30.4.12

 

Brauereien in Bamberg.


Gelegentlich werde ich gefragt, wie viele Brauereien es in Bamberg gibt. Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ordnen wir die Bamberger Brauereien nach den von mir geschätzten Ausstoßvolumina:
  1. Die Kaiserdom Spezialitätenbrauerei ist mit ca. 250.000 Hektolitern pro Jahr sicherlich die größte Brauerei im Stadtgebiet. Der Bauereistandort in der ehemals selbständigen Gemeinde Gaustadt wurde aber erst im Rahmen einer Verwaltungsreform eingemeindet. Nicht nur im Ausland werden Biere dieser Brauerei dennoch als Bamberger vermarktet. Neben der Marke "Kaiserdom" werden weitere Marken benutzt wie Bürgerbräu, Prostel, Original Biker, Weizenland und Meranier Schwarzbier. Außerdem werden Handelsmarken produziert, Lizenzen vergeben und Spezialitäten wir koscheres Bier und alkoholfreies Bier für Kunden in islamischen Staaten gebraut.
  2. Auf die zweite Position mit 35.000 Hektolitern hat sich in den letzten Jahren, inbesondere auch nach der Insolvenz der Brauerei Maisel, die Brauerei Fässla hoch gearbeitet.
  3. Die Mahrs Bräu hat volumenmäßig schon bessere Tage gesehen. Veröffentlicht wird eine Ausstoßmenge von 22.000 Hektolitern pro Jahr (Stand vom September 2017).
  4. Außerhalb Bambergs und insbesondere im Ausland ist die als "Schlenkerla" bekannte Heller-Bräu die bekannteste Brauerei Bambergs. Die Ausstoßmenge wird nicht publiziert. Die Leute reden aber von 20.000 Hektolitern pro Jahr. Ihr Sortiment ist - nimmt man z.B. die Bewertungen des englisch sprachigen Bewertungsportals RateBeer.com als Indikator - das beste von Bamberg.
  5. Die Brauerei Keesmann braut nach eigener Angabe 200 Sude pro Jahr mit je 80 hl, also insgesamt 16.000 hl.
  6. Die Brauerei Spezial stellt wie auch das Schlenkerla ihr Rauchmalz selbst her. Gebraut werden ca. 6.500 Hektoliter pro Jahr.
  7. Die Ausstoßmenge der Klosterbrauerei wird nicht veröffentlicht. Sie ist seit Anfang 2017 im Besitz der Kaiserdom.
  8. Die Brauerei Greifenklau braut jährlich ca. 1.000 Hektoliter. Neben dem "Greifenklau Lager" gibt es einen saisonalen Bock, ab und zu das Rauchbier "Greif R" und expertimentelle, hopfengestopfte Zwickel- und Bockbiere.
  9. Die vielleicht kleinste gewerbliche Bamberger Brauerei ist die Weyermann® Braumanufaktur mit 500 Hektolitern pro Jahr. Ausschlagmenge: bis zu 280 Liter.
  10. Wie viel Bier die jüngste Bamberger Brauerei, die Gasthausbrauerei Ambräusianum braut, weiß ich nicht.
  11. Noch kleiner ist Robesbierre, eine Hausbrauerei. Das heißt: sie darf kein Bier vertreiben, sondern braut nur für den Eigenverbrauch. Inhaber und Braumeister Robert Pawelczyk ist aber Profi, unterrichtet Brauer und ist Prüfer bei der Gesellenprüfung der Handwerkskammer.
  12. Eine weitere Hausbrauerei in Bamberg wurde 2014 gestartet: Hausbrauerei Gleisdreieck
  13. Technisch gesehen verfügt die Mälzerei Weyermann® über eine zweite Brauereianlage. Dort wird aber kein Bier gebraut, sondern Sinamar, mit dem man Bier, Backwaren und andere Produkte färben kann.
  14. Im März 2016 wurde in Bamberg-Gaustadt die Gasthausbrauerei "Erlkönig Bamberg" eröffnet. Im September 2016 wurde sie in "Kronprinz Bamberg" umbenannt.
Erschwert wird die Beantwortung der Frage, wie viele Brauereien Bamberg hat, dadurch, daß einige Bamberger Brauereien zumindest einzelne Sorten außerhalb Bambergs im Lohnbrauverfahren brauen lassen. Leider lassen sie darüber Transparenz vermissen.

Nicht gelistet habe ich Hausbiere von Gaststätten, die diese unter ihrem Namen anbieten, aber über keine eigene Brauerei verfügen. So bietet das Restaurant "Alt-Ringlein" ein "Ringlas Hell", verschweigt aber nicht, wo dieses Bier gebraut wird.

Ebenfalls nicht gelistet habe ich Biere der Marken

(Aktualisiert am 6. Juni 2017).

 

Drei Tage Bierdiplom.


Der "Bayerische Hof" in Grünbach im Vogtland bietet im Rahmen eines Bündels verschiedener "Biererlebnisse"eine individuell buchbare Pauschale genannt "Drei Tage Bierdiplom". Teilnehmer können Brauer Roy Hartenstein dabei auch zur Hand gehen. Am Ende von drei lehrreichen Tage gibt es ein Bierdiplom. Nebenbei lernt man auch die hauseigene Destillerie kennen.

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26.4.12

 

Bayerischer Brauerbund und BHG verleihen "Goldene BierIdee 2012".


München. Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. haben am Donnerstag, dem 19. April 2012, im feierlichen Rahmen der Krönungsgala der 3. Bayerischen Bierkönigin im Augustiner-Keller in München die "Goldene BierIdee 2012" verliehen.

Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient gemacht haben. Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll, nahm zusammen mit Wirtepräsident Ulrich N. Brandl die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger vor.

Ausgezeichnet wurden:Brauerpräsident Friedrich Düll stellte in seiner Festrede heraus, dass es Betriebe gibt, deren Engagement um den Erhalt der bayerischen Bierkultur das Maß des Üblichen übersteigt, und die die Auszeichnung mit der Goldenen BierIdee mehr als verdient haben. Er betonte, dass nicht nur das Brau- und Gastgewerbe selbst innovativ sind, sondern die Begeisterung für Bayerisches Bier längst Privatinitiativen, Einrichtungen des Getränkehandels, Landkreise und Gemeinden oder Unternehmen auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette "Bier" infiziert hat.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbunds).

24.4.12

 

New Yorker Braumeister in der Hoepfner Burg


Jan Matysiak, Braumeister in der Sixpoint Craft Ale Brewery in Brooklyn, New York City, hat einen ganz besonderen Wunsch. In seiner Heimatstadt Karlsruhe möchte er ein neues Bier brauen, das es so noch nirgendwo gibt. Für den Diplom-Braumeister, der an der Technischen Universität München-Weihenstephan studiert hat, steht fest:
"In der Hoepfner Burg wird es auf Anhieb gelingen!"
Für den Geschäftsführer der Privatbrauerei Hoepfner, Matthias Schürer, kommt die Wahl nicht überraschend.
"Unsere Hochburg der Braukunst bietet alles, was sich ein Brauer wünschen kann. Zum einen modernste Technik, aber auch offene Prozesse, in die er jederzeit eingreifen kann."
Ein wunderschönes Sudhaus und offene Gärkeller, die es so nur noch selten in Deutschland gibt, bei diesen Möglichkeiten gerät Jan Matysiak "ins Schwärmen", wie er selbst bei der Vorstellung des Projekts betonte:
"Die Vorrausetzungen in der Hoepfner Burg sind optimal, die Brauer neugierig und motiviert, die Gerätschaften erstklassig."
Jan Matysiak sieht sich als ein Botschafter, der in Deutschland mit seiner Idee
"auch an die Grenzen des deutschen Reinheitsgebotes geht, und es dennoch ehren will."
Dazu habe er die
"besten Elemente aus europäischen und amerikanischen Bierwelten zusammengetragen."
Hoepfner Braumeister Peter Bucher ist gespannt:
"Jan hat mir erzählt, was er vorhat. Wir haben ja bereits ein breites Sortiment. Dennoch denke ich, dass es für uns alle etwas völlig Neues werden wird. Allerdings hat er nur einen Schuss! Pardon - einen Sud."
Dieser Sud wurde am Ende Februar 2012 eingebraut. Bis Ostern etwa reift das Bier in den kalten Kellern der Burg. Dann endlich kann die „Bier-Spezialität by Jan Matysiak“ probiert werden. Mathias Schürer:
"Wenn alles gelingt, planen wir die neue Bierschöpfung zum Probieren in ausgewählten Restaurants und Gaststätten der Region anzubieten."
(Quelle: Pressemitteilung der Privatbrauerei Höpfner).

Siehe dazu auch: "Bier - zartbitter: Brauerei Hoepfner präsentiert neue Biersorte", in: ka-news vom 24. April 2012.

 

Weyermann® Süßholz-Biere


Am Valentinstag wurde in der Weyermann Braumanufaktur Süßholz (englisch: liquorice) geraspelt. Süßholz ist den meisten eher als als Süßigkeit Lakritz bekannt. Lakritze wird hergestellt aus dem extrahierten und eingedickten Saft von Süßholz-Wurzeln, dem Zuckersirup, Mehl und Gelatine zugesetzt werden. Süßhölzer dienten auch als Arznei gegen Husten, Heiserkeit und Magenprobleme.

Lange Zeit wurden sie in unterschiedlichen Regionen vor allem im Süden Deuschlands angebaut. Heute werden sie nur noch von einzelnen Privatleuten und in Bamberg angebaut. Die Bamberger Süßholzgesellschaft hat es als ein Thema in die Landesgartenschau 2012 in Bamberg eingebracht. Produkte aus Süßholz sollen als Souvenir verkauft werden. Durch den Anbau werden brachliegende Gärtnerflächen im Welterbe Gärtnerstadt reaktiviert.

Angesteckt von der Vorfreude auf die Landesgartenschau, die am 26. April 2012 beginnt und zu der bis zum 7. Oktober über eine Million Besucher erwartet werden, wurde in der Weyermann® Braumanufaktur das Süßholz nicht nur klein geraspelt, sondern vom Braumeister Dominik Maldoner zum Brauen von drei Süßholz-Bieren verwendet:Beschreibungen dieser drei neuen Süßholz-Biere findet man in dem Artikel "Weyermann® kreiert anlässlich der Bayerischen Landesgartenschau in Bamberg eine exklusive Auswahl an "Süßholzbieren"", in: Der neue Wiesentbote vom 20. April 2012.

Biere mit Liquorice sind selten, aber es gibt einige Beispiele, so das "Tomlinsons Original Liquorice Stout" der Cairngorm Brewery im schottischen Aviemore, vertreten auch bei Facebook. Das "Original Liquorice Stout" wurde 1994 erstmals in Pontefract gebraut.

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23.4.12

 

Maxbrauerei Biermanufaktur.


Die vor zwei Jahren gegründete Maxbrauerei Biermanufaktur in Altenstadt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau war die wohl kleinste Brauerei, die auf dem Bierfestival Braukunst Live! 2012 vom 20. bis 22. April 2012 in München mit enem eigenen Stand vertreten war.


Der Titel "Braumanufaktur" wird mittlerweile ja inflationär verwendet, sogar von eher großen Brauereien. Im Falle der Maxbrauerei Braumanufaktur ist die Bezeichnung nicht irreführend. Die Sudgröße von nur 2,2 Hektoliter entspricht der Sudgröße der Weyermann Braumanufaktur in Bamberg. Das Malz bezieht Max Sedlmeier aus Bamberg und man profitiert von deren Service, Brauern und Heimbrauern Rezepturen zur Verfügung zu stellen. Pro Jahr werden rund tausend Hektoliter gebraut.

Gottseidank braut man nicht nur die in allen Gasthausbrauereien üblichen Biersorten (helles und dunkles Lager, Hefeweizen, saisonal: Bock), sondern auch Bierspezialitäten wie ein "Maxbrauerei India Pale Ale" (7,0% vol. alc.) und gelegentlich "Braumeister Spezialbiere" wie etwa Whisky Ale, Dunkles Märzen oder gar einen Barley Wine. Verkostet habe ich in München das neue Whisky Ale der Maxbrauerei, das mir vorzüglich geschmeckt hat. Es wurde im Herbst 2011 in Zusammenarbeit mit den Schongauer Whiskey-Freunden eingebraut. Vier Monate lang wurde es in einem Bourbon-Fass gelagert.

Die Maxbrauerei hat keine eigene Flaschenfüllerei, sondern läßt in Bügelverschlußflaschen abfüllen. Vertrieben werden sie bislang im der Erlebnisbrauerei selbst, die nur mittwochs und freitags von 14 h bis 17:30 h und donnerstags von 14 h bis 22 h geöffnet hat, in Gaststätten in der Region und im regionalen Einzelhandel, etwa bei Edeka (siehe: "Dort gibt's unser Bier".

Ein zweites Standbein der Maxbrauerei Braumanufaktur sind halbtägige und ganztägige Braukurse.

17.4.12

 

Maisel & Friends.


"Maisel & Friends" ist eine im Mai 205 eingetragene Marke der Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel KG. Sie steht für "Biere mit starkem Charakter".

"Stefan’s Indian Ale" von Stefan Sattran ist ein India Pale Ale. Stefan Sattran ist Sommelier und betreibt gemeinsam mit zwei Freunden einen kleinen, feinen Weinberg im fränkischen Würzburg. Er ist seit seiner Kindheit mit dem Brauereieinhaber Jeff Maisel befreundet.

"Jeff’s Bavarian Ale" von Jeff Maisel ist ein Weizenbock.

"Marc’s Chocolate Bock" ist ein dunkler Bock. Marc Goebel ist Brauer von Beruf. Er lernte Jeff Maisel beim Studium der Brauwirtschaft in Weihenstephan kennen.

Sehr gelungen ist die Idee, alle drei Biere durch Videos vorzustellen. Die Vorstellungen übernehmen die drei Namensgeber. Dafür gibt es einen eigenen Youtube-Channel MaiselAndFriends.

Alle drei Biere sind am Juli 2012 lieferbar.

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