30.12.11

RateBeer: Best Brewers In The World 2011.

In die Liste der 100 besten Brauereien der Welt 2011 der Bierliebhaber-Community RateBeer.com haben es im letzten Jahr vier deutsche Brauereien geschafft:
  • Platz 46: Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn
  • Platz 51: Brauerei Heller, Bamberg, besser bekannt als Schlenkerla
  • Platz 72: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
  • Platz 94: Brauerei Aying
Als beste europäische Brauerei steht die Närke Kulturbryggeri aus Schweden auf Platz 3, gefolgt auf Platz 5 von der Brouwerij de Molen in den Niederlanden und der belgischen Westvleteren Abdij St. Sixtus auf Platz 15.

12.12.11

CREW Pale Ale.

Die CREW AleWerkstatt GmbH von Mario Hanel und Timm Schnigula in München hat sich wie auch FritzAle dem Brauen von Ale verschrieben. Auf Reisen in Länder quer über den Erdball entdeckten sie Hopfensorten, Hefestämme und Rezepturen, die in Deutschland fast völlig unbekannt waren, aber eine unvorstellbare, noch nicht dagewesene Geschmacksvielfalt ermöglichten. Sie hängten ihre Jobs an den Nagel und machten sich ans Bierbrauen.

Ihr erstes Produkt "CREW Pale Ale" ist ein obergäriges Bier mit 40 IBU und 5,6% vol. alc. Verwendet wurden die Hopfensorten Herkules, Nelson Sauvin, Chinook, Citra und Cascade.

Der Preis ist vergleichsweise moderat. 20 Flaschen 0,33 l kosten 24,90 € zzgl. Pfand und evtl. Versand.

Hachenburger Luxus-Edition No. 01 India Pale Ale und No. 02 Porter.

Die Hachenburger Brauerei im Westerwald hat zwei Biere einer Luxus-Edition herausgebracht. No. 01 ist ein India Pale Ale und No. 02 ein auf Eichenholz gereiftes Porter. Sie schreibt dazu:
"Handverlesener Aromahopfen aus dem eigenen Hopfengarten prägt ganz entscheidend beide Bierkompositionen. Der Name India Pale Ale rührt von der Belieferung aus England und Schottland in die früheren indischen Kronkolonien. Intensive Hopfengaben und ein höherer Alkoholgehalt waren damals Voraussetzung für den langen Transportweg. Auch das dunkle, malzaromatische Porter hat seinen Ursprung in England. Bei uns Hachenburg darf diese köstliche Bierspezialität auf Eichenholz reifen, um seinen ganz eigenen wohlschmeckenden Charakter zu entwickeln."
"Ein ganzes Feuerwerk an Geschmacksnuancen fasziniert den wahren Bierkenner- und Genießer"
schwärmt Jens Geimer.
"Um die Wucht der Aromen voll genießen zu können ist aber auch die Form des Glases mit entscheidend. Passend zu diesen exquisiten Bierspezialitäten bieten wir deshalb auch ein sehr feines, hochwertiges Glas an."
Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Braurei:
"Die besonders edle Ausstattung unterstreicht die Einzigartigkeit der Luxus-Edition Hachenburger Selection. Der erlesene Aromahopfen aus der reichen Ernte 2011 limitiert zudem diese exklusive Auflage. Hachenburger Selection bietet Bierkultur auf allerhöchsten Niveau und beeindruckt durch unvergleichlichen Genuss. So überzeugt das India Pale Ale die wahren Bierkenner als Aperitif und das Porter wird zum Hochgenuss als Digestif oder als Ausklangsdrink am Abend."
Hachenburger Selection wird empfohlen als Begleiter in der gehobenen Gastronomie. Zu kaufen ist es im gut geführten Getränkefachhandel und auch im ausgewählten Lebensmitteleinzelhandel. Als Endverbraucherpreis empfehlen die Hachenburger Brauer €14,95.

Hachenburger Facebook Seite.

Diese Pressemitteilung hat für meinen Geschmack zu viel Marketingsprache und zu wenig handfeste Informationen etwa über die verwendeten Hopfensorten.

7.12.11

3. Festival der Bierkulturen.

Das 3. Festival der Bierkulturen findet am 12./13. Mai 2012 wieder im Bürgerzentrum Ehrenfeld im Kölner Stadtteil Ehrenfeld statt.

Kleine und unabhängige Haus-Brauereien werden dann wieder klassische und innovative Bier-Spezialitäten, auch jenseits von Reinheitsgebot und Kölsch-Konvention, vorstellen.

Ein paar Impressionen vom 2. Festival der Bierkulturen am 14. und 15. Mai 2011.

Pax Bräu Lakritz Oatmeal Stout.

Braumeister Andreas Seufert braut in seiner kleinen, 2007 gegründeten Pax Bräu in Oberelsbach im Biosphärenreservat Rhön unter anderem ein "Lakritz Oatmeal Stout" in limitierter Auflage. Das tiefschwarze Bier ist schaum- und kohlensäurearm. Es dominieren im Geruch Röstaromen sowie Kaffee- und Schokoladennoten, durchzogen von einem Hauch Birne. Im Antrunk sind Kaffee- und Schokoladearomen zu schmecken. Lakritz kann man im Abgang schmecken.

Besondere Zutaten sind neben Gersten-, Rauch- und Fachmalz geröstete Gerste, hafer und Süßholzwurzel. Als Hopfen werden der neuseeländische Hopfen Nelson Sauvin, Golding und Cascade verwendet. 5,3% vol. alc., Stammwürze: 13,5%.

Ab dem Frühjahr 2012 will Andreas Seufert in jedem Monat eine Bierspezialität brauen, etwa ein "Pax Bräu Pumpkin Ale", also ein obergäriges Bier mit Kürbis, im März 2012, ein "Rhöner Pale Ale" im Januar 2012 und einen Doppelbock "Pacifator", der ab Aschermittwoch erhältlich sein soll.

6.12.11

Beer Festival Kopenhagen 2012.

Vom 10. bis 12. Mai 2012 findet in Kopenhagen (Tap 1, Ny Carlsbergvej 91, 1700 Kobenhavn V, Copenhagen) das Beer Festival Copenhagen 2012 statt. Die populäre Veranstaltung nutzt die Räume der historischen Brauerei Carlsberg. Dieses Bierfstival findet seit 2011 statt.

Neben mehr als 800 Bieren an 70 Ständen aus dem In- und Ausland erwarten die Besucher im nächsten Jahr moderierte Tastings und Workshops zu Bierthemen mit in- und ausländischen Sprechern.

Der Eintritt kostet 200 dänische Kronen (incl. Verkostungsglas, Festivalführer und 10 Proben). Wer Tickets im Vorverkauf erwirbt, kann eine Stunde früher eintreten (Freitag: 15 h, Samstag und Sonntag: 12 h), als die Käufer von Tickets vor Ort. Das Bierfestival geht jeden Tag bis 23 h. Gutscheine für weitere Proben gibt es zum Preis von jeweils 10 dänische Kronen vor Ort. 10 dänische Kronen sind ca. 1,40 Euro.

27.11.11

Weyermann® Oatmeal Stout.

Beim Brauen des "Weyermann® Oatmeal Stout" aus der Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann in Bamberg werden Haferflocken (5 Volumenprozent) verwendet. Weyermann beschreibt es wie folgt:
"Ein mahagonifarbenes Bier mit beigem, feinem Schaum, einer charakteristischen Caramel- und Röstnote und einer weichen Hopfen- und Röstmalzbittere. Duch die Verwendung von Haferflocken (englisch 'Oatmeal') erhält dieses Bie einen kernigen Geschmack aber auch eine eiche, cremige Textur. Das Bier klingt mit einem edelbitteren Nachtrunk aus."
Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2% vol. Hopfen: East Kent Golding.

Oatmeal Stouts mit einem Anteil von bis zu 20% Haferflocken wurden Ende des 19. Jahrhunderts popoulär, auch weil man annahm, sie wären gesund und nahrhaft.

Oatmeal Stouts sind wie andere Stouts dunkel mit einem braunen Schaum. Die Haferflocken fördern die Schaumhaltbarkeit. Der Schaum ist dick und cremig. Oft sind Aromen von Kaffee oder Schokolade schmeckbar oder das Aroma von Nüssen. Das Hopfenaroma ist meist dezent im Vergleich zur Süße. Der Alkoholgehalt ist moderat, üblicherweise zwischen 4,2 und 5,9 %.

Bekannte Outmeal Stouts in den USA sind:
  • Samuel Smith’s Oatmeal Stout,
  • Wolaver’s Oatmeal Stout,
  • Goose Island Oatmeal Stout,
  • Firestone-Walker Velvet Merlin.
Vergleiche dazu: "All About Stout: A Guide To 5 Stout Beer Styles", in: Menuism vom 3. November 2011.

16.11.11

Brau Beviale künftig mit neuer Laufzeit: Dienstag bis Donnerstag.

Auf Wunsch der Aussteller wird die Laufzeit der Brau Beviale künftig um einen Wochentag vorgezogen. Nächster Treff der europäischen Getränkewirtschaft: 13. bis 15. November 2012 (Dienstag bis Donnerstag), Messezentrum Nürnberg.

15.11.11

Aventinus: Vintage, Barrique und Cuvée.

Wenig beaknnt ist, daß die Weißbierbrauerei Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn GmbH in Kelheim nicht nur den preisgekrönten Weißbierbock herstellt, sondern auch Veredelungen exportiert, die in Deutschland leider nicht erhältlich sind:
  • Vintage-Aventinus, aus dem Jahr 2008
  • "Mein Aventinus Barrique" (Aventinus neun Monate im Barriquefass gereift)
  • "Mein Barrique", ein Cuvee aus Aventinus und Eisbock, neun Monate im Barriquefass gereift.

14.11.11

Weiherer Bock - Franconia Straight Bourbon Whiskey Flavored.

Auf einem Brenn- und Schnapsseminar am 11. November 2011 im Fränkischen Brauereimuseum ließ mich Jörg Hoffmann von Bierfilm.de von einem neuen Bier der Brauerei Kundmüller in Weiher kosten, das offiziell noch nicht erhältlich ist. Es handelt sich um den preisgekrönten Weiherer Bock, der in einem Bourbon-Whiskey-Fass gelagert worden ist.

Abgefüllt wird es in einer 0,75 l-Champagner-Flasche. Was er kosten wird, weiß ich nicht.

Geschmeckt hat dieser fassgereifte Weizenbock allen, die in den Genuß gekommen sind, ihn zu probieren. Das Whiskey-Aroma ist sehr deutlich zu spüren; fast könnte man meinen, einen (alkoholarmen) Whiskey zu trinken. Ob die große Flasche einen Sinn macht, möchte ich aber zu bedenken geben. Zumindest in der Gastronomie braucht man dann wohl eine (kleine) Gruppe, die sich eine Flasche teilt. Denn dieses Bier sollte man in kleinen Schlückchen genießen.

Der Brauerei Kundmüller möchte ich ein großes Lob aussprechen, daß man sich im Meer der eher konservativen Brauer Oberfrankens zu einem Bierstil traut, der erst in diesem Jahr beim European Beer Award als eigene Bierkategorie aufgenommen worden ist, wenn auch im Ausland viele fassgereifte Biere hergestellt werden. Vielleicht haben die zahlreichen Auszeichnungen, die ihre Biere in den letzten Jahren errungen haben, zu Mut gemacht. Weiter so!

10.11.11

Consumers' Favourite 2011.

Die besonders begehrten Publkumspreise des European Beer Star Awards gingen in diesem Jahr an folgende Biere bzw. Braueien:
  • Consumers' Favourite 2011 in Gold: "Schneider Weisse TAP6 Unser Aventinus" von Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn, Deutschland
  • Consumers' Favourite 2011 in Silber: "Sculpin IPA" von Ballast Point Brewing, USA
  • Consumers' Favourite 2011 in Bronze: "Weiherer Keller" von Brauerei-Gasthof Kundmüller, Deutschland

Die European Beer Star-Gewinner 2011 stehen fest.

München/Nürnberg – Die Erfolgsgeschichte des European Beer Star wird auch im achten Jahr fortgeschrieben. In diesem Jahr stieg die Zahl der teilnehmenden Biere auf 1113, was einem Zuwachs gegenüber 2010 um 16% entspricht (Vorjahr 955) – sehr zur Freude des Ausrichters, der Privaten Brauereien, die sich damit aber auch einer wachsenden Herausforderung in Sachen Logistik konfrontiert sahen. Erstmals reichte selbst der deutlich aufgestockten Verkosterrunde ein Tag nicht aus, um alle Biere zu bewerten. Braumeister, Bier-Sommeliers und Fachjournalisten aus 26 Ländern bildeten die fast 100köpfige Jury (Vorjahr 88), um in einer Blindverkostung die besten Biere der Welt in allen 49 Bierkategorien (Vorjahr 45) zu küren. Nach rein sensorischen Kriterien, wie sie jeder Biertrinker kennt: Farbe, Geruch, Schaum und natürlich Geschmack. Mit Gold, Silber und Bronze wurden Biere aus insgesamt 20 Ländern ausgezeichnet; auf Biere aus 13 Ländern verteilen sich die 49 Goldmedaillen, die am 10. November auf der Brau Beviale in Nürnberg verliehen wurden.

21 Goldmedaillen für deutsche Brauereien

Da knapp die Hälfte der eingereichten Biere aus Deutschland stammen, überrascht es nicht, dass das Gros der Medaillen im Ausrichterland verblieben. Die deutschen Braustätten errangen mit 52 Medaillen etwa 35 % der 147 "Edelmetalle", davon 21 mal Gold!

Zu den herausragenden Gewinnern des European Beer Star zählten auch in diesem Jahr die Craft Brewers ("Handwerks-Brauereien") aus den USA, die längst Trendsetter für die Bierwelt sind. Zwölf Goldmedaillen gingen in diesem Jahr an die innovative Brauszene zwischen Alaska
und Kalifornien. Exakt genauso so viele Goldmedaillen gingen auch an das vergleichsweise kleine Bayern, das mit insgesamt 48 Auszeichnungen seinem Ruf als Ursprungsland des Bieres einmal mehr gerecht wurde. Und was sich als ein Trend schon im Vorjahr abgezeichnet hat, wurde heuer eindrucksvoll bestätigt: Das Weinland Italien wird immer mehr zum "Bierland"!

Die erfolgreichste Brauerei beim Beer Star 2011 ist die Birrificio del Ducato aus Parma, die mit zwei Gold-, zwei Silber und drei Bronzemedaillen für ihre Biere ausgezeichnet wurde. Kaum weniger erfolgreich ist die Pelican Pub & Brewery in Pacific City (Oregon, USA), die je zweimal Gold und Silber sowie einmal Bronze erreichen konnte. Bei den deutschen Brauereien scheint die Zeit der ganz großen "Abräumer" dagegen vorerst vorbei zu sein, was der Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien, Dr. Werner Gloßner, auf den "verstärkten Wettbewerb" beim European Beer Star zurückführt:
"Wir hatten noch nie so viele deutsche Brauereien, die mit einer Medaille ausgezeichnet wurden wie heuer – auch ein Indiz dafür, dass bei uns immer mehr Brauer wieder auf Handwerk und Individualität setzen."
Damit hätte der Bierwettbewerb, der 2004 erstmals ausgerufen wurde, eines der vorrangigen Ziele erreicht: Biere europäischer Brauart auszuzeichnen, die durch besonderen Charakter bestechen. BierManufaktur aus Baisingen ist erfolgreichste deutsche Brauerei Betrachtet man die deutschen Brauereien, die beim European Beer Star in diesem Jahr ausgezeichnet wurden, fällt eines auf: Baden-Württemberg macht Bayern die Vorherrschaft beim Weißbier streitig! Die BierManufaktur aus Baisingen bei Rottenburg stellt das beste Hefe-Weizen Hell ("Teufels Weisse") und das beste Kristallweizen her und ist mit diesen beiden Goldmedaillen die höchst dekorierte heimische Brauerei beim diesjährigen Wettbewerb! Die bereits in den Vorjahren sehr erfolgreiche Hirsch-Brauerei in Wurmlingen erhielt Auszeichnungen für ihr Leichtes Weizen (Gold), ihr Hefeweizen Bernsteinfarben (Silber) und ihr Kristallweizen (Silber). Die höchste Auszeichnung für das dunkle Weißbier geht an die Bayerische Löwenbrauerei Franz Stockbauer nach Passau. Das beste bernsteinfarbene Hefeweizen kommt nach Jury-Meinung aus der Brauerei Aying bei München. Der dunkle Weizenbock "Aventinus" aus dem niederbayerischen Weissen Brauhaus Schneider überzeugte die Jury erneut am meisten. Die Kategorie "Heller Weizenbock" ging dieses Jahr nach Linz. Es war zugleich die einzige Goldmedaille – neben 1 x Silber und 3 x Bronze – für die quirlige Bierszene in Österreich, was viele Beobachter doch überraschte.

Die meisten Sieger stammen aus mittelständischen Betrieben

Auf der Gewinnerliste des European Beer Star 2011 finden sich auch viele alte "Bekannte", wie die US-Brauer Boston Beer Company (2 x Gold, 1 x Bronze) oder Deschutes Brewery (2 x Gold, 1 x Silber), De Halve Maan aus Belgien ( 1 x Gold, 1 x Bronze) und die "Bayern" mit der Landbrauerei Schönram (1 x Gold, 1 x Bronze), der Schlossbrauerei Stein Wiskott, die zum zweiten Mal in Folge Gold für ihr Export Hell erhielt und dem Augsburger Brauhaus Riegele (2 x Silber, 2 x Bronze). Doch auch ganz neue Namen tauchten da heuer auf: die Aktienbrauerei Kaufbeuren, die Gold für ihr Festbier, Silber für ihr Kellerbier und Bronze für ihr leichtes Helles erringen konnte, die Klosterbrauerei Weltenburg (Gold für Deutsches Märzen) sowie die kleine fränkische Brauerei Wagner, die für ihr Dunkel Gold und ihr Festbier Bronze holte.
"Die große Mehrheit der ausgezeichneten Biere stammen auch dieses Jahr von kleinen bis mittelständischen Brauereien, die handwerklich arbeiten und der Qualität der Rohstoffe besonderes Augenmerk schenken"
bilanzierte Dr. Werner Gloßner,
"aber es finden sich auch Konzern-Brauereien unter den Medaillengewinnern."
Europas bedeutendster Bierwettbewerb ist eben nicht nur für viele mittelständische Brauereien eine vorzügliche Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Was sich fast immer auch ökonomisch auswirkt, verrät der Geschäftsführer der Privaten Brauereien:
"Wir wissen von zweistelligen Zuwachsraten bei deutschen Gewinnerbrauereien."
Bei den amerikanischen Craft-Brewers ist das der Normalfall. Selbst wenn das in der Kategorie "Holzfassgereiftes Fassbier" mit Gold prämierte "Samuel Adams Utopias" für mehr als 100 US Dollar für die Flasche angeboten
wird...

Der European Beer Star Award wird unterstützt von der Barth-Haas Group, der BayWa Agrar Züchtervertrieb, der Brauakademie Doemens in Gräfelfing, dem Fachverlag Hans Carl, der MicroMatic, der NürnbergMesse sowie der Firma RASTAL.

Gewinner 2011.

Schneider Weisse Aventinus rockt European Beer Star.

Nürnberg/München, 10.11.2011: TAP6 Unser Aventinus hat beim European Beer Star wiederholt eine Goldmedaille gewonnen. Damit dominiert das Weizenstarkbier von Schneider Weisse zum sechsten Mal die wichtige Kategorie "South German-Style Weizenbock Dunkel" im bedeutendsten europäischen Bierwettbewerb, der seit 2004 ausgetragen wird.

TAP6 Unser Aventinus war von Anfang an ein Regelbrecher und zwar in vielerlei Hinsicht: Er ist das älteste Weizenstarkbier der Welt und wurde 1907 in München auf den Markt gebracht. Außerdem hat ihn eine Frau erfunden: Damals führte die sehr früh verwitwete Mathilde Schneider die Brauerei. Sie nannte ihre neue Kreation Aventinus - nach der Aventinstraße in München, in der Schneider Weisse früher braute - und verzichtete auf die für Starkbiere damals übliche Endung '-ator', was seinerzeit für große Furore sorgte.

Bis heute wird TAP6 Unser Aventinus nach alter Tradition gebraut, mit erster Gärung in offenen Bottichen und anschließender Flaschengärung. Inzwischen hat sich der Aventinus weit über die bayerische Landesgrenze hinaus einen Namen gemacht und wird in mehr als 30 Spezialitätenmärkte weltweit exportiert. Der Weizendoppelbock ist ganzjährig verfügbar, die absatzstärksten Monate liegen in der kalten Weihnachts- und Starkbierzeit. Auf Grund seiner Stärke von mehr als 8,2 Volumenprozent Alkohol eignet sich der Aventinus - ähnlich wie guter Rotwein - auch zur Reifung. Über die Jahre entwickelt sich sein Geschmack weiter. In Amerika wird seit einigen Jahren 'Vintage'-Aventinus angeboten.

Beim European Beer Star werden die Biere nach rein sensorischen Kriterien bewertet, die auch jeder »normale« Biertrinker kennt: Farbe, Geruch, Schaum und natürlich Geschmack. Alle Biere werden von einer Jury, bestehend aus Braumeistern, Biersommeliers und ausgewiesenen Bierkennern, in einer Blindverkostung getestet - die Verkoster kennen nur die Sorten, nicht aber die Marken.

Die Konkurrenz für TAP6 Unser Aventinus war so groß wie nie zuvor - insgesamt 1113 Biere aus 39 Ländern waren in 49 verschiedenen Kategorien eingereicht worden. Damit haben sich in diesem Jahr 16 Prozent mehr Biere um den European Beer Star beworben als im Vorjahr. Ein 98-köpfiges, internationales Expertengremium hatte in einer ganztägigen Blindverkostung in der Brauakademie Doemens in Gräfelfing die Biere bewertet.

Der European Beer Star Award würdigt besonders authentische, charaktervolle Biere, die geschmacklich und qualitativ überzeugen und die Sortenkriterien am besten erfüllen. In jeder der 49 verschiedenen Bierkategorien wurde je eine Gold-, Silber- und Bronze-Medaille verliehen. Der European Beer Star Award wurde 2004 von den Privaten Brauereien in Kooperation mit der Association of Small and Independent Breweries in Europe ins Leben gerufen mit dem Ziel, die einzigartige Biervielfalt zu präsentieren und zu würdigen. Der Wettbewerb richtet sich an Brauereien aus aller Welt, die sich der traditionellen, europäischen Brauart verpflichtet fühlen.

HINTERGRUND

Die Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn GmbH wurde 1872 von Georg I. Schneider in München gegründet. Er war der erste Bürgerliche, der von König Ludwig II. das Recht erwarb, Weissbier brauen zu dürfen. Heute befindet sich die Brauerei bereits in der sechsten Generation im Besitz der Familie Schneider. Stammhaus ist nach wie vor das Weisse Bräuhaus in München im Tal. Seit 1946 braut Schneider Weisse in den Räumen der ältesten Weissbierbrauerei der Welt, gegründet 1607, im niederbayerischen Kelheim.

Aromaprofil

Schneider Weisse TAP6 Unser Aventinus

Dunkelrubinfarbenes Weizenstarkbier mit cremigem, feinporigem Schaum. Kräftige Noten von reifen Bananen, Rosinen und Pflaumen treffen auf Lakritz- und Röstaromen. Vollmundig und wärmend, klingt ausgewogen und weich aus. Ältester Weissbierbock Bayerns. Seit 1907.

Begleitet deftige Braten, Wildgerichte und fruchtig-schokoladige Nachspeisen und passt gut zu Kaiserschmarrn, Elisenlebkuchen und Blauschimmelkäse

Dunkelrubinfarbener Weizendoppelbock

8,2 % vol. alc., Stammwürze: 18,5 %

Auszeichnungen

2011 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »South German-Style Weizenbock Dunkel«

2011 Australian International Beer Awards, Melbourne: Silber Medaille in der Kategorie »Weissbier aus der Flasche«

2010 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »Weizenbock dunkel«

2010 Australian International Beer Awards, Melbourne: Gold Medaille in der Kategorie »Weissbier, anderes Weizen«

2009 Australian International Beer Awards, Melbourne: Silber Medaille in der Kategorie »German Style Dark / Dunkel«

2008 European Beer Star, Nürnberg: Bronze Medaille in der Kategorie »Weizenbock dunkel«

2008 World Beer Cup, San Diego: Bronze Medaille in der Kategorie «South German-Style Weizenbock/Weissbock»

2008 Australian International Beer Awards: Bronze Medaille in der Kategorie «Wheat Beer, German Style Dark/Dunkel»

2007 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »Weizenbock dunkel«

2007 European Beer Star, Nürnberg: Consumers' Favourite in Bronze

2006 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »South German-Style Weizenbock«

2006 World Beer Cup, Seattle: Bronze Medaille in der Kategorie «South German-Style Weizenbock/Weissbock»

2006 Australian International Beer Awards: Bronze Medaille in der Kategorie «Wheat Beer, German Style Dark/Dunkel»

2005 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »Weizenbock«

2004 European Beer Star, Nürnberg: Gold Medaille in der Kategorie »Weizenbock«

2004 World Beer Cup, San Diego: Silber Medaille in der Kategorie »South German Style Weizenbock«

2003 International Beer Festival, Helsinki: Bronze Medaille in der Kategorie «Top fermented beers»

2001 Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG: Aventinus Edelbrand gewinnt Gold Medaille

1999 Australian International Beer Awards: Gold Medaille in der Kategorie
«Weizendoppelbock»

1999 International Beer & Cider Competition, London: Silber Medaille

1997 International Beer & Cider Competition, London: Gold Medaille

1996 World Beer Cup, USA: Gold Medaille in der Kategorie »South German-Style Weizenbock/Weissbock«

1996 World Beer Championship, Chicago: Platin Medaille in der Kategorie «Dunkelweizen»

1995 World Beer Championship, Chicago: Platin Medaille in der Kategorie «Dunkelweizen»

1995 Beginn der Teilnahme an Wettbewerben

8.11.11

Weyermann® Whisky Ale auf der Brau Beviale.

Die Weyermann Braumanufaktur präsentiert auf dem Stand der Mälzerei Weyermann auf der Brau Beviale 2011 vom 9. bis 11. November 2011 ein "Weyermann® Whisky Ale".

Dieses obergärige Bier wurde am 9. September von Dominik Maldoner und Leo Habermann gebraut.

Für den Sud von 170 Litern wurden fünf der 85 Malzsorten von Weyermann® verwendet:
  • Weyermann® Münchner Malz
  • Weyermann® Bohemian Pilsner Malz
  • Weyermann® Rauchmalz
  • Weyermann® Carared® und
  • Weyermann® Caramünch® Typ1
Das Ale wurde in einem Bourbon Whiskyfass aus amerikanischer weißen Eiche eingelagert.
"Durch die Reifung im Whiskyfass wird das Ale ausgebaut und entwickelt durch die besondere Oxidation in Kombination der vorhandenen Geschmacksstoffe des Fasses eine wahre Gaumenfreude."
schreibt Weyermann®. Messebesucher können das Weyermann® Whisky Ale in derHalle 1, Weyermann® Stand 403 & 405 probieren.

31.10.11

Veldensteiner Haferbier.


In der Veldensteiner Bierwerkstatt wird einmal jährlich in limitierter Auflage ein besonderes Bier gebraut, in den letzten Jahren etwa ein IPA oder ein Chocolate Stout. In diesem Jahr wurde ein "Veldensteiner Haferbier" gebraut.

Das obergärige "Veldensteiner Haferbier" hat einen Stammwürzegehalt von 12,3& und einen Alkoholgehalt von 5% vol. Die Farbe ist ein helles Bernstein. Der Geschmack ist fruchtig, frisch und etwas stärker gehopft als ein Weizen.

Veldensteiner ist eine Marke der Kaiser Bräu GmbH & Co. KG in Neuhaus; die Angabe Bierwerkstatt erweckt hingegen den Eindruck handwerklicher Produktion.

Sehr gut gefällt mir die Bierwerbung der Veldensteiner Brauerei mit herzerfrischenden Karikaturen von Bruno Haberzettl.

Der Veldensteiner Forst liegt im Osten des Naturparks Fränkische Schweiz. Namensgeber ist die Burg Veldenstein, eine große, gut erhaltene mittelalterliche Wehranlage oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz.

Haferbiere sind selten, aber es gibt einige Anbieter wie z.B. die Alzeyer Volker-Bräu in Rheinhessen.

28.10.11

17. Haus- und Hobbybrauertage 2012.

Die 17. Haus- und Hobbybrauertage der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer finden vom 28. bis 30. September 2012 in Neuhaus/Oberpfalz statt.

Neuhaus ist ein Ortsteil der Stadt Windischeschenbach. Als Ausrichter vor Ort steht der "Kommunbrauer Neuhaus e.V." zur Verfügung.

22.10.11

Rittmayer Oak Reserve.

Im Verein zur Förderung der Fränkischen Braukultur e. V. haben sich über 100 fränkische Hobbybrauer zusammengeschlossen. Darunter sind auch gestandene Braumeister wie Georg Rittmayer von der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf, der sein Brauer-Fachwissen beisteuert.

Mit der Reihe "Rittmayer Oak Reserve" und dem Jahrgangsbier erscheinen in regelmäßigen Abständen höchst individuelle Biere mit Reifepotential.

Neu ist das "Rittmayer Oak Reserve", ein Bier aus dem ehemaligen Bourbon Barrell-Fass der Edeldestillerie Haas aus Pretzfeld. Das "Rittmayer Oak Reserve" bietet, mehrere Jahre zur Harmonisierung der Aromen gereift, ein "Potpourri aus reifen Früchten, Vanille und Bourbon-Whiskey".

Das "Rittmayer Oak Reserve" - in limitierter Auflage von 500 Sektflachen (0,375 l) mit wieder verschließbaren Verschluss - ist im brauereieigenen Getränkemarkt für 8 Euro erhältlich.

Bekannt ist die Brauerei Rittmayer außerhalb Oberfrankens insbesondere durch ihr Rauchbier. Es gewann seit 2006 fünf Mal in Folge einen Preis beim European Beer Star Award (2010: Silver Award, 2007 bis 2009: Gold Award, 2006: Bronze Award).

21.10.11

Charme an der Sudpfanne.

Gestern hat das Bayerische Fernsehnen eine Beitrag über Bier und Frauen (Braumeisterinnen) gedreht, unter anderem auch im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg. Interviewt wurde dort Braumeister Hannes Schulters, Vorsitzender des Fränkischen Brauereimuseums und Leiter der Fränkischen Bierakademie.

Der Beitrag "Charme an der Sudpfanne" ist zu sehen in der "Frankenschau" am Sonntag, 23. Oktober 2011, ab 18.05 Uhr.

Vorgestellt werden die Braumeisterinnen der Brauereien:
  • Drei Kronen in Memmelsdorf bei Bamberg. Isabella Straub hat im Sommer 2008 ihren Meistertitel im Brauer- und Mälzerhandwerk erworben. Danach arbeitete sie in der kleinen Haslibrauerei in Langenthal/CH im Berner Mittelland und ist mittlerweile nach Memmelsdorf zurückgekehrt.
  • Meinel-Bräu in Hof. Moni Meinel-Hansen ist die jüngste Braumeisterin Deutschlands. Sie erhielt 2009 ihren Braumeistertitel. Ihre Schwester Gisi Meinel-Hansen ist ausgebildete Getränkebetriebswirtin und bildet sich momentan ebenfalls zur Braumeisterin weiter.

12.10.11

Welde Jahrgangsbier 2012.

Die Brauerei Welde in Plankstadt vewendet bei ihrem "Welde Jahrgangsbier 2012" Strissel Spalt Hopfen "als Hommage an Frankreich". Das Starkbier von Braumeister Stephan Dück ist ab dem 14. Oktober 2011 erhältlich. An diesem Tag wird es beim 40. Bockbieranstich der Brauerei Welde um 17:30 Uhr Vestibül des WeldeLustgartens, Brauereistr.1, 68723 Plankstadt, angestochen.

Ein Video vom Bockbieranstich im letzten Jahr, bei dem das Jahrgangsbier 2010 mit amerikanischem Cascade-Hopfen angestochen worden ist.

Der Strissel Spalt Hopfen aus dem Elsaß ist für seinen würzigen Charakter bekannt. Er wird selten verwendet, so z.B. in den USA im "Sierra Nevada Wheat" der amerikanischen Brauerei Sierra Nevada, dem "Boundary Bay Strissel Spalt Single Hop IPA" der Boundary Bay Brewery oder im "Victory Strisselspalt Pils" der Victoria Brewing Company. In Frankreich werden sie für Bières de Garde, das sind Biere des Bierstils "Strong Ale", in der Region Nord Pas de Calais in Nordfrankreich verwendet.

5.10.11

Verkostung von "Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin".

Wie einigen Bierjournalisten und -bloggern hat die Weißbierbrauerei Schneider Weisse in Kelheim auch mir zwei Flaschen ihres neuen Weizenbocks "Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin" zukommen lassen, damit wir sie verkosten und besprechen. Dazu habe ich am 29. September ein paar Bierfreunde in das Cafe Abseits eingeladen: Mit dabei waren zwei Hamburger Aktivisten der Kampagne für Gutes Bier, Hannes Schulters, Braumeister, Biersommelier und Vorsitzende des Vereins Fränkisches Brauereimuseum in Bamberg und Martin Fischer vom Bierfilm.

Wir haben natürlich nicht nur das neue Bier von Schneider verkostet, sondern auch
  • den Doppelbock "Gänstaller/De Molen/Narke Elevator",
  • den dunklen Fischer Bock aus der Brauerei Norbert Fischer in Greuth
  • den "Silver City Whoop Pass Double India Pale Ale", ein hopfenbetonter Doppelbock (9% vol. alc.) mit heimischem Hopfen der Sorten Cascade und Columbus. Die Northwest Brewing News hat es 2005 als Best Double IPA ausgezeichnet.
  • den "Silver City Indianola Pale Ale" (6.9% vol. alc) ist nach einer kleinen Gemeinde in North Kitsap benannt. Verwendet wurde Hopfen der Sorten Columbus und Cascade. Beide Biere hat mir Don Spencer, Braumeister der Silver City Brewery in Bremerton im amerikanischen Bundesstaat Washington ein paar Tage vorher mitgebracht.
Natürlich ging es bei dieser Verkostung nicht darum, diese Biere wertend zu vergleichen, da sie ganz unterschiedliche Bierstilen zuzuordnen sind. Aber soviel sei vorab schon einmal verraten: der Weizenbock aus Kelheim hat allen sehr gut geschmeckt und wir werden sicherlich noch die eine oder andere Flasche davon trinken.

Der Name "Mein Nelson Sauvin" geht auf eine der beiden beim Brauen verwendeten Hopfensorten zurück. Neben der Hopfensorte Hallertauer Tradition wurde - meines Wissens erstmals in Deutschland - die Hopfensorte "Nelson Sauvin" verwendet, die bislang nur in Neuseeland angebaut wird und die dem Bier ein fruchtig-weiniges Aroma verleiht. Zwei Gerstenmalze aus Riedenburg wurden eingebraut: die Sommergerstensorte Marte (40%) und das Weizenmalz der Sorte Hermann (60%). Neben der probierten Flasche (mit Flaschengärung) wurde dieser Weizenbock auch im Faß vergoren - bestimmt für die ABT-Biercafés in den Niederlanden, wo es als Jubiläumsbier im Oktober 2011 vom Faß ausgeschenkt wird. ABT ist eine Allianz von knapp 50 freien Bars in Holland, die hochwertige, nationale und internationale Bierspezialitäten ausschenken. Die Kooperation wurde 1986 gegründet.

Braumeister Hans-Peter Drexler beschreibt "Mein Nelson Sauvin" es wie folgt:
"Mein Nelson Sauvin ist ein goldfarbenes Weissbier mit fruchtigem Charakter, das in die Richtung von kräftigem Weißwein wie Sauvignon Blanc geht und eine fein eingebundene Hopfenbittere im Ausklang bietet."
Die Etikettengestaltung stammt von Georg Schneider:
"Ich will, dass das Etikett die Bieridee und den Geschmack transportiert. Darum habe ich mich für eine Hopfenrebe mit Dolden in den holländischen Nationalfarben entschieden und einen blau-weißen Hintergrund, der für den bayerischen Himmel steht."
Das Nelson Sauvin ist ein Brauexperiment. Weitere Sude sind derzeit nicht geplant.

Vorab die technischen Daten dieses Bieres:
  • Internationale Bitter-Einheiten: 25-30, also deutlich mehr als bei traditionellen Weißbiere süddeutschen Stils üblich.
  • Kohlensäure: 6,5 g/l
  • Alkohol: 7,3 Prozent vol. alc.
  • Stammwürze: 16,8 Prozent
Die grüne 0,75 l-Schampagnerflasche ist mit einem Kronkorken verschlossen, der durch ein Halsetikett versiegelt ist. Das Flaschenetikett zeigt eine Hopfenrebe mit Dolden in den holländischen Nationalfarben vor blau-weißem Hintergrund, der den bayerischen Himmel repräsentieren soll.

Die Farbe ist honig-haselnuß-golden, leicht trüb, aber die Trübstoffe sind gut verteilt. Der Schaum ist weiß, fein und recht stabil.

Ich habe fruchtige Aromen gerochen wie frisch gemähtes Gras, weißen Trauben, Kiwi und Stachelbeere, abgerundet durch eine feine Weizenmalznote.

Man schmeckt im Antrunk Gewürze von der Hefe und fruchtig-weinige Hopfennoten vom Nelson Sauvin und im Abgang ein Mix aus fruchtiger Säure und feiner Bittere.

Unterm Strich handelt es sich um ein erfrischendes Weizenbier mit hoher "Drinkability", das man aus gastronomischer Sicht auch Gästen empfehlen kann, die es nicht gewohnt sind, Bier als hochwertige Essensbegleitung zu genießen. "Mein Nelson Sauvin" paßt gut zu kräftigen Vorspeisen wie eingelegtem Gemüse oder Parmaschinken, zu Pasta oder Fisch oder zu Desserts wie cremiger, reifer Käse oder einer Nachspeise mit vielen frischen Früchten.

Das hochwertige Design spiegelt den Preis, der bei uns im Café Abseits wohl bei ca. 15,00 Euro liegen dürfte. Im Schneider-Shop kostet die Flasche 13,50 Euro. In Sterne-Restaurants dürften sich Preise zwischen 30 und 40 Euro vertreten lassen.

Weitere Berichte über Verkostungen:

1.10.11

St. Erhard.

St. Erhard ist eine Biermarke der St. Erhard GmbH in Bamberg, die am 21. Juli 2011 ins Handelsregister eingetragen worden ist. Vertreten wird diese Firma durch den Gründer Christian Klemenz mit einem eindrucksvollen Lebenslauf, wenn man wie ich ein Faible hat für Absolventen elitärer Management-Hochschulen.

Die Marke steht für anspruchsvolles Bier ("best beer in the world", "THE premium beer brand from the motherland of beer") in einer schönen, transparenten Flasche, in der man eher Mineralwasser oder Wodka vermuten würde. Facebook-Seite: St. ERHARD. Blog: Beerpreneur.

Es geht - so mein Eindruck - salopp formuliert darum, das Image des Brauereistandorts Bamberg zu nutzen, um typisches Bamberger Bier, etwa ein fränkisches Kellerbier, im Ausland, insbesondere in Asien, als exklusives Luxusprodukt zu vermarkten. Warum nicht? Letztlich ist fränkisches Bier ohnehin ein Luxusprodukt, auch wenn die Einheimischen es nicht als solches einzuschätzen wissen, nicht zuletzt weil man vor Ort einen Kasten mit 20 meist billig aufgemachten Flaschen und Etiketten für um die 13 Euro (ohne Pfand) kaufen kann.

25.9.11

The Companion.

In einem Interview ("Brooklyn Brewery's Garrett Oliver On The Oxford Companion to Bee", in: "The Village Voice" vom 23. September 2011) verrät Garrett Oliver, Braumeister der Brooklyn Brewery und Herausgeber der im Oktober 2011 erscheinenden Enzyklopädie "The Oxford Companion to Beer" unter anderem, daß er zusammen mit Horst Dornbusch und Thomas Kraus-Weyermann ein neues Bier eingebraut hat, das den Buchtitel aufgreift: "The Companion".

Der Bierstil des "Companion" wird Wheat Wine genannt. Verwendet werden Weizen- und Gerstenmalze. Es ist - in Deutschland würde man sagen - ein Doppelbock mit 9% vol. alc. Das "Companion" ist etwas rauchig mit einem tiefen Weizenaroma. Es ist nur im Faß und nur wenige Monate lang erhältlich. Ab Ende September 2011 gibt es das "Companion" in zahlreichen Pubs in New York.

Oliver Garrett habe ich am 9. Mai 2007 in der der Weißbierbrauerei Schneider in Kelheim erlebt bei der Hopfenzugabe zu dem Gemeinschaftsbiers, das mittlerweile als "Schneider Weisse Tap5 Mein Hopfenweisse" vertriebn wird. Mehr darüber: "Bier-Matadore in gemeinsamer Mission: Bier-Verkostung"

Horst Dornbusch habe ich 2002 auf der traditionellen "Bavarian Party" der Bamberger Mälzerei Weihermann kennengelernt. Im Alter von 22 Jahren ging er nach Nordamerika. 1974 zog er von Kanada nach Massachusetts. Heute hält Horst Dornbusch (BeerExperience) kenntnisreiche und unterhaltsame Vorträge über Bier und ist regelmäßiger Kolumnist in der Zeitschrift Brew Your Own, veröffentlicht Artikel in den Zeitschriften Zymurgy, Brew Your Own, Yankee Brew News und AmericanBrewer und ist Autor kompetenter englischsprachiger Bücher über deutsches Bier:Thomas Kraus-Weyermann ist zusammen mit seiner Frau Sabine Weyermann seit 1990 Mitglied der Geschäftsleitung des Familienunternehmens Mälzerei Weyermann in Bamberg und dort für Technik, Verkauf und Einkauf zuständig. Die Brooklyn Brewery bezieht ihr Malz aus Bamberg. Thomas Kraus-Weyermann schreibt in der Enzyklopädie "The Oxford Companion to Beer" über das Thema Malz.

23.9.11

Gänstaller-Bräu.

Am 22. September 2011 hat das Bayerische Fernsehen in der Sendung "Frankenschau Aktuell" (von 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr) einen Bericht über die Gänstaller-Bräu in Schnaid und die dazugehörige Zoiglstube in Strassgiech gesendet. Anlaß ist die erste Versendung von Bier. Sie geht, zusammen mit der Rechnung Nr. 1 nach Schweden. Dieser Fernsehbericht ist jetzt auch online anschaubar.

Ich habe mir am 20. September die Gänstaller-Bräu in Schnaid angeschaut. Andy Gänstaller hat gerade einen Sud seines Auffumicators eingebraut. Er wurde eigens für die römische Bierbar und Fußballerkneipe "Ma Che Siete Venuti a Fà" kreiert. Diese römische Bierkneipe schenkt nur handwerkliches Bier (16 Sorten vom Faß) aus und leistet sich den Luxus von zwei unterschiedlich temperierten Bierkühlräumen, um die Biere je nach Sorte angemessen zu kühlen.

Der Triple Bock "Affumicator" hat einen Rauchmalzanteil von 95% und einen Alkoholgehalt von 9,6 % vol. Er schmeckt, so war die Anforderung der Römer, anders als der legendäre Schlenkerla Rauchbier Urbock. Der Rauchgeschmack ist weniger intensiv mit deutlichen Aromen von Karamell und Toffee. Das Rauchmalz stammt aus der Erlanger Mälzerei Steinbach.

Das meiste von dem was Andy Gänstaller vorgestern gebraut hat, ist für Rom bestimmt. Ein wenig fällt auch für das Café Abseits in Bamberg ab. Dort wird der "Affumicator" wohl im Februar 2012 vom Faß ausgeschenkt werden, wie auch der "Gänstaller-Bräu Quator" und Spezialitäten der Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann in Bamberg.

Aktuell schenkt das Café Abseits das "Gänstaller-Bräu Zoigl" vom Faß aus. Am 29. September 2011 um 20.00 Uhr wird das europäische Gemeinschaftsbier "Elevator" angestochen (siehe dazu: "Bockbieranstich "Gänstaller-De Molen-Narke Europa-Bier Elevator").

NürnbergMesse North America erwirbt InterBev.

Die nächste InterBev findet im Oktober 2012 in Las Vegas/Nevada statt. Die Organisation liegt in den Händen der NürnbergMesse North America, einer Tochtergesellschaft der NürnbergMesse. Auf der InterBev 2012 präsentieren gut 300 namhafte Aussteller ein attraktives Fachangebot rund um innovative Softdrinks und Wasser, darunter die marktführenden Hersteller und Abfüller von Erfrischungsgetränken, Säften, Wasser sowie Energydrinks. Getränke-Rohstoffe, -Verpackung, -Logistik und -Marketing ergänzen das Angebot. Erwartet werden rund 3.000 Getränke-Fachleute aus Einkauf, Produktion und Vertrieb aus ganz Nordamerika.
"Die American Beverage Association (ABA) – von ihr haben wir die InterBev erworben – wird die InterBev als ideeller Träger fachlich begleiten"
erklärt Dirk Ebener, CEO und Geschäftsführer der NürnbergMesse North America, Atlanta/Georgia.
"Ein bedeutender Partner mit ausgewiesenem Branchen-Know-how plus messefachliche Expertise der NürnbergMesse North America stehen für Erfolg und strategische Weiterentwicklung der Fachmesse. So wollen wir bereits für die Veranstaltung 2012 das Fachangebot um Tee- und Milchmischgetränke erweitern."
Die erste InterBev lud bereits 1920, mitten in der Zeit der Prohibition, zum Probieren alkoholfreier Erfrischungen. Unterschiedlichste Veranstalter beauftragte die ABA im Laufe der Jahrzehnte mit der Durchführung. Heute ist die InterBev auf dem nordamerikanischen Markt bestens eingeführt. Sie findet zweijährlich statt, bisher an verschiedenen Standorten, und war vor allem in Las Vegas sehr erfolgreich. Die InterBev ist der Branchentreff, um sich über Getränke-Trends und Innovationen zu informieren, aber ebenso zum Networking und fachlichen Austausch.

Dazu eignet sich auch bestens das begleitende Kongressprogramm, das maßgeblich von der ABA mitgestaltet wird. Preisverleihungen wie die InterBev Beverage Innovation Awards und Sonderschauen – zuletzt beispielsweise für Getränke-Innovationen, zu Themen wie Nachhaltigkeit, Logistik oder Lagerhaltung – bieten einen fachlichen Mehrwert zum Angebot der Aussteller.

Das Team der NürnbergMesse North America ist stolz auf die jüngste Erweiterung seines Fachmesse-Portfolios, bereits die zweite in diesem Jahr! Zudem passt die InterBev perfekt zur NürnbergMesse Group, denn schon seit Ende der 70er Jahre fühlt sich die Getränkewirtschaft in Nürnberg zu Hause: Die BrauBeviale ist in diesem Jahr die weltweit wichtigste Investitionsgütermesse der Branche, die in der zweiten Novemberwoche gut 1.300 Aussteller und rund 32.000 investitionsfreudige Besucher in Nürnberg zusammenführt.
"Und eines ist sicher"
ergänzt Dirk Ebener,
"wir werden uns diesmal besonders aufmerksam auf der BrauBeviale umschauen!"
Und vermutlich nicht nur dort, ist doch das Messezentrum Nürnberg in mancherlei Hinsicht ein lohnendes Reiseziel: beispielsweise die BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, im Februar 2012 mit Blick auf den Bio-Getränke-Markt. Die FachPack, eine der wichtigsten europäischen Verpackungsmessen, bietet im September ein hochinteressantes Angebot – auch in den Segmenten Getränkeverpackung und Verpackungslogistik.

Der Kontakt zwischen ABA und NürnbergMesse North America wurde hergestellt von Wolfgang Schellkes, Geschäftsführer der Fair Relations GmbH, langjähriger Kooperationspartner der NürnbergMesse Group.

Vom unstillbaren Durst der Welt

Über 920 Mrd. Liter verpackter Getränke wurden 2010 weltweit getrunken – ein gutes Drittel davon in Nord-, Mittel- und Südamerika. Das Ranking der beliebtesten alkoholfreien Durstlöscher führt Wasser mit 214 Mrd. l an, gefolgt von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (208 Mrd. l, über die Hälfte davon wird allein in Amerika getrunken), Milch und Milchmixgetränken (150 Mrd. l), Säften (67 Mrd .l) sowie Energydrinks (50 Mrd. l). Unter den alkoholischen Getränken, die mit 234 Mrd. l rund ein Viertel des weltweiten Konsums ausmachen, steht Bier mit 186 Mrd. l auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Nach Expertenschätzungen steigt der weltweite Durst auf verpackte Getränke jährlich um gut 3 %, im gesamten amerikanischen Markt um rund 2 % (Euromonitor).

Über die NürnbergMesse Group

Die NürnbergMesse ist eine der 20 größten Messegesellschaften der Welt und zählt in Europa zu den Top Ten. Das Portfolio umfasst rund 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse sowie circa 35 geförderte Firmengemeinschaftsstände am Standort Nürnberg und weltweit. Jährlich beteiligen sich rund 30.000 Aussteller (Internationalität 36 %), 975.000 Fachbesucher (Internationalität 21 %) und 405.000 Konsumenten an den Eigen-, Partner- und Gastveranstaltungen der NürnbergMesse Group, die mit Tochtergesellschaften in China, Nordamerika, Brasilien und Italien präsent ist. Darüber hinaus verfügt die NürnbergMesse Group über ein Netzwerk von rund 44 Vertretungen, die in 91 Ländern aktiv sind.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

Weyermann® Dürrwies® Hazelnut Porter.

Neu von der Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann in Bamberg ist ein Weyermann® Dürrwies® Hazelnut Porter. Der Namensbestandteil Dürrwies nimmt Bezug auf das etwa 800 Meter hoch gelegene Historische Waldferiendorf Dürrwies in Bischofsmais im Bayerischen Wald.

Es handelt sich, so beschreibt es Weyermann um eine Porter
"mit einem feinporigen Schaum, vergleichbar mit einem Cappuccino-Crema. Frisch gemahlene Haselnüsse, soie das zarte Aroma von Kiefernholz, harmonisieren mit den samtigen Texturen von Rauch- und Caramelmalzen. Chrakteristisch für Porter-Biere prägen Röstmalze die tiefschwarze Farbe."
Als Malze wurden Weyermann® Pale Ale Malz, Weyermann® Rauchmlaz, Weyermann® Carafa® Typ3 und Weyermann® Caraaroma® verwendet. Hinzu kommen geraspelte Haselmüsse und Kiefernzapfen.

Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 6,3% vol. und 30 Bittereinheiten. Verwendet wurden als Bitterhopfen Herkules und als Aromahopfn Hallertauer Tradition.

21.9.11

Bier und Brot.

Am 24. Oktober 2011 veranstalten ab 18 Uhr der Bamberger Bäckermeister Alfred Seel, die Bäckerinnung Bamberg und Braumeister Hannes Schulters im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg ein Seminar zum Thema "Bier vs. Brot" bzw. "Brot vs. Bier".

Es werden mehrere Brotsorten vorgestellt, unter anderem ein Biertreiberweckla und ein Rauchbierbrot und gemeinsam mit korrespondierenden Bieren verkostet.

Unkostenbeitrag 10,00 Euro für Nichtmitglieder, 7,50 Euro für Mitglieder des Vereins Fränkisches Brauereimuseum.

Beerland.

Beerland nennt sich ein Dokumenarfilmprojekt von Matt Sweetwood. Der Dokumentarfilm soll Spielfilmlänge (90 Minuten) und in deutsche und englischer Sprache erscheinen. Metthew Sweetwoold bezeichnet es als "Roadmovie durch ein imaginäres und doch existierendes Land der Deutschen".

Er stammt aus Missouri, lebt aber seit über 10 Jahren in Deutschland, ist mit einer Deutschen verheiratet und Vater dreier Jungs. 2009 hat er er den BR/Telepool-Dokuwettbewerb gewonnen und damit die Unterstützung für ein Dokumentarfilmprojekt in Spielfilmlänge.

Er will seine "daheimgebliebenen amerikanischen Mitbürger" davon überzeugen,
"dass das Image des kaltherzigen, humorlosen Deutschen, das uns all die Weltkriegsfilme vorspiegeln, eine Ente ist. Denn ich bin sicher: Es gibt sie, die fröhlichen und faszinierenden Deutschen. Man muss sie nur finden. Und wo sollte das besser gelingen als im BIERLAND?"
Gedreht wurde auch in Bamberg, unter anderem im Fränkischen Brauereimuseum.

15.9.11

Einsteigerseminar "Rund ums Bier" am 29. Oktober 2011.

Das nächste Einsteigerseminar "Rund ums Bier" der Fränkischen Bier-Akademie in Bamberg findet am 29. Oktober 2011 statt. Beginn: 14 Uhr im Brauereimuseum.

Enthalten sind u.a.: Museumsführung, Bierfilm, Bierverkostungen, Sensorikschulung, Bierfibel, Bierkennerdiplom.

Dauer ca. drei Stunden
inkl. Bier & Brezen
Kostenbeitrag: 39,- € pro Person
Termine auch individuell ab 15 Personen

Ihr Biercoach: Hannes Schulters, Braumeister, Buchautor, Biersommelier
1. Vorstand des FBM und Leiter der Bierakademie

14.9.11

Bier-Papier.

Zugegeben - es ist nicht gerade billig: das Bier-Papier, gefertigt aus Biertreber, alten Bieretiketten und frischem Zellstoff, aber vielleicht doch eine nette Idee für Brauereien und andere biernahe Unternehmen.

Erhältlich ist es auch direkt beim Hersteller, der Büttenpapierfabrik Gmund und zwar in den Farben Lager, Weizen, Pils, Ale und Bock und in verschiedenen Gewichten.

13.9.11

Franziskaner Royal.

Die Brauerei Franziskaner, Teil des Brauereikonzerns Anheuser-Busch Inbev, bringt im September 2011 ein neues Jahrgangsweißbier "Franziskaner Royal" heraus. Die Rezeptur für "Franziskaner Royal" wird jährlich durch die Franziskaner-Braumeister neu komponiert.

Das diesjährige "Franziskaner Royal" zeichnet sich nach Angaben der Brauerei durch einen Bananen-Ton aus. Eine zarte Bitternote lasse das Bier angenehm trocken ausklingen. Leider mangelt es der Website der Brauerei Franziskanern wie bei den meisten Fernsehbieren auch an ausführlichen Informationen über die genauen Zutaten. Immerhin erfährt man: Stammwürze: 11,7%, 5% vol. alc. Angaben, wo es erhältlich ist, fehlen. Dafür wird man mit der inhaltsreichen Information versorgt, es handele sich um ein "super Premium Weißbier".

Nicht gespart hingegen hat man an dem, was Fernsehbrauereien am besten können: Eher langweilige Biere bei den Flaschen und begleitenden Bierwerbemittel optisch aufzumotzen bzw. aufmotzen zu lassen. "Franziskaner Royal" kommt in einer hochwertigen Optik mit den dominierenden Farben Anthrazit und Gold sowie einer Kronkorkenfolierung daher und es gibt ein speziell entwickeltes Franziskaner Royal-Glas in Kristallglasqualität. Doch Biergläser kann man nicht trinken.

PFAU Rauchmalzbrand.

Die PFAU Brand Valeintin Latschen in Österreich brennt auch Bierbrände, u.a. einen Rauchmalzbrand mit Malz aus Bamberg. Er wird zwei Jahre lang in Eichenfässern gelagert. Das Bier hierfür wird in der Schleppe Brauerei, Klagenfurt am Wörthersee, gebraut. Der Rauchmalzbrand kostet bei der 33,00 Euro in der 0,35 l-Flasche. Bei Vincent Becker kostet er 33,50 Euro in der 0,5 l-Flasche (Preise unverbindlich von mir recherchiert, ohne Gewähr).

9.9.11

Bier-Online-Shop Bierzwerg eröffnet stationären Bier-Laden.

Im November 2011 eröffnet Bierzwerg, ein auf Bierspezialitäten fokussierter Online-Shop einen stationären Laden in 48268 Greven (Hansaring 140).

7.9.11

Schneider Weisse praesentiert Sondersud TAPX "Mein Nelson Sauvin".

Kelheim, 7. September 2011: Schneider Weisse bringt im Oktober ein streng limitiertes Weissbier auf den Markt. Die neue Braukreation von Brauereichef Georg Schneider und Braumeister Hans-Peter Drexler heißt TAPX "Mein Nelson Sauvin" und wurde am 6. September 2011 erstmals präsentiert. Der Name geht auf die zum Brauen verwendete Hopfensorte zurück, die bislang nur in Neuseeland angebaut wird und die dem Bier ein fruchtig-weiniges Aroma verleiht. Außerdem wurde ein einzigartiges Gärverfahren angewendet, mit unterschiedlichen Hefen und traditioneller Flaschengärung. Der Sud wird in Fässern und 0.75l Flaschen verkauft. "Mein Nelson Sauvin" ist ein international inspiriertes, bayerisches Weissbier, das die Brücke zum Wein schlägt. Die hohen Erwartungen von Braumeister Hans-Peter Drexler an das jüngste Mitglied der Schneider Weisse-Familie sind erfüllt:
"Mein Nelson Sauvin ist ein goldfarbenes Weissbier mit fruchtigem Charakter, das in die Richtung von kräftigem Weißwein wie Sauvignon Blanc geht und eine fein eingebundene Hopfenbittere im Ausklang bietet."
Damit ist das neue Weissbier ein idealer Begleiter zu eingelegtem Gemüse, Parma Schinken, Nudelgerichten und cremigem, reifem Käse sowie fruchtigen Nachspeisen. Die Etikettengestaltung stammt von Georg Schneider:
"Ich will, dass das Etikett die Bieridee und den Geschmack transportiert. Darum habe ich mich für eine Hopfenrebe mit Dolden in den holländischen Nationalfarben entschieden und einen blau-weißen Hintergrund, der für den bayerischen Himmel steht."
TAPX Mein Nelson Sauvin wurde exklusiv zum 25-jährigen Bestehen der ABT-Bars in Holland entwickelt. Das groß angekündigte Jubiläumsbier hängt im Monat Oktober in allen knapp 50 Bars der Allianz am Fass.
"Die ABT-Bars bieten eine große Auswahl handverlesener Biere aus aller Welt an. Dass sie auf uns zugekommen sind und sich ihr Jubiläumsbier von uns haben brauen lassen, das macht uns natürlich schon sehr stolz"
erklärt Exportdirektorin Susanne Hecht. Das neue Weissbier wird auch in zahlreichen anderen Bierspezialitätenmärkten weltweit mit Spannung erwartet. Vorbestellungen gibt es unter anderem aus Amerika, Italien, Österreich und England. In Deutschland kommt es in den Weissen Bräuhäusern in München und Kelheim zum Ausschank und kann online über www.schneiders-kaufladen.de bezogen werden. Mein Nelson Sauvin ist ein Brauexperiment. Weitere Sude sind derzeit nicht geplant.

HINTERGRUND

ABT ist eine Allianz von knapp 50 freien Bars in Holland, die hochwertige, nationale und internationale Bierspezialitäten ausschenken. Die Kooperation wurde 1986 gegründet. Jedes Mitglied ist und bleibt für sich als Bar eigenständig und bewirbt sich für die Allianz. Die Zugehörigkeit läuft jeweils für ein Jahr und ist an Bedingungen geknüpft: die Bar muss eine große Auswahl an nationalen und internationalen Bierspezialitäten anbieten, darunter mindestens sechs Biere vom Fass. Außerdem müssen die Mitarbeiter ein breites Wissen über Bier haben, um die Kunden professionell beraten zu können. Wer den Anforderungen entspricht, darf das ABT-Logo tragen. Biersortiment der Bar und  Bierkompetenz der Mitarbeiter werden jedes Jahr von Incognito-Testern geprüft: Bars die den Anforderungen nicht genügen, werden konsequent aus der Allianz ausgeschlossen.

(Quelle: Pressemitteilung von Schneider Weisse).

2.9.11

European Beer Star 2011: Die Anmeldungen für Brauereien laufen.

Der European Beer Star ist einer der anerkanntesten Bierwettbewerbe weltweit. Verbraucher und Brauereien kennen und schätzen diese Auszeichnung, aber der internationale Wettbewerb ist auch ein hervorragendes Medium, um auf die große Brauerei- und Biervielfalt hinzuweisen.

Der European Beer Star zeichnet alljährlich die drei beste Biere jeder Bierkategorie mit einem Gold-, Silber- und Bronze-Award aus. Die Brauereien können ihre Biere in mittlerweile 50 unterschiedlichen Bierkategorien anmelden. Darunter sind typisch belgische Biersorten wie Dubbel oder Tripel, traditionelle englische Biere wie Bitter, Ale oder Porter, die in Deutschland beheimateten Bierkategorien wie Pils, Weizen oder Bock, aber auch Spezialitäten wie das Honigbier, das eher in Osteuropa beheimatet ist. Der Umfang der Kategorieliste ist beschränkt auf Biertypen, die ihren Ursprung in den Brauereien Europas haben, teilnehmen können aber alle Brauereien weltweit.

Dies wurde auch ausgiebig genutzt. 2010 waren 955 Biere am Start. Die Biere kamen aus allen Kontinenten dieser Welt, Brauereien aus 34 unterschiedlichen Ländern schickten ihre Biere ein. Ebenso international war die Prämierung derPreisträger: 55 % der Awards gingen an Biere außerhalb Deutschlands. Unter den Preisträgern waren Brauereien aus England, Russland, Tschechien, Holland, Japan und USA, um nur einige zu nennen.

Das Besondere am European Beer Star ist, es wird rein aus Verbrauchersicht verkostet und gewertet, analytische Laborergebnisse werden nicht eingesetzt. Die Bewertung erledigt professionell eine internationale Verkosterjury. Über 80 Biersommeliers, Braumeister und Journalisten aus 21 verschiedenen Ländern führten 2010 in der Doemens-Akademie die Verkostung der Biere durch.

2011 erwarten die Veranstalter – das sind neben der Association of small and independent Breweries in Europe die Privaten Brauereien Deutschland und die Privaten Brauereien Bayern – wieder einen Ansturm der internationalen Brauwelt.

Wie jedes Jahr wurden die Kategoriebeschreibungen überarbeitet, als neue Kategorien wurden die Holzfassgereiften Starkbiere, Imperial IPA und das belgische Witbier aufgenommen. Die Brauereien können bis Ende August ihre Biere anmelden. Die Verkostung findet am 7. Oktober 2011 durch das internationale Expertengremium in der Doemens Akademie statt.

Am 9. November 2011 haben die Verbraucher das Wort. Die Besucher der Brau Beviale haben die Möglichkeit aus den goldprämierten Bieren ihre drei Favoriten zu bestimmen, die mit dem Zusatzpreis, dem Consumer´s Favourite ausgezeichnet werden. Die große Preisverleihung ist am 10. November 2011 auf der Brau Beviale, die Privaten Brauereien erwarten wieder wie in den Vorjahren die Preisträger aus der ganzen Welt. Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit alle prämierten, das ist eine einzigartige Vielfalt, ausgiebig zu verkosten. Brau Beviale und European Beer Star, beide stehen für die Internationalität und Vielfalt der Brau- und Getränkewelt.

17.8.11

Schneider Weisse braut Sondersud TAPX "Nelson Sauvin".

Kelheim im August 2011: Schneider Weisse bringt im Oktober ein streng limitiertes Weissbier auf den Markt. Die neue Braukreation von Brauereichef Georg Schneider und Braumeister Hans-Peter Drexler heißt TAPX "Nelson Sauvin", benannt nach der gleichnamigen Hopfensorte aus Neuseeland, der dem Bier ein fruchtig-weiniges Aroma verleiht. Außerdem wird ein einzigartiges Gärverfahren angewendet, mit unterschiedlichen Hefen und traditioneller Flaschengärung. Der Sud wird in Fässer abgefüllt und erstmals auch in 0.75l Flaschen.

Der Sondersud wurde extra für das 25jährige Jubiläum eines holländischen Kunden entwickelt, wird aber ab 1. Oktober auch in anderen Exportländern und in den Weissen Bräuhäusern verkauft werden. Ob dieses Bier auch in Deutschland verfügbar sein wird, will Schneider Weisse später verlautbaren.

Die Präsentation von Nelson Sauvin mit erster Verkostung findet am 6. September 2011 im Weissen Bräuhaus in Kelheim statt.

(Quelle: Pressemitteilung von Schneider Weisse).

Mehr über die Hopfensorte Nelson Sauvin, die von New Zealand HortResearch entwickelt und seit dem Jahre 2000 erhältlich ist. Er gibt dem Bier ein erfrischendes Aroma, das an Weißwein erinnert.

Mikkeller hat bereits früher ein "Nelson Sauvin Single Hop IPA" gebraut, genauso wie BrewDog ("BrewDog IPA Is Dead - Nelson Sauvin") und rund zwei Dutzend andere, kleine Brauereien.

13.8.11

Hasseröder Vier: Das Warmduscher-Bier.

Ich gebe zu, der von AB Inbev verwendete Titel für ihre Pressemitteilung lautet etwas anders: "Gebraut für eiskalte Männer: Hasseröder Vier". Worum geht es?

Bremen/Wernigerode, Juli 2011. Mit Hasseröder Vier erweitert Anheuser-Busch InBev die Produktpalette der Premium-Marke aus dem Harz um ein Bier mit weniger Alkohol. Mit dem neuen Angebot geht das Unternehmen dem Wunsch vieler Biertrinker nach: Marktforschungen haben ergeben, dass ein Großteil der Zielgruppe neben den traditionellen Biersorten das Bedürfnis nach frischen, süffigen und leichter zu trinkenden Bieren hat. Dies gilt gerade für Männer, die sehr aktiv sind, sich für Sport interessieren, gerne mit ihren Kumpels zusammen und offen für Neues sind.

Während in anderen Märkten, wie zum Beispiel Großbritannien, Biere wie Stella Artois 4% bereits sehr erfolgreich etabliert sind, existiert im deutschen Biermarkt aktuell noch kein entsprechendes Produkt. Mit Hasseröder Vier erschließt Anheuser-Busch InBev mit seiner Männermarke Hasseröder dieses neue Segment. Damit gibt das Unternehmen der Marke und der Kategorie wichtige, neue Impulse und bedient relevante Verbraucherbedürfnisse: Durch den verringerten Kohlensäuregehalt und den reduzierten Alkohol lässt sich das Bier leichter trinken und füllt den Magen weniger. Genau das Richtige für "eiskalte" Männer, süffig frischer Biergenuss nach dem Kicken, beim Fußballschauen oder Grillen.

Laut einer aktuellen Studie möchten 57 Prozent der deutschen Männer gerne mehr Zeit mit ihren besten Freunden verbringen. Und zwar diese am liebsten grillend (42 Prozent), mit Abenteuer-Touren durch die Natur (32 Prozent) oder beim gemeinsamen Fußballgucken (10 Prozent). Dafür ist Hasseröder Vier perfekt – ein echtes Bier, mit vollem Geschmack, aber mit weniger Alkohol.

Die Markteinführung von Hasseröder Vier erfolgt ab sofort im Handel und in der Gastronomie. Begleitet wird die Einführung unter anderem durch einen eigenen TVSpot, der ab dem 1. August für acht Wochen on air geht, sowie Online-Maßnahmen. Hasseröder Vier wird im Handel von Anfang Juli bis Ende September mit speziellen Promotionpaketen und Starter-Kits aktiviert und ist in verschiedenen 0,33 l sowie 0,5 l-Gebinden erhältlich.

(Quelle: Pressemitteilung von AB Inbev).

9.8.11

IBV-Internationales Tauschtreffen.

Am 20. August 2011 veranstaltet der IBV - Internationaler Brauereikultur-Verband e.V. in der Brauereigaststätte Hummel in Merkendorf ein Tauschtrefen (ab 8 Uhr). Getauscht werden Bierkrüge, Biergläser, Emailschilder, alte Bierflaschen, Bierglasuntersetzer, Eitketten, Bierdeckel (Filz), Trucks oder andere Brauereiwerbeartikel.

7.8.11

Rauchbier-Currywurst.

Rick Warwick, gebürtiger Amerikaner und Inhaber von RIXX in der Bamberger Austraße, ist für innovative Currywurst-Varianten bekannt, von griechisch bis Südsee, Bockbier bis Vier-Käse.

Die neueste Kreation "Original Bamberger Rauchbier Currywurst" wird ebenso wie die anderen Currywurst-Spezialitäten exklusiv für diese Gaststätte von einem Metzger aus dem Landkreis Bamberg hergestellt. Zutaten sind unter anderen Bamberger Rauchbier und geräucherter Schinken.

6.8.11

Kräuterbiere.

Bis zur Entdeckung des Hopfens für die Biererzeugung wurden Kräuter zugesetzt (mehr über den historischen Kontext). Heutzutage ist meines Wissens das in der gleichnamigen Stadtbrauerei "Gruut" in Oberflandern gebraute Bier das einzige, das zugunsten von Kräutern auf die Verwendung von Hopfen verzichtet. Welche Kräuter in der Gruit genannten Kräutermischung enthalten sind, wird von der 41-jährigen Diplom-Braumeisterin Annick de Splenter nicht verraten. Mehr darüber: "Ostflandern: Schuhpfand für ein Starkbier", in: Die Presse.com vom 5. August 2011.

Kräuterbiere, also Biere, denen nachträglich oder bereits während des Brauprozesses Kräuter oder Kräuterauszüge zugesetzt werden, liegen im Trend. Warum sollten sich Bauer auf Hopfen beschränken? Kräuter öffnen ein Fenster zu vergessenen Brautraditionen und neuen Möglichkeiten. Bereits 2003 veröffentlichte Axel Kiesbye alias Bieraculix, u..a. Chefredakteur des österreichischen Bierkonsumentenmagazin "BierIG" im Stolz-Verlag das Bierbuch "Kräuterbier & Co.". Leider ist dieses Buch bereits vergriffen und wird bis auf Weiteres nicht neu aufgelegt.

Die Bierliebhaber-Community faßt Kräuterbiere in der Gruppe Spice/Herb/Vegetable (Gewürze / Kräuter / Früchte) zusammen. Ein paar Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz:
  • Die Braumanufaktur Weyermann in Bamberg braut ab und zu ein Weyermann Salbei-Pils, das Lieblingsbier der Inhaberin Sabine Weyermann.
  • In Zusammenarbeit mit der Bamberger Gärtnerei Mussärol hat die Braumanufaktur Weyermann 2009 ein Kräuterbier "MUSSÄROL" gebraut, inspiriert bei einer Betriebsführung durch die Gärtnerei.
  • Das Krug Kümmel habe ich bereits vorgestellt. Es wird von der Brauerei Krug in Geisfeld als Bier-Mixgetränk bezeichnet, da Kümmelauszügen nachträglich zugesetz werden.
  • das Chili-Bier der Augsburger Charly-Bräu habe ich bereits vorgestellt.
  • Die 7 Stern Brauerei in Wien braut ein "7 Stern Chili" und ein "7 Stern Hanf" (Hanf ist jedoch kein Kraut im engeren Sinne).
  • Die Brauerei Fallersleben braut ein sogenanntes "Kräuterbier"
  • genauso wie gelegentlich die Brauerei Zwoenitz und zwar mit Honig, Sauerampfer, Erdbeerblätern, Stiefmütterchen, Rosmarin, Balsam, Sablei, Thymian, Nelke und anderen Gewürzen.
  • Die Suonen Bräu in Ausserberg in der Schweiz braut ein "Kräuterbier", gibt ab er nicht an welche ("auserlesene Naturkräuter").
  • In Köln braut braut Peter Esser in seiner Braustelle unter anderem den "Pink Panther" mit Hibiskusblüten.
Nicht verwechseln sollte man diese alkoholhaltigen Kräuterbiere mit dem alkoholfreien Erfrischungsgetränk "Root Beer", das in unpassenden Übersetzungen gelgentlich mit "Kräuterbier" übersetzt wird. Die Website Gruitale.com widmet sich der Wiederentdeckung von Kräuterbieren, bei denen statt Hopfen andere Kräuter verwendet werden.

25.7.11

Dominik Maldoner - neuer Braumeister der Braumanufaktur Weyermann®.

Die Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann® in Bamberg hat einen neuen Braumeister - Dominik Maldoner. Der 23-Jährige hat bei der Biobrauerei Herrmannsdorfer Schweinsbräu in Glonn Mälzer und Brauer gelernt. An der Doemens Fachakademie wurde Dominik Maldoner zum Produktionsleiter für die Brauerei- und Getränkeindustrie ausgebildet und durch die IHK zum Betriebsbraumeister. Als Brauführer arbeitete Maldoner ein Jahr lang in der Volksrepublik China für das Paulaner Brauhaus.

Die 2005 gegründete Versuchsbrauerei Weyermann® wurde von 2007 bis Ende Juni 2011 von Oliver Honsel geleitet. Er arbeitet seit dem 11. Juli 2011 in der Schweiz als Braumeister der Burgdorfer Gasthausbrauerei.

Bis zur Arbeitsaufnahme von Dominik Maldoner wird die Versuchsbrauerei kommissarisch von Leo Habermann geleitet. Er setzt im Oktober sein Brauerstudium an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) e.V. fort.

Brauereien, Wandern und Kultur: 54 Brauerei- Touren für Oberfranken ab sofort online.

Bierland Oberfranken, ein Zusammenschluss 200 fränkischer Brauereien, hat am 21. Juli seinen neuesten Onlineservice frei geschalten. Dieser nennt sich "Brauereien, Wandern und Kultur: 54 Brauerei-Touren für Oberfranken". Die Brauereitouren können seit 18. Juli bei www.bierland-oberfranken.de abgerufen werden.

Die Routen sind nach einem einheitlich hohen touristischen Qualitätsstandard aufgebaut, betonte der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, 1. Vorsitzender des Vereins Bierland Oberfranken.
"Nicht nur, dass alle Routen persönlich von unserem Team abgelaufen und mit einem eigenen GPS-Gerät digital erfasst worden sind: Großer Wert wurde auf eine eindeutige Wegeführung gelegt. Und vor allem auf alle Informationen, die Gäste benötigen, um die Brauereitour genießen zu können. Dazu gehören beispielsweise Hinweise auf Öffnungszeiten, gutes Kartenmaterial, die Nutzung bestehender Wegemarkierungen, kurze, aber prägnante Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Besonderheiten entlang der jeweiligen Brauereitour."
Bestehende Brauereiwanderungen wurden bei der Routenentwicklung berücksichtigt, vor allem aber wurden viele neue Touren entwickelt.
"Denn unser Ziel war es"
so Christof Pilarzyk vom Brauereigasthof Grosch in Rödental,
"ein flächendeckendes Netz an Brauereiwanderungen zu entwickeln und dabei alle Brauereien Oberfrankens einzubinden."
Die Routen, so Landrat Söllner, sind so angelegt, dass Liebhaber fränkischer Bierkultur ein Angebot bekommen, mit dem sie einen ganzen Tag in Oberfranken verbringen können. Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto, je nach Situation vor Ort. Deswegen sind die Brauereitouren nicht nur auf das Thema Bier abgestellt, sondern beinhalten viele Hinweise auf besondere kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten Oberfrankens.

Alle Routen wurden mit einem eigenen GPS-Gerät digital erfasst. Die Touren können deswegen nicht nur unter www.bierland-oberfranken.de aufgerufen und dort ausgedruckt werden. Die Brauereiwanderungen werden auch Stück für Stück für gängige mobile Endgeräte und als Apps aufbereitet. Die Version für mobile Browser von Smartphones (Android oder iPhone) ist bereits online und über www.bierland-oberfranken.de bzw. direkt unter www.brauereitouren.info abrufbar.

Zur Historie des Projekts

Oberfranken ist mit gut 200 Brauereien die Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt und hat mehr Brauereien als jede andere Region Bayerns, sogar mehr als jedes Bundesland und als jedes Land der Welt, mit Ausnahme von China, USA und Russland. Diese Länder sind allerdings auch etwas größer als das 1,1 Millionen Einwohner zählende Oberfranken. Was dies bedeutet? Nirgendwo auf der Welt kann man Braukultur so erleben, wie in Oberfranken. Nirgendwo anders auf der Welt werden auf so kleinem Raum so viele verschiedene Biere gebraut, wie in Oberfranken – mehr als 1000 Sorten! Die Vielfalt der Brauerei-Wirtshäuser und Biergärten und das damit verbundene Erlebnis fränkischer Bierkultur locken jedes Jahr Hunderttausende von Besuchern nach Oberfranken. Und die kommen natürlich nicht nur wegen des guten Bieres. In Oberfranken gibt es gleich sechs verschiedene Tourismusgebiete, die Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge, den Frankenwald, das Obere Maintal / Coburger Land und an der Grenze zu Unterfranken den Steigerwald und die Haßberge. Sie locken mit ihren Städten und ursprünglichen Dörfern, mit ihrer Landschaft und ihren Sehenswürdigkeiten jedes Jahr viele Besucher nach Oberfranken.

Warum nicht das eine mit dem anderen verbinden, das Erleben fränkischer Bierkultur mit dem Erleben der Landschaft und der Sehenswürdigkeiten Oberfrankens? Das Alleinstellungsmerkmal „höchste Brauereidichte der Welt“ verhilft Oberfranken zu einem weiteren Alleinstellungsmerkmal: nirgendwo anders können den Besuchern Brauereiwanderungen angeboten werden. Sprich, eine einzigartige Region zu erleben und dabei eine solch außergewöhnliche Bierkultur zu genießen.

Und, so das Fazit des Vereins bei seiner Vorrecherche: Einzelne, schon bestehende Brauereiwanderungen rund um Aufseß, Gräfenberg oder Waischenfeld haben es bewiesen, Brauereiwanderungen werden sehr gut angenommen. Nur, ein flächendeckendes Angebot an Brauereitouren für ganz Oberfranken, noch dazu auf einem einheitlich hohem Qualitätsstandard, das gab es für Oberfranken bisher nicht einmal ansatzweise.

Der Verein Bierland Oberfranken hat sich dieses Themas im Jahr 2010 angenommen. In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer für Oberfranken wurde das Projekt „Brauereien, Wandern und Kultur – 50 Brauerei-Touren für Oberfranken“ auf den Weg gebracht. In zwei Workshops mit 20 Brauereien und Vertretern aus Tourismus sowie Kommunen wurde Ende des Jahres 2010 der Rahmen und der Anspruch für das Projekt definiert.

Jede oberfränkische Brauerei sollte in die Touren eingebunden sein. Deswegen sind es dann auch 54 Brauerei-Touren geworden.

Bestehende Brauereiwanderungen sollten von der Info her verbessert werden, es sollten aber auch neue Brauereiwanderwege entwickelt werden.

Die Brauereitouren sollten nicht nur auf das Thema Bier abgestellt sein. Sie sollten auch über besondere kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten Oberfrankens informieren.

Ausarbeitung nach einem einheitlich hohen touristischen Qualitätsstandard - wichtig war die Qualität der Routen.

Wie schon bei den Vorgängerprojekten des Vereins Bierland Oberfranken, als erstmals alle oberfränkischen Brauereien, und die 400 schönsten Biergärten Oberfrankens in Wort und Bild portraitiert worden waren, setzt das Projekt auf das Internet.

Außerdem sollten alle Brauerei-Touren via GPS aufgenommen werden und auch für mobile Endgeräte und als Apps aufbereitet werden
"Ein solches Mammutprojekt in kürzester Zeit auf die Beine zu stellen, haben uns selbst Fachleute nicht zugetraut"
so Landrat Klaus- Peter Söllner.
"Dank unseres Partners, der Agentur GuideMedia aus Bamberg, haben wir es dennoch in der Zeit geschafft und sind darauf mehr als stolz."
Das Projekt wurde vom europäischen Fonds für Regionalentwicklung und der Oberfrankenstiftung gefördert. Bierland Oberfranken dankt sehr herzlich der Agentur GuideMedia Bamberg, Bastian Böttner und Markus Raupach, sowie Frank Schneider für die Ausarbeitung und Umsetzung der Touren, sowie dem Internetprovider TMT aus Bayreuth für die Umsetzung im Internet.

Einige Fakten zu den Brauereitouren:
  • 54 Touren bestehend aus 32 Wanderungen, 17 Radtouren, 5 Autotouren
  • Streckenlänge aller Touren insgesamt über 1000 Kilometer! (ca. 1024,5)
  • Jede oberfränkische Brauerei kann über mindestens eine Tour erreicht werden.
  • Alle Touren befinden sich in einer dynamischen Datenbank und werden ständig gepflegt bzw. mit weiteren Stationen an den Strecken erweitert. Die Nachhaltigkeit des Projekts ist damit gesichert.
GuideMedia hat mit 2 Mitarbeitern und dem Wanderexperten Frank Schneider fast ein Jahr ununterbrochen mit der Planung, Recherche und Umsetzung der Touren verbracht.

Aktueller Stand des Projekts:
  • Umfangreiche Umsetzung auf der Bierland Oberfranken Website mit Bilderwelten, Freizeit- und Kulturtipps, Tourenkarte zum Ausdrucken und GPS-Track-Download
  • Umsetzung für mobile Geräte bei www.bierland-oberfranken.de (z.B. GPS-Track Download).
  • Direkter Zugriff auf die für Smartphone-Browser (u.a. iPhone, Android) optimierte WebApp auf www.brauereitouren.info
Zukünftig sind folgende Umsetzungen der Brauereitouren geplant:
  • iPhone App
  • Android App
  • Ausweitung der Freizeit- und Kulturtipps entlang der Strecken, Sehenswürdigkeiten, Museen und Freizeiteinrichtungen, Genussregion Oberfranken
  • Broschüren und Flyer bei den Brauereien vor Ort
  • Weitere Druckerzeugnisse wie Karten oder Bücher

23.7.11

Duckstein Braumeister Edition 2011.

Zufällig habe ich bei Tegut im Market Einkaufszentrum in Hallstadt eine Palette mit der Duckstein Braumeister Edition 2011 entdeckt, genauer gesagt Four-Packs mit je zwei Flaschen "Duckstein Original" und der "Duckstein Braumeister Edition 2011". Preis: 6,49 €. Es handelt sich bei der Braumeister Edition um ein "naturtrübes, bernsteinfarbenes obergäriges Starkbier mit feurig-roten Farbreflexen und dem verführerischen Bouquet der amerikanischen Hopfensorten Cascade, Amarillo und Simcoe".

Was es mit dieser Duckstein Braumeister Edition auf sich hat, verrät eine Pressemeldung von Carlsberg Deutschland:

"Im Juli feiert die Superpremium-Marke Duckstein wieder die 'Eröffnung der Braumeistersaison', mit der an die Signierung des ersten Fasses durch den Duckstein-Braumeister vor 400 Jahren erinnert wird. Zur diesjährigen Feier seiner Geburtsstunde präsentiert Duckstein ein echtes Braukunstwerk – die limitierte Duckstein Braumeister Edition.

Duckstein bringt mit der Braumeister Edition in diesem Jahr ein ganz besonderes Bier auf den Markt. Speziell gebraut und einzigartig im Geschmack, bietet die Bierspezialität feinbitteren Genuss mit einem Alkoholgehalt von 7,2% vol.

Streng limitiert und nur für kurze Zeit in den Sommermonaten Juli und August im Handel erhältlich, verwöhnt die erste Duckstein Braumeister-Edition Freunde exklusiver Braukunst. Das bernsteinfarbige Bier ist vollmundig mit einer überwältigen Fülle an köstlichen Bitternoten, die an Grapefruit erinnern. Fruchtig-blumige Nuancen runden den Geschmack ab. Der Ausklang ist kräftig und lang anhaltend – ein ebenso starkes wie harmonisches Geschmackserlebnis, das man nicht vergisst. Mit seinem unverwechselbaren Aroma, seinen feurig-roten Farbreflexen und der Flasche mit geprägtem Emblem und handsignierter Banderole erfüllt Duckstein höchste Genießer-Ansprüche – darum nennt man es Braukunst.

Für alle Liebhaber des anspruchsvollen Geschmacks steht die Braumeister Edition auch im Rahmen der Duckstein Festivals in den exklusiven Lounges im Mittelpunkt. Die stimmungsvollen Veranstaltungen in Hamburg, Lübeck, Kiel, Binz und Bremen von Juni bis September versprechen alljährlich höchsten Genuss und kulinarische Sinnesfreuden. Unter dem Motto 'Kunst, Kultur und Kulinarisches' sorgen internationale Künstler, Artisten und Top-Gastronomen für beste Unterhaltung in einzigartiger Atmosphäre. Den Besuchern wird mit Comedy, Artistik, Musik und internationalem Straßentheater viel Interessantes geboten. Eine außergewöhnliche Shoppingmeile mit stilvollen Designobjekten und schönem Kunsthandwerk rundet das Angebot ab.

Die Marke

Duckstein besetzt seit vielen Jahren das Segment der Superpremium-Biere. Mit seinen ausgewählten Zutaten und der Reifung über Buchenholz bietet die rotblonde Spezialität besonderen Biergenuss, der Seinesgleichen sucht.

Mehr über die einzigartige Duckstein-Welt erfahren Sie unter www.duckstein.de.

20.7.11

slowbier 2011.

Vom 9. bis 11. September 2011 findet das zweijährige Bierfestival slowbier in Münchberg und Helmbrechts in Oberfranken statt. Das Slow Food-Convivium Oberfranken hat eigens einen Förderverein gegründet, der diese erste deutsche Slow-Messe seit 2005 veranstaltet.

Im Mittelpunkt von slowbier steht das Brauerei-Handwerk, aber es wird auch die Verbindung zu anderen handwerklich produzierten Lebensmitteln hergestellt.

Zentraler Anlaufpunkt der Veranstaltung ist die Bierothek. Hier werden bis zu 100 verschiedene Biere für die Besucher schmeckbar. Auf dem Marktplatz und in den Geschmacks-Workshops werden Wechselwirkungen zwischen Bier und Essen deutlich: Bier und Käse, Bier und Brot, Fisch, Wurst, Senf, Schokolade.

Zur Praxis gehört auch etwas Theorie: Wie rein ist deutsches Bier? Ist die Formel 1, das Reinheitsgebot von 1516, tatsächlich Garant für Qualität?

Neben den Vorträgen ist ein umfangreiches Rahmenprogramm in Vorbereitung inklusive kulinarischer Spaziergänge durch Helmbrechts und Münchberg mit Besichtigung der Felsenkeller. Dazu ein Geschmacksparcours für Kinder, Betriebsführungen und vieles andere. Gemeinsam mit den Slow Food Convivien kümmern sich die Organisatoren auch um Unterkunft.

Nachtrag vom 10. August 2011: Laut der Website von Slow Bier wurde dieses Bierfestival auf einen neuen Termin (27. - 29. April 2012) verschoben!

18.7.11

Bad Staffelsteiner Brauereifest.

Am 15. August 2011 findet in Bad Staffelstein das Bad Staffelsteiner Brauereifest am historischen Rathaus statt.

Es beginnt mit dem "offiziellen Bieranstich" um 10:30 Uhr mit neun Brauereien, neun Braumeistern und neun Fässchen Freibier. Die Hausbrauereien bieten bis zum offiziellen Ende um 22 Uhr 19 verschiedene Gerichte von weißen Käs über Rettich bis zum feinen Biergulasch.

16.7.11

Mehr Bierspezialitaeten durch das Internet.

Die weite Verbreitung des Internets eröffnet Anbietern von Bierspezialitäten, Händler und Brauereien, die Möglichkeit, die Distribution von Bierspezialitäten, für die in ihrer Heimat die kumulierten Absatzchancen zu gering sind, erheblich auszuweiten. Voraussetzungen sind:
  • eine lange Haltbarkeit, etwa durch einen hohen Alkoholgehalt
  • hohe Preise, so daß die Lieferkosten relativ gering ausfallen
Das Internet erweist sich dabei in doppeltem Sinne als vorteilhaft:
  • Informationen über hervorragende Biere finden kostenlos und schnell weite Verbreitung
  • Interessenten können diese Biere online bestellen
In seinem Artikel "Beer: Belgium’s upstart innovators", in: The Washington Post vom 12. Juli 2011, beschreibt Deb Lindsey diesen Weg am Beispiel der belgischen Brauerei Struise:
"Struise’s reputation is almost entirely a consequence of the Internet. 'In the early days, it was impossible for us to sell beer in Belgium,' Grootaert said. But after a RateBeer.com user in Denmark contacted Grootaert and tried his beer, Pannepot began circulating within the Danish beer-geek community, and its Web-savvy fans broadcast their approval to the rest of the world. Sales took off, and by 2008, when RateBeer analyzed more than 1.4 million user reviews to identify the world’s best brewers, Struise emerged as No. 1."
In Deutschland ist diesen Weg sehr früh die Klosterbrauerei Neuzelle gegangen. Auschlaggebend waren zwei Gründe:
  • Helmut Fritsche ist Seiteneinsteiger mit Managementerfahrung in einem großen Unternehmen Westdeutschlands, hat die Brauerei nach der Wende übernommen und konnte diese Brauerei ohne die weit verbreitete Betriebsblindheit konservativer Brauer strategisch neu positionieren.
  • die regionalen Absatzchancen an der Grenze zu Polen sind begrenzt - quantitativ und preislich. Der Online-Vertrieb erlaubt es, hochpreisige Bierspezialitäten in die ganze Welt zu verkaufen, so etwa - die neueste Innovation - ein "Kartoffelbier" mit der Zutat Kartoffelsole.

28.6.11

The Beer Guide: The Most Comprehensive Guide to Ales and Lagers Sold in America.

Herausgeber des Bierführers "The Beer Guide: The Most Comprehensive Guide to Ales and Lagers Sold in America" ist der in Bamberg lebende Kanadier Josh Oakes, der in meinem "Café Abseits" ein gern gesehener Gast ist. Nebenberuflich ist er Chefeditor der Bierliebhaber-Community RateBeer, die auch dieses 2006 erschienene Buch empfiehlt und von der die diesem Buch zu Grunde liegenden Bierbewertungen stammen:
"The most comprehensive guide to beer, includes descriptions and ratings by tens of thousands of craft beer enthusiasts. Based on the consensus ratings on the country’s most popular beer website, RateBeercom. Includes a food-pairing guide by award-winning beer writer Stan Hieronymus."

14.6.11

Aecht Schlenkerla Kräusen.

Die Bamberger Brauerei Heller, bekannter unter dem Namen ihrer Marke Schlenkerla, erweitert seit mehreren Jahren ihr Sortiment systematisch um saisonale Bierspezialitäten. Nach der Einführung des "Schlenkerla Fastenbiers", das in der Fastenzeit ausgeschenkt wird, des "Schlenkerla Doppelbock Eiche" (Adventszeit) im Herbst 2009 und einer unfiltrierten Vintage-Version der "Eiche", gibt es seit dem 1. Juni 2011 das "Aecht Schlenkerla Kräusen", ein saisonales Sommerbier, das bis etwa Ende August ausgeschenkt werden soll. Auf der Website des Schlenkerla wird erläutert, was unter Kräusen zu verstehen ist:
"Als 'Kräusen' beschreibt der Bierbrauer die vielen Schaumblasen, die sich während der Gärung des Jungbieres bilden. Die Zugabe von einer kleinen Menge solchen Jungbieres zu einem bereits ausgereiften Bier wird als 'Aufkräusen' bezeichnet. Durch das Aufkräusen wird die volle Geschmacksreife des gelagerten Bieres um die Spritzigkeit des Jungbieres ergänzt.

Aecht Schlenkerla Kräusen ist ein bernsteinfarbenes, unfiltriertes Lagerbier mit leichtem Rauchgeschmack. Es reift in den tiefen Stollen unter dem Bamberger Stephansberg und wird kurz vor dem Ausschank mit klassischem Aecht Schlenkerla Rauchbier aufgekräust. Süffig und mit nicht zu viel Alkohol ist es die ideale Erfrischung für die warme Jahreszeit."

Das Aecht Schlenkerla Kräusen kommt mit einer Stammwürze von 11,7% auf nur 4,5% vol. und ist damit das alkoholärmste Rauchbier im Schlenkerla-Sortiment (das helle Lagerbier von Schlenkerla hat nur 4,3% vol. alc., wird aber nicht mit Rauchmalz gebraut, auch wenn es etwa von RateBeer.com als Rauchbier geführt wird, weil es subtil nach Rauch schmeckt, da es in den gleichen alten Kupferkesseln gesotten und mit derselben untergärigen Hefe vergoren wird, wie das historische "Aecht Schlenkerla Märzen Rauchbier").

Erhältlich ist das "Aecht Schlenkerla Kräusen" (vorerst?) nur in der Brauereigaststätte "Schlenkerla" sowie in den USA.

Wenn ich böse wäre, würde ich schreiben, das "Aecht Schlenkerla Kräusen" ähnele dem "Spezial Lager" von Bambergs zweiter Rauchbierbrauerei Spezial. Bei vielen Einheimischen ist das "Spezial Lager" wegen seines geringeren Rauchbieraromas populärer als das Schlenkerla Märzen, das sich eindeutiger als Rauchbier positioniert und deshalb weltweit gerne getrunken wird. Insoweit hat das "Aecht Schlenkerla Kräusen" Potential, von den Besuchern der Brauereigaststätte, die zwar das historische Ambiente lieben, aber vor dem Rauchbier selbst zurückschrecken, gut akzeptiert zu werden. Mir zumindest hat es geschmeckt, auch wenn ich im Herbst und Winter eher auf den "Urbock" und den Doppelbock "Eiche" stehe.

6.6.11

Der Ausflugs-Verführer Bierfranken.

Von Kulmbach bis Ansbach, vom Steigerwald bis an die Grenzen der Oberpfalz mit 30 neuen Touren durch ganz Franken geht der überaus erfolgreiche "Der Ausflugs-Verführer Bierfranken" in die zweite Runde.

Die Autoren dieses Bandes haben sich erneut auf die Suche nach fränkischen Brauereigaststätten gemacht, die teilweise noch echte Geheimtipps sind und durch ihren ursprünglichen Charme bezaubern. Dort einzukehren, ist garantiert Höhepunkt all der abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten, zu denen das Buch die Liebhaber des Gerstensaftes einlädt.

30.5.11

Alkohol und Kultur in den USA und in Deutschland.

Vom 1. bis 6. Juni 2011 ist die Psychologie-College-Professorin Diane Catanzaro von der Christopher Newport University in Norfolk, Virginia, mit einer Gruppe von 16 Studenten in Bamberg. Sie arbeiten an einer Studie über Unterschiede im Trinkverhalten amerikanischer und deutscher Studenten ("Alcohol and Culture in USA and Germany").

Privat ist sie Heimbrauerin und zertifizierte Bierjurorin des Beer Judge Certification Program (BJCP). 2007 gewann sie den Titel "Beer Drinker of the Year". Für sie ist Bier nicht irgendein gelbes Getränk, sondern hat eine reiche Geschichte, eine enorme Vielfalt an Bierstilen und Aromen und ist Teil eines gesunden Lebens und nicht nur etwas für Männer. Diane Catanzaro überzeugte die Jüry dabei mit einem Vortrag über das belgische Bier "Duchesse de Bourgogne", das, wie der Zufall es will, auch im Café Abseits ausgeschenkt wird.

Sie hat an sehr vielen Bierverkostungen in zahlreichen Brauereien, Bierbars und Bierfestivals in den USA und in Belgien teilgenommen, so auch dem berühmten "Zythos Beer Festival", und hat mit mehreren Gruppe von College-Studenten Touren zu belgischen Brauereien und Bierbars unternommen.

Im letzten Sommer hat sie Bamberg schon einmal - damals noch ohne Studenten, dafür aber mit ihrem Ehemann - drei Tage lang Bamberg besucht, um die Studienreise vorzubereiten.

Ihre Studenten werden sich auch mit deutschen Studenten von Prof. Dr. Jörg Wolstein, Professur für Pathopsychologie an der Universität Bamberg, treffen, um zu diskutieren, wie kulturelle und familiäre Normen den Alkoholkonsum beeinflussen. Prof. Dr. Jörg Wolstein führt zur Zeit eine Reihe von Studien zum Thema Alkohol im Jugendalter durch.

28.5.11

Zwei neue Bio-Biere der Brauerei Kundmüller in Weiher.

Am 22. April 2011 hat die Brauerei Kundmüller in Weiher, unweit von Bamberg gelegen, erstmals zwei Bio-Biere abgefüllt:
  • "Weiherer Urstöffla" ist ein braunes, süffiges Bio-Lagerbier.
  • "Weiherer Keller-Pils" ist ein unfiltriertes, hopfenbetontes Bio-Pils mit 4,9% vol. alc.

Beide sind in der 0,5 l-Fügelverschlu8flasche erhältlich. Sie sind mindestens sieben Monate haltbar.

Dahinter steckt, hat mir der Inhaber und Braumeister verraten, keine strategische Entscheidung, diese Biere im Naturkosteinzelhandel national zu vertreiben. Vielmehr will er sie, wie seine anderen Biere auch, den regionalen Getränkemärkten, dem regionalen Getränkefachgroßhandel sowie den vielen Gaststätten anbieten, die diese in den letzten Jahren stark gewachsene Brauerei direkt beliefert. Denkbar ist auch eine Belieferung der regionalen Naturkosteinzelhändler.

10.5.11

Bamberg - wenn man als Biertourist wenig Zeit hat.

Joe Stange geht der Frage nach, welche Gaststätten man als auswärtiger Bierliebhaber in Bamberg besuchen sollte, wenn man nur 2, 3 oder 4 Stunden oder nur einen Tag Zeit hat: "What To Do If You Only Have One Day in Bamberg", in: Thirsty Pilgrim vom 2. Mai 2010.

Über das Café Abseits schreibt er:
"If you really have a whole day, use the hike to Café Abseits to clear your head a little between Mahr's and Spezial. (And if you are more interested in sampling a variety of regional beers than local atmosphere, absolutely move Abseits to the top of your list.) "
Joe Stange ist amerikanischer Journalist, wohnhaft in Brüssel, und hat unter anderem am Buch "Around Brussels in 80 Beers" mitgeschrieben.

Krug Kümmel.

Stefan Krug, der Inhaber und Braumeister der Brauerei Krug in Geisfeld, 9 Kilometer nordöstlich von Bamberg, braut neben seinem vorzüglichen "Krug Lager" (siehe die gute Bewertung bei Ratebeer.com), das ständig im Angebot ist, wechselnde Biere. Dabei verläßt er lobenswerter Weise seit rund zehn Jahren mitunter auch das Spektrum tradtioneller fränkischer Biersorten.

Im Sommer 2009 hatte er, wie am Eingang stolz verkündet worden ist, ein "selbst gebrautes belgisches Klosterbier" im Ausschank, also ein Bier im Stile belgischer Klosterbiere.

2010 habe ich dort das sogenannte "Schwarzes Schaf" getrunken. Es handelt sich um ein tiefschwarzes Bier im Stile eines irischen Stouts mit einer dezenten Süße, dem Geschmack von Schokolade und gegrilltem Brot und einem hopfenbitteren Nachtrunk. Die tiefschwarze, total undurchdringliche Farbe verdankt es dem Einsatz von stark gedarrtem Malz. Die Schaumkrone ist nicht ganz so cremig wie bei einem kontinentaleuropäischem Guinness Extra Stout und das Bier selbst nicht so breiig, verleitet dafür aber eher dazu, ein weiteres Glas davon zu trinken.

Gestern war ich wieder einmal in der Brauereigaststätte "Krug". Ausgeschenkt wurde das sogenannte "Kümmel". Ein Hinweisschild wies es als Biermischgetränk aus Bier und Auszügen von Kümmel aus. Ob man überhaupt etwas von Kümmel schmeckt, ist fraglich. Ich meinte Kümmel zu schmecken, meine Begleitung nicht. Unabhängig davon ist es ein sehr leckeres Bier. Spirituosen, die mit Kümmelsaat aromatisiert werden, wie Aquavit, schmecken ja auch anders, als wenn man auf Kümmel beißt (etwa auf Kümmelbrötchen oder in Kümmelbrot).



Warum sage ich Bier dazu und warum scheut Stefan Krug diese Bezeichnung? Er hat sich beim Verband erkundigt und diese haben ihm gesagt, er dürfe es nicht als Bier in den Verkehr bringen. Da Stefan Krug dieses Bier ohnehin nicht außerhalb seiner Gaststätte vertreibt, weder in Flaschen abfüllt noch in KEGs (man kann aber sich Bier vom Faß in Syphons oder mitgebrachte Flaschen oder Krüge abfüllen lassen), verstehe ich natürlich, daß es ihm und seinen Gästen ziemlich egal sein kann, ob er es als Bier oder als Biermischgetränk bezeichnet und Ärger scheut. Meiner Meinung nach dürfte er es aber als Bier bezeichnen. Siehe dazu das bahnbrechende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig BVerwG 3 C 5.04 vom 24.02.2005. Ob immer noch eine Genehmigung erforderlich ist, weiß ich aber nicht. Beim "Schwarzen Abt" der Klosterbrauerei Neuzelle war die juristische Lage aber noch strittiger zu beurteilen, als wenn man Gewürze (oder Früchte) zusetzt. Denn wenn man - wie die Klosterbrauerei Neuzelle - Zucker zusetzt, darf Zucker nur zugesetzt werden, um zu süßen und nicht, um Malz(zucker) zu ersetzen.