9.4.11

Steinie/Stubbi-Flaschen.

Statt sich voll auf die Qualität und Innovationen in den Flaschen zu konzentrieren, kümmern sich einige Brauereien mehr um Flaschenformen und -etiketten. Zwei aktuelle Beispiele:
  • Die Kulmbacher Brauerei bietet ihr "Kulmbacher Edelherb" nunmehr auch in einer 0,33 l-Steinie/Stubbi-Flasche an. Das 1932 von Brauer Hans Rosch erstmals gebraute Pils erhält auch ein neues Etikett. Mehr darüber: "165 Jahre Brautradition - KULMBACHER überrascht alle EDELHERB Freunde mit einer neuen Flasche".
  • Die Privatbrauerei Kesselring in Marktstett revitalisiert ebenfalls diese alte Flaschenform. Sie benennt sogar ein neues Bier danach: "Steinie²". Das Etikett ist ziemlich peinlich. Ein gezeichneter Kopf von Albert Einstein soll den Slogan "das geniale Bier" illustrieren. Dabei ist das mild gehopfte Bier keineswegs genial, eher - freundlich formuliert - trinkbar, um nicht zu sagen: belanglos, einem Augustiner oder Traunsteiner Hellen ziemlich ähnlich.
Wikipedia schreibt über diese Flaschenform:
"Die Steinieform bezeichnet eine erstmals 1953 in der DIN 6199 ('Normblatt für die Bierflasche Steinieform 0,33-l') normierte kleine, stabile, braune, bauchige und 330 ml fassende Bierflasche...

Insbesondere in Norddeutschland wird diese Flaschenform 'Knolle' genannt, während in Süddeutschland Ableitungen von Stubben üblich sind, wie 'Stubbi' oder 'Stupete'. In englischsprachigen Ländern ist der Begriff als Stubby ebenfalls gebräuchlich.

Die kompakte Form führt zur Bezeichnung 'Bombe', auch 'Granate'. Diese handliche Anwendung im Baugewerbe brachte ihr die Zusammensetzungen 'Maurerflasche', 'Maurerpulle', 'Maurerkanne' oder auch 'Maurerbombe' ein. Daraus leitet sich 'Maurerkiste' für den Kasten mit (meist) 30 Flaschen ab."
Bereits 2002 hat Veltins dieses Gebinde wieder eingeführt und 2009 neu gestaltet (grünes Glas mit erhabenem "Veltins"-Schriftzug im Glas).

Auch die Brauerei Licher hat im Herbst 2010 ihr Sortiment mit "Steinie"-Gebinden erweitert. Auf weitere Beispiele verzichte ich...