30.5.11

 

Alkohol und Kultur in den USA und in Deutschland.


Vom 1. bis 6. Juni 2011 ist die Psychologie-College-Professorin Diane Catanzaro von der Christopher Newport University in Norfolk, Virginia, mit einer Gruppe von 16 Studenten in Bamberg. Sie arbeiten an einer Studie über Unterschiede im Trinkverhalten amerikanischer und deutscher Studenten ("Alcohol and Culture in USA and Germany").

Privat ist sie Heimbrauerin und zertifizierte Bierjurorin des Beer Judge Certification Program (BJCP). 2007 gewann sie den Titel "Beer Drinker of the Year". Für sie ist Bier nicht irgendein gelbes Getränk, sondern hat eine reiche Geschichte, eine enorme Vielfalt an Bierstilen und Aromen und ist Teil eines gesunden Lebens und nicht nur etwas für Männer. Diane Catanzaro überzeugte die Jüry dabei mit einem Vortrag über das belgische Bier "Duchesse de Bourgogne", das, wie der Zufall es will, auch im Café Abseits ausgeschenkt wird.

Sie hat an sehr vielen Bierverkostungen in zahlreichen Brauereien, Bierbars und Bierfestivals in den USA und in Belgien teilgenommen, so auch dem berühmten "Zythos Beer Festival", und hat mit mehreren Gruppe von College-Studenten Touren zu belgischen Brauereien und Bierbars unternommen.

Im letzten Sommer hat sie Bamberg schon einmal - damals noch ohne Studenten, dafür aber mit ihrem Ehemann - drei Tage lang Bamberg besucht, um die Studienreise vorzubereiten.

Ihre Studenten werden sich auch mit deutschen Studenten von Prof. Dr. Jörg Wolstein, Professur für Pathopsychologie an der Universität Bamberg, treffen, um zu diskutieren, wie kulturelle und familiäre Normen den Alkoholkonsum beeinflussen. Prof. Dr. Jörg Wolstein führt zur Zeit eine Reihe von Studien zum Thema Alkohol im Jugendalter durch.

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28.5.11

 

Zwei neue Bio-Biere der Brauerei Kundmüller in Weiher.


Am 22. April 2011 hat die Brauerei Kundmüller in Weiher, unweit von Bamberg gelegen, erstmals zwei Bio-Biere abgefüllt:
Beide sind in der 0,5 l-Fügelverschlu8flasche erhältlich. Sie sind mindestens sieben Monate haltbar.

Dahinter steckt, hat mir der Inhaber und Braumeister verraten, keine strategische Entscheidung, diese Biere im Naturkosteinzelhandel national zu vertreiben. Vielmehr will er sie, wie seine anderen Biere auch, den regionalen Getränkemärkten, dem regionalen Getränkefachgroßhandel sowie den vielen Gaststätten anbieten, die diese in den letzten Jahren stark gewachsene Brauerei direkt beliefert. Denkbar ist auch eine Belieferung der regionalen Naturkosteinzelhändler.

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10.5.11

 

Bamberg - wenn man als Biertourist wenig Zeit hat.


Joe Stange geht der Frage nach, welche Gaststätten man als auswärtiger Bierliebhaber in Bamberg besuchen sollte, wenn man nur 2, 3 oder 4 Stunden oder nur einen Tag Zeit hat: "What To Do If You Only Have One Day in Bamberg", in: Thirsty Pilgrim vom 2. Mai 2010.

Über das Café Abseits schreibt er:
"If you really have a whole day, use the hike to Café Abseits to clear your head a little between Mahr's and Spezial. (And if you are more interested in sampling a variety of regional beers than local atmosphere, absolutely move Abseits to the top of your list.) "
Joe Stange ist amerikanischer Journalist, wohnhaft in Brüssel, und hat unter anderem am Buch "Around Brussels in 80 Beers" mitgeschrieben.

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Krug Kümmel.


Stefan Krug, der Inhaber und Braumeister der Brauerei Krug in Geisfeld, 9 Kilometer nordöstlich von Bamberg, braut neben seinem vorzüglichen "Krug Lager" (siehe die gute Bewertung bei Ratebeer.com), das ständig im Angebot ist, wechselnde Biere. Dabei verläßt er lobenswerter Weise seit rund zehn Jahren mitunter auch das Spektrum tradtioneller fränkischer Biersorten.

Im Sommer 2009 hatte er, wie am Eingang stolz verkündet worden ist, ein "selbst gebrautes belgisches Klosterbier" im Ausschank, also ein Bier im Stile belgischer Klosterbiere.

2010 habe ich dort das sogenannte "Schwarzes Schaf" getrunken. Es handelt sich um ein tiefschwarzes Bier im Stile eines irischen Stouts mit einer dezenten Süße, dem Geschmack von Schokolade und gegrilltem Brot und einem hopfenbitteren Nachtrunk. Die tiefschwarze, total undurchdringliche Farbe verdankt es dem Einsatz von stark gedarrtem Malz. Die Schaumkrone ist nicht ganz so cremig wie bei einem kontinentaleuropäischem Guinness Extra Stout und das Bier selbst nicht so breiig, verleitet dafür aber eher dazu, ein weiteres Glas davon zu trinken.

Gestern war ich wieder einmal in der Brauereigaststätte "Krug". Ausgeschenkt wurde das sogenannte "Kümmel". Ein Hinweisschild wies es als Biermischgetränk aus Bier und Auszügen von Kümmel aus. Ob man überhaupt etwas von Kümmel schmeckt, ist fraglich. Ich meinte Kümmel zu schmecken, meine Begleitung nicht. Unabhängig davon ist es ein sehr leckeres Bier. Spirituosen, die mit Kümmelsaat aromatisiert werden, wie Aquavit, schmecken ja auch anders, als wenn man auf Kümmel beißt (etwa auf Kümmelbrötchen oder in Kümmelbrot).



Warum sage ich Bier dazu und warum scheut Stefan Krug diese Bezeichnung? Er hat sich beim Verband erkundigt und diese haben ihm gesagt, er dürfe es nicht als Bier in den Verkehr bringen. Da Stefan Krug dieses Bier ohnehin nicht außerhalb seiner Gaststätte vertreibt, weder in Flaschen abfüllt noch in KEGs (man kann aber sich Bier vom Faß in Syphons oder mitgebrachte Flaschen oder Krüge abfüllen lassen), verstehe ich natürlich, daß es ihm und seinen Gästen ziemlich egal sein kann, ob er es als Bier oder als Biermischgetränk bezeichnet und Ärger scheut. Meiner Meinung nach dürfte er es aber als Bier bezeichnen. Siehe dazu das bahnbrechende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig BVerwG 3 C 5.04 vom 24.02.2005. Ob immer noch eine Genehmigung erforderlich ist, weiß ich aber nicht. Beim "Schwarzen Abt" der Klosterbrauerei Neuzelle war die juristische Lage aber noch strittiger zu beurteilen, als wenn man Gewürze (oder Früchte) zusetzt. Denn wenn man - wie die Klosterbrauerei Neuzelle - Zucker zusetzt, darf Zucker nur zugesetzt werden, um zu süßen und nicht, um Malz(zucker) zu ersetzen.

9.5.11

 

Weyermann® India Pale Ale.


Ales sind obergärige Biere englischen Stils. Pale bedeutet hell. Der Zusatz "India" bezieht sich darauf, daß sie einst von England auf dem Seeweg in die englische Kolonie Indien verschifft worden sind. Um sie für die über sechswöchige Fahrt und die hohen Temperaturen haltbar zu machen, braute man sie mit einem hohen Alkohol- und Hopfengehalt ein. Für amerikanische IPAs ist zudem der Einsatz von Cascade Hopfen typisch und damit dominante Fruchtesternoten, die von Pfirsich bis Grapefruit gehen. Siehe zur Geschichte des IPA auch: "Hops and Glory".

Weyermann® schreibt dazu:
"Damit das Bier die lange Reise, die ohne Kühlung, schwankenden Temperaturen und teils heftigem Wellengang erfolgte, überstehen konnte wurde das Gebräu mit einer hohen Stammwürze und damit hohem Alkoholgehalt eingebraut. Auch die erhöhte Hopfengabe trug einiges zur Erhöhung der mikrobiologischen Stabilität bei, da Hopfen nicht nur äußerst gesund, sondern auch stark antibakteriell ist."
Das "Weyermann India Pale Ale" wurde von Matthew Cole, dem Brauer und Inhaber der Fat Head's Brewery in Cleveland, Ohio, USA, zusammen mit Oliver Honsel, dem Braumeister der Weyermann® Braumanufaktur, auf der 2,5 hl Kaspar Schulz-Anlage von Weyermann® gebraut. Matt Cole ist einer der erfolgreichsten Brauer in den USA (siehe eine Liste seiner Auszeichnungen).

Sein India Pale Ale wird gebraut mit den edelsten Inhaltsstoffen, also auch mit Weyermann® Malzen in einer großen Auswahl. Carahell®, Carared®, Carapils® und natürlich Pale Ale, alle diese Weyermann® Malze verwendet Matt Cole in seinem IPA.



Weyermann schreibt dazu:
"Zudem hat sich Matt Cole extra Hopfen nach Bamberg senden lassen, um mit den Sorten 'Columbus' und 'Cascade' auf die stolze Zahl von 80 Bittereinheiten zu kommen. Ein Weizen hat im Vergleich gewöhnlicher Weise 8 bis 15 Bittereinheiten und selbst ein Pils kommt 'nur' auf 25 bis 35 Bittereinheiten. Der Trend sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern geht allerdings zu immer weniger stark gehopften Bieren, umso mehr sticht das Fat Head´s IPA aus der Masse heraus. Hier setzt man diesem Trend bewusst markante, bittere und hopfenaromatische Biere entgegen. Wobei die beiden verwendeten Hopfensorten für diesen Biertyp perfekt zusammenpassen und dem Bier eine fruchtig-frische Zitrusnote verleihen. Der Hopfen im Fat Head´s IPA stammt übrigens aus dem bekannten und mit der Hallertau um den Titel des weltgrößten Hopfenanbaugebietes konkurrierenden Yakima Valley im US-Bundesstaat Washington."
Das "Weyermann® India Pale Ale" hat einen Alkoholgehalt von 6,9% vol und 100 Bittereinheiten (Bitterhopfen Columbus, Aromahopfen Cascade, Hopfenstopfen im Lagertank). Weyermann® beschreibt es wie folgt:
"Das IPA ist ein helles, obergäriges Bier, das neben einer angenehmen Vollmundigkeit und einer kräftigen Bittere ein feines Grapefruitaroma durch die Verwendung von amerikanischem Cascade Hopfen aufweist."

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7.5.11

 

Fest der 100 Biere.


Vom 10. bis 12. Juni 2011 findet in 93107 Wolkering (Gemeinde Thalmassing, Landkreis Regensburg) das Fest der 100 Biere statt.

Die Bezeichnung dieses Festes untertreibt. Im Laufe der Jahre sind es immer mehr geworden. Gerüchteweise gibt es heuer mehr als 300 verschiedene Biere zu verkosten. Als Veranstalter fungiert heuer die Freiwillige Feuerwehr Wolkering, welche auch für das leibliche Wohl zuständig ist.

Beginn ist am 10. 6. ab 18 Uhr, am 11.6. ab 15 Uhr und am 12.6. ab 10 Uhr.

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2.5.11

 

Samuel Smiths Old Brewery.


Heute hat mich Samuel Smith im Café Abseits besucht. Er hat mir Biere der Samuel Smith Old Brewery in Tadcaster (Großbritannien) vorgestellt. Verkostet habe ich davon:Alle Biere sind von überragender Qualität nach meiner Meinung, aber auch wenn man RateBeer Glauben schenken kann. Das "Imperial Stout" steht auf Platz 5 der besten 50 englischen Biere, der "Taddy Porter" auf Platz 23.

Die Brauerei Samuel Smith wurde 1758 gegründet und ist damit die älteste Brauerei in der Grafschaft Yorkshire. Noch heute wird traditionell handwerklich gebraut. Das selbst geschrotete Malz wird in Maischepfannen aus Kupfer mit Wasser vermischt. Auch die Würzepfannen sind aus Kupfer. Als Gärbottiche werden spezielle Behälter aus Schiefer verwendet. Für die Gärung wird eine einzigartige Hefe verwendet, die älteste unveränderte Stammkultur Großbritanniens. Da auch Holzfässer verwendet werden, beschäftigt die Brauerei als einige von wenigen Brauereien in der Welt noch einen eigenen Fassbinder (Früher waren auch in Deutschland die Berufe des Fassbinders und des Brauers vereint. Heute erinnert der Name "Fässla" der Bamberger Brauerei noch daran). Das Bier wird in der Heimatstadt Tadcaster noch immer mit einem Pferdewagen ausgeliefert.

Die Brauerei Samuel Smith stellt neben den von mir verkosteten Bieren auch noch viele andere Biere her, unter anderem auch "Organic Fruitbeers", also Bio-Fruchtbiere (Himbeere, Kirsche und Erdbeere). Hergestellt wird auch ein "Organic Cider", also ein Bio-Apfelwein mit 5% vol. alc.

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