31.10.11

 

Veldensteiner Haferbier.



In der Veldensteiner Bierwerkstatt wird einmal jährlich in limitierter Auflage ein besonderes Bier gebraut, in den letzten Jahren etwa ein IPA oder ein Chocolate Stout. In diesem Jahr wurde ein "Veldensteiner Haferbier" gebraut.

Das obergärige "Veldensteiner Haferbier" hat einen Stammwürzegehalt von 12,3& und einen Alkoholgehalt von 5% vol. Die Farbe ist ein helles Bernstein. Der Geschmack ist fruchtig, frisch und etwas stärker gehopft als ein Weizen.

Veldensteiner ist eine Marke der Kaiser Bräu GmbH & Co. KG in Neuhaus; die Angabe Bierwerkstatt erweckt hingegen den Eindruck handwerklicher Produktion.

Sehr gut gefällt mir die Bierwerbung der Veldensteiner Brauerei mit herzerfrischenden Karikaturen von Bruno Haberzettl.

Der Veldensteiner Forst liegt im Osten des Naturparks Fränkische Schweiz. Namensgeber ist die Burg Veldenstein, eine große, gut erhaltene mittelalterliche Wehranlage oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz.

Haferbiere sind selten, aber es gibt einige Anbieter wie z.B. die Alzeyer Volker-Bräu in Rheinhessen.

28.10.11

 

17. Haus- und Hobbybrauertage 2012.


Die 17. Haus- und Hobbybrauertage der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer finden vom 28. bis 30. September 2012 in Neuhaus/Oberpfalz statt.

Neuhaus ist ein Ortsteil der Stadt Windischeschenbach. Als Ausrichter vor Ort steht der "Kommunbrauer Neuhaus e.V." zur Verfügung.

22.10.11

 

Rittmayer Oak Reserve.


Im Verein zur Förderung der Fränkischen Braukultur e. V. haben sich über 100 fränkische Hobbybrauer zusammengeschlossen. Darunter sind auch gestandene Braumeister wie Georg Rittmayer von der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf, der sein Brauer-Fachwissen beisteuert.

Mit der Reihe "Rittmayer Oak Reserve" und dem Jahrgangsbier erscheinen in regelmäßigen Abständen höchst individuelle Biere mit Reifepotential.

Neu ist das "Rittmayer Oak Reserve", ein Bier aus dem ehemaligen Bourbon Barrell-Fass der Edeldestillerie Haas aus Pretzfeld. Das "Rittmayer Oak Reserve" bietet, mehrere Jahre zur Harmonisierung der Aromen gereift, ein "Potpourri aus reifen Früchten, Vanille und Bourbon-Whiskey".

Das "Rittmayer Oak Reserve" - in limitierter Auflage von 500 Sektflachen (0,375 l) mit wieder verschließbaren Verschluss - ist im brauereieigenen Getränkemarkt für 8 Euro erhältlich.

Bekannt ist die Brauerei Rittmayer außerhalb Oberfrankens insbesondere durch ihr Rauchbier. Es gewann seit 2006 fünf Mal in Folge einen Preis beim European Beer Star Award (2010: Silver Award, 2007 bis 2009: Gold Award, 2006: Bronze Award).

21.10.11

 

Charme an der Sudpfanne.


Gestern hat das Bayerische Fernsehnen eine Beitrag über Bier und Frauen (Braumeisterinnen) gedreht, unter anderem auch im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg. Interviewt wurde dort Braumeister Hannes Schulters, Vorsitzender des Fränkischen Brauereimuseums und Leiter der Fränkischen Bierakademie.

Der Beitrag "Charme an der Sudpfanne" ist zu sehen in der "Frankenschau" am Sonntag, 23. Oktober 2011, ab 18.05 Uhr.

Vorgestellt werden die Braumeisterinnen der Brauereien:

12.10.11

 

Welde Jahrgangsbier 2012.


Die Brauerei Welde in Plankstadt vewendet bei ihrem "Welde Jahrgangsbier 2012" Strissel Spalt Hopfen "als Hommage an Frankreich". Das Starkbier von Braumeister Stephan Dück ist ab dem 14. Oktober 2011 erhältlich. An diesem Tag wird es beim 40. Bockbieranstich der Brauerei Welde um 17:30 Uhr Vestibül des WeldeLustgartens, Brauereistr.1, 68723 Plankstadt, angestochen.

Ein Video vom Bockbieranstich im letzten Jahr, bei dem das Jahrgangsbier 2010 mit amerikanischem Cascade-Hopfen angestochen worden ist.

Der Strissel Spalt Hopfen aus dem Elsaß ist für seinen würzigen Charakter bekannt. Er wird selten verwendet, so z.B. in den USA im "Sierra Nevada Wheat" der amerikanischen Brauerei Sierra Nevada, dem "Boundary Bay Strissel Spalt Single Hop IPA" der Boundary Bay Brewery oder im "Victory Strisselspalt Pils" der Victoria Brewing Company. In Frankreich werden sie für Bières de Garde, das sind Biere des Bierstils "Strong Ale", in der Region Nord Pas de Calais in Nordfrankreich verwendet.

5.10.11

 

Verkostung von "Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin".


Wie einigen Bierjournalisten und -bloggern hat die Weißbierbrauerei Schneider Weisse in Kelheim auch mir zwei Flaschen ihres neuen Weizenbocks "Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin" zukommen lassen, damit wir sie verkosten und besprechen. Dazu habe ich am 29. September ein paar Bierfreunde in das Cafe Abseits eingeladen: Mit dabei waren zwei Hamburger Aktivisten der Kampagne für Gutes Bier, Hannes Schulters, Braumeister, Biersommelier und Vorsitzende des Vereins Fränkisches Brauereimuseum in Bamberg und Martin Fischer vom Bierfilm.

Wir haben natürlich nicht nur das neue Bier von Schneider verkostet, sondern auch Natürlich ging es bei dieser Verkostung nicht darum, diese Biere wertend zu vergleichen, da sie ganz unterschiedliche Bierstilen zuzuordnen sind. Aber soviel sei vorab schon einmal verraten: der Weizenbock aus Kelheim hat allen sehr gut geschmeckt und wir werden sicherlich noch die eine oder andere Flasche davon trinken.

Der Name "Mein Nelson Sauvin" geht auf eine der beiden beim Brauen verwendeten Hopfensorten zurück. Neben der Hopfensorte Hallertauer Tradition wurde - meines Wissens erstmals in Deutschland - die Hopfensorte "Nelson Sauvin" verwendet, die bislang nur in Neuseeland angebaut wird und die dem Bier ein fruchtig-weiniges Aroma verleiht. Zwei Gerstenmalze aus Riedenburg wurden eingebraut: die Sommergerstensorte Marte (40%) und das Weizenmalz der Sorte Hermann (60%). Neben der probierten Flasche (mit Flaschengärung) wurde dieser Weizenbock auch im Faß vergoren - bestimmt für die ABT-Biercafés in den Niederlanden, wo es als Jubiläumsbier im Oktober 2011 vom Faß ausgeschenkt wird. ABT ist eine Allianz von knapp 50 freien Bars in Holland, die hochwertige, nationale und internationale Bierspezialitäten ausschenken. Die Kooperation wurde 1986 gegründet.

Braumeister Hans-Peter Drexler beschreibt "Mein Nelson Sauvin" es wie folgt:
"Mein Nelson Sauvin ist ein goldfarbenes Weissbier mit fruchtigem Charakter, das in die Richtung von kräftigem Weißwein wie Sauvignon Blanc geht und eine fein eingebundene Hopfenbittere im Ausklang bietet."
Die Etikettengestaltung stammt von Georg Schneider:
"Ich will, dass das Etikett die Bieridee und den Geschmack transportiert. Darum habe ich mich für eine Hopfenrebe mit Dolden in den holländischen Nationalfarben entschieden und einen blau-weißen Hintergrund, der für den bayerischen Himmel steht."
Das Nelson Sauvin ist ein Brauexperiment. Weitere Sude sind derzeit nicht geplant.

Vorab die technischen Daten dieses Bieres:Die grüne 0,75 l-Schampagnerflasche ist mit einem Kronkorken verschlossen, der durch ein Halsetikett versiegelt ist. Das Flaschenetikett zeigt eine Hopfenrebe mit Dolden in den holländischen Nationalfarben vor blau-weißem Hintergrund, der den bayerischen Himmel repräsentieren soll.

Die Farbe ist honig-haselnuß-golden, leicht trüb, aber die Trübstoffe sind gut verteilt. Der Schaum ist weiß, fein und recht stabil.

Ich habe fruchtige Aromen gerochen wie frisch gemähtes Gras, weißen Trauben, Kiwi und Stachelbeere, abgerundet durch eine feine Weizenmalznote.

Man schmeckt im Antrunk Gewürze von der Hefe und fruchtig-weinige Hopfennoten vom Nelson Sauvin und im Abgang ein Mix aus fruchtiger Säure und feiner Bittere.

Unterm Strich handelt es sich um ein erfrischendes Weizenbier mit hoher "Drinkability", das man aus gastronomischer Sicht auch Gästen empfehlen kann, die es nicht gewohnt sind, Bier als hochwertige Essensbegleitung zu genießen. "Mein Nelson Sauvin" paßt gut zu kräftigen Vorspeisen wie eingelegtem Gemüse oder Parmaschinken, zu Pasta oder Fisch oder zu Desserts wie cremiger, reifer Käse oder einer Nachspeise mit vielen frischen Früchten.

Das hochwertige Design spiegelt den Preis, der bei uns im Café Abseits wohl bei ca. 15,00 Euro liegen dürfte. Im Schneider-Shop kostet die Flasche 13,50 Euro. In Sterne-Restaurants dürften sich Preise zwischen 30 und 40 Euro vertreten lassen.

Weitere Berichte über Verkostungen:

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1.10.11

 

St. Erhard.


St. Erhard ist eine Biermarke der St. Erhard GmbH in Bamberg, die am 21. Juli 2011 ins Handelsregister eingetragen worden ist. Vertreten wird diese Firma durch den Gründer Christian Klemenz mit einem eindrucksvollen Lebenslauf, wenn man wie ich ein Faible hat für Absolventen elitärer Management-Hochschulen.

Die Marke steht für anspruchsvolles Bier ("best beer in the world", "THE premium beer brand from the motherland of beer") in einer schönen, transparenten Flasche, in der man eher Mineralwasser oder Wodka vermuten würde. Facebook-Seite: St. ERHARD. Blog: Beerpreneur.

Es geht - so mein Eindruck - salopp formuliert darum, das Image des Brauereistandorts Bamberg zu nutzen, um typisches Bamberger Bier, etwa ein fränkisches Kellerbier, im Ausland, insbesondere in Asien, als exklusives Luxusprodukt zu vermarkten. Warum nicht? Letztlich ist fränkisches Bier ohnehin ein Luxusprodukt, auch wenn die Einheimischen es nicht als solches einzuschätzen wissen, nicht zuletzt weil man vor Ort einen Kasten mit 20 meist billig aufgemachten Flaschen und Etiketten für um die 13 Euro (ohne Pfand) kaufen kann.

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