen gut gemundet hat, besaß 28% Stammwürze und ca. 10% Alkohol. Es präsentierte sich in einem funkelnd roten Mahagonibraun und mit einem festen Schaum, der an die Crema eines Cappuccino erinnerte.
"Die Vielfalt der Aromen im Geruch gleicht einem Obstkorb reifer tropischer Früchte wie Pfirsich und Melone. Aber auch feine Nuancen von Apfel, Orange, Ananas und Banane sind erkennbar"
erklärte Oliver Honsel, bevor er 2009 das erste Fass der edlen Starbierspezialität mit nur zwei Schlägen anzapfte. Gebraut wird der "Willy Wonka Bock" mit den Weyermann Produkten Münchner Malz, Pilsner Malz und Carared®.

11.11.10

 

European Beer Star 2010: Die erfolgreichsten Brauereien beim European Beer Star 2010 kommen aus Augsburg, Oregon und Stralsund.


Nürnberg – Überrascht hat das eigentlich kaum noch jemand, dass auch die siebte Auflage des European Beer Star (EBS) 2010 einen neuen Teilnahmerekord verzeichnen kann: 955 Biere (2009: 836) aus 34 Ländern stellten sich Anfang Oktober dem Urteil einer fachkundigen Jury, die vom Ausrichter, den Privaten Brauereien, wohlweislich auf 88 Verkoster aufgestockt worden war.

Überraschend dagegen ist, dass heuer auf der Gewinnerliste auch ganz neue Namen auftauchen. Allen voran die Stralsunder Brauerei aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit drei Goldmedaillen in den Kategorien Schwarzbier, Dunkler Bock und Obergäriges Bier mit alternativen Getreidesorten zur European Beer Star-Brauerei des Jahres 2010 avancierte. Die amerikanische Brauerei Deschutes Brewery aus Bend in Oregon reüssierte mit zweimal Gold (Summer Ale, Dry Stout), dreimal Silber und einmal Bronze. Ein "alter Bekannter" unter den topprämierten Brauereien beim European Beer Star ist das Brauhaus Riegele aus Augsburg, das wie jedes Jahr gleich mehrere Preise erhielt: Die Inhaber-Familie Priller darf sich heuer über Gold für das Pilsener und das Festbier sowie über eine Silbermedaille (Dunkel) und Bronze (Helles) freuen. Mit die besten Weißbiere kommen aus Baden-Würtemberg, wo die Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen mit zweimal Gold (Hefeweizen Hell, Leichtes Weizen) sowie Bronze (Kristallweizen) ausgezeichnet wurde. Trotz der vorgenannten "Abräumer" bleibt festzuhalten, dass der European Beer Star 2010 von einem zunehmend starken Wettbewerb gekennzeichnet ist: Noch nie haben sich so viele Brauereien in die Siegerlisten eingetragen
"Noch nie haben so viele Brauereien teilgenommen und noch nie haben sich so viele Brauereien in die Siegerlisten eingetragen,"
freut sich Dr. Werner Gloßner, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern,
"das zeigt, welchen Stellenwert der Preis inzwischen weltweit erlangt hat!"
Eindrucksvoll belegt wird dieser Trend durch Brauereien aus dem besonders innovativen "Bierland" Italien, die mit zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze so erfolgreich abschnitten wie nie zuvor.

Seit 2004 gibt es den European Beer Star, der ausgelobt wurde, um dem Konsumenten die Biervielfalt und besonders charakterstarke Biere näher zu bringen.

Gold, Silber und Bronze wurden von den 88 Juroren in 44 verschiedenen Kategorien vergeben – vom deutschen Kellerbier über das böhmische Pilsner, verschiedene Hefeweißbiere bis hin zum englischen Ale, Stout oder Kräuterbier. In jeder Kategorie werden nur drei Preise (Gold, Silber, Bronze) vergeben. Die Ausrichter des Wettbewerbes, der Verband Private Brauereien und die Association of Small and Independent Breweries in Europe, freuen sich 2010 über eine absolute Rekordbeteiligung mit einem Zuwachs von rund 14% gegenüber dem Vorjahr.

Etwas mehr als die Hälfte der Einreichungen kamen aus Deutschland und trotzdem ist der European Beer Star ein weltweiter Bier-Wettbwerb. Auch die Teilnehmer in diesem Jahr kamen von allen Kontinenten: Von Australien bis Panama, von Russland bis Thailand, von Brasilien bis zu den USA. Ein Goldmedaillen-Gewinner kommt in diesem Jahr sogar aus dem ehemaligen Birma: Die Myanmar Brewery braut das beste Mild Lager!

Goldmedaille für Deutsches Märzen geht nach Texas

Zu den herausragenden deutschen Gewinnern 2010 zählen natürlich die Bayern: die Privatbrauerei Schönram (Petting) erhält Gold für "Surtaler Leicht" und Silber für "Schönramer Pils". Die Bayerische Löwenbrauerei Passau kann sich über Gold für ihren "Urtyp Hell" und Bronze für ihr Hefeweißbier freuen. Die traditionsreiche Weißbierbrauerei Schneider aus Kelheim, bereits mehrfach in den Siegerlisten vergangener Jahre des European Beer Star vertreten, errang Gold für ihren "Aventinus" und Silber für ihr Kristallweizen. Dass gerade in kleinen, handwerklich geprägten Braustätten vorzügliche Biere entstehen, beweisen die Gold-Medaillen für die Freudenberger Privatbrauerei Märkl (Dunkel), die Familienbrauerei Meinel in Hof ("Meinels Weizenbock"), den Graminger Weissbräu aus Altötting (Hefeweizen dunkel), den Bamberger Mahrsbräu (Hefeweizen bernsteinfarben) oder den Staffelberg-Bräu in Bad Staffelstein (Doppelbock).

Erstmalig gingen in diesem Jahr European Beer Star-Medaillen in Länder wie Japan, Peru, Schweden, Rumänien, Singapur und – wie erwähnt – Myanmar. Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis in der urdeutschen Kategorie "Deutsches Märzen", hier ging die Goldmedaille an "Spoetzl Brewery" aus Texas (USA), die Silbermedaille erhielt die Coedobrewery aus Japan.

Der European Beer Star Award wird unterstützt von der Barth-Haas Group, der BayWa Agrar Züchtervertrieb, der Brauakademie Doemens in Gräfelfing, dem Fachverlag Hans Carl sowie der Firma RASTAL.

(Quelle: Pressemitteilung des Verbandes Privater Brauereien Bayern e.V.).

Die Gewinnerliste 2010 (PDF).

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Steigen die Bierpreise?


Der Verband Privater Brauereien Bayern e.V. versucht, höhere Bierpreise (3 bis 5 Cent je Liter) herbei zu reden: "Wettbewerbsdruck schlägt sich im Bierpreis nieder", in: Nürnberger Nachrichten vom 9. November 2010.

Bereits Ende August 2010 hat der Verband versucht, dies zu begründen:
"Hohe Rohstoffkosten werden zu steigenden Bierpreisen führen – bayerische Privatbrauereien sehen keinen Spielraum um Malzkostensteigerung intern abzupuffern

Nach Abschluss der bayerischen Getreideernte wird deutlich, dass die Mengen an Braugerste und insbesondere an qualitativ hochwertigen Brauweizen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen sind. Dies führt an den Rohstoffmärkten zu erheblichen Preiserhöhungen, innerhalb weniger Monate haben sich die Preise für Braugerste um 60 %, die Brauweizenpreise bis dato sogar um 140 % gesteigert. Experten erwarten, dass sich dieses Preisniveau in den nächsten Monaten stabilisiert oder sogar noch erhöht, wenn die Restmengen der Ernte 2009 in den Betrieben verbraucht sind.

Das aus Gerste und Weizen hergestellte Malz hat sich bereits jetzt um 100 bis 150 Euro pro Tonne für die Brauer verteuert. Diese Erhöhungen summieren sich selbst in kleinen mittelständischen Privatbrauereien zu Mehrkosten im deutlichen fünfstelligen Euro-Bereich und können aufgrund der geringen Margen, die im Biermarkt erzielbar sind, intern nicht mehr abgepuffert werden.

Derzeit vereinzelt zu hörende gegenteilige Meldungen, die noch von einer Preisstabilität im Biermarkt ausgehen, sind bei einer Verwendung von heimischem Getreide aus Bayern für die Bierherstellung nicht realistisch. Bayerische Privatbrauereien setzen mit ihrer regionalen Verbundenheit zum weit überwiegenden Teil auf heimisches Getreide. Je nach Restmenge an 2009er Ware in den Betrieben erwartet der Verband Private Brauereien Bayern Bierpreiserhöhungen spätestens im ersten Quartal 2011. "

 

Laudatio Bayerischer Bierorden 2010 fuer: Ingmar Michel.


Auf der Brau Beviale wurde unter anderen dem Bamberger Ingmar Michel, Inhaber der Mahrsbräu, der Bayerische Bierorden 2010 verliehen. Die Laudatio von Gerhard Ilgenfitz, Landwehr-Bräu Reichelshofen, Steinsfeld, und Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern e.V.:

"Mahrsianer, Bierkutsche, Motörhead - diese Stichworte geben auf den ersten Blick keinen wirklichen Sinn. Und doch, sie haben eine Schnittmenge. Interessanterweise liegt sie Mitten in einer fränkischen Privatbrauerei, die vor allem eins ist: authentisch, wie ihr Inhaber - der Vorzeigebrauer par Excellenze Ingmar Michel.

Ingmar Michel vorzustellen, hieße Bier nach Bamberg zu tragen. Der Eigentümer der Mahrsbräu weiß wie kaum ein zweiter, die regionale Verankerung von Brauereien mit Leben zu erfüllen. Seine Biere, seine Brauereifeste, seine Bockbieranstiche, seine Bierkutschenfahrten und nicht zuletzt seine Brauereigaststätte sind legendär.

Der "Mahrs" vereint so ein illusteres Publikum - vom Arzt bis zum Arbeiter, vom Studenten bis zum Stehgammler, vom Single bis zu Fan-Stammtischen wie den "Mahr's Bräu Sisters" oder den international aufgestellten "Mahrsianern" mit eigener Clubjacke. Selbst der legendäre Frontmann der Hardrock-Gruppe Motörhead - Lemmy Kilmister - schwört auf Ihre Bierspezialitäten, Herr Michel. Und, meine Damen und Herren, Herr Lemmy weiß aus langwierigen Verkostungsstudien genau, was einzigartige Qualität bedeutet. Die Bierqualität, meine Damen und Herren, ist aber nur ein Geheimnis dieser "Völker- und Ständeverbrüderung." Ein zweites ist sicherlich die Kommunikationsstrategie. Das ungespundete Mahrs Bier heißt in Bamberg nämlich nur U. Es reichen zum Bestellen folglich exakt zwei Buchstaben: "A U" oder einfach "Au" - globaler geht es nicht.

Sie, Herr Michel, studierten nach dem Erlernen eines, wie Sie sagen, fundierten Handwerks zuerst Elektrotechnik. Aufgrund der Erkrankung Ihres Vaters halfen Sie ab 1973 im elterlichen Betrieb mit, parallel dazu absolvierten Sie eine Ausbildung an der Abendschule zum Betriebsfachwirt. 1988 übernahmen Sie dann die Geschäfte der Brauerei komplett. Sie, Herr Michel, verstehen sich seither als Brauer zwischen Tradition und Moderne - diese Mischung halten Sie sogar für entscheidend. Genauso wie Kreativität: Des Öfteren bringen Sie neue Biersorten auf den Markt, die bewusst kurzlebig sind. Beispiele wären das "Weltkulturerbe- Bier" oder der "Schwarze Peter", der speziell für die CSU gebraut wurde. Wovon Sie aber bei dieser Kreativität nie abwichen, ist das Bayerische Reinheitsgebot. Sie beweisen einmal mehr, dass das Reinheitsgebot kein Hemmschuh für Bierspezialitäten ist - man muss es halt können.

Aber, meine Damen und Herren, Ingmar Michel ist nicht nur als Brauereibesitzer höchst aktiv, sondern er ist auch der Motor der Bamberger Brauereien.

Dank Ihrer Arbeit, Herr Michel, hat sich die Verbindung der Bamberger Brauereien untereinander sehr gefestigt. Jeder hat erkannt, dass nicht die Hektos des Nachbarn das Ziel aller Bestrebungen sind. Sondern dass es vielmehr darum geht, die traditionelle, lokal gewachsene Bierkultur gegen die Fernsehbiere zu verteidigen und dabei neue Konsumenten, treue Bambergianer zu gewinnen.

Seit einigen Jahren präsentieren die Bamberger Brauereien diese Geschlossenheit am "Tag des Bieres" durch ein gemeinschaftliches Bierfest im Zentrum der Stadt Bamberg - wo ausschließlich die Inhaber der Bamberger Brauerein am Zapfhahn stehen. Der gesamte Erlös dieser gut besuchten Veranstaltung kommt immer einem karitativen Zweck zu.

Das ist aber noch lange nicht alles: Es gibt einen vierteljährlichen Brauer-Stammtisch und einen alljährlich stattfindenden Brauer-Ausflug mit dem Kaltblutgespann der Mahr's Brauerei ins Bamberger Umland. Zu dieser Spazierfahrt werden auch Bamberger Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur eingeladen, die sich im Besonderen um das Kulturgut Bier verdient gemacht haben. Apropos verdient gemacht:

Es ist Ihr ausdrücklicher Wunsch, den Bierorden stellvertretend für alle neun Bamberger Brauereien entgegenzunehmen. Der Grund ist so ehren- wie erwähnenswert:
"Jede einzelne Brauerei hier in Bamberg kümmert sich auf ihre ganz spezielle Weise um unser Kulturgut Bier, ist auf die fränkische Biervielfalt bedacht und pflegt die fränkische Wirtshauskultur vorbildlich. Also haben allen den Bayerischen Bierorden verdient."
In diesem Sinne: Meinen ganz herzlichen Glückwunsch an Sie, Herr Michel, und die Bamberger Brauereien zum Bayerischen Bierorden 2010.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

5.11.10

 

Bierverkostung: "Consumers' Favourite" im Rahmen des European Beer Star 2010.


Am 10. November 2010 werde ich auf der Brau Beviale 2010 ab 11 Uhr an der Blindverkostung "Consumers'Favourite" im Rahmen des European Beer Star 2010 auf Einladung des Verbandes Private Brauereien Bayern, dem ideellen Träger der Brau Beviale, teilnehmen (NürnbergMesse, Halle 7A, Stand 503).

Nach einer Verkostung von 955 eingereichten Bieren durch 88 Bierexperten am 8.10.2010 in Gräfelfing bei München stehen die Preisträger des European Beer Star 2010 fest! Auf der Brau Beviale in Nürnberg wird nun unter den 44 Goldmedaillengewinnern der "Consumers" Favourite“ in Gold, Silber und Bronze ermittelt.

Die Kategorien (PDF).

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