18.12.12

4. Festival der Bierkulturen in Köln am 25. und 26. Mai 2013.

Das Festival der Bierkulturen findet am 25. und 26. Mai 2013 zum vierten Mal im Bürgerzentrum Ehrenfeld in Köln statt. Vielfältigkeit statt Eintönigkeit steht auch beim 4. Festival der Bierkulturen im Vordergrund.

Etwa 15 kleine und unabhängige Hausbrauereien kredenzen ihre eingenwilligen, mitunter auch mutigen Bierspezialitäten, die man in Supermärkten oder im herkömmlichen Getränkehandel meist vergeblich sucht.

Die Auswahl ist groß: würzige Kräuterbiere, säuerliche Lambik- und Geuzevariationen, vollmundige Starkbiere, stark gehopfte India Pale Ale und weitere Bierkreationen versprechen ganz neue und besondere Geschmackserlebnisse.

Dass Bierbrauen nicht nur was für Profis ist, zeigt die Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer mit ihrer beliebten Live-Brauvorführung.

Die teilnehmende Brauereien:
  • Alzeyer Volkerbräu aus Alzey
  • Braustelle / Freigeist Bierkultur aus Köln
  • Bayerischer Bahnhof aus Leipzig
  • De Molen aus Bodegraven, Holland
  • Fritz Ale aus Bonn
  • Hofbrouwerijke aus Beerzel, Belgien
  • Lahnsteiner Brauerei aus Lahnstein
  • Mc Müllers aus Linnich-Kofferen
  • Nomad aus Tschechien
  • Oud Beersel aus Belgien
  • Black Isle Brewery aus Schottland
Die Bierhändler Bierkompass und Bierzwerg stellen weitere Brauereien vor.

Eintritt: 5,00 € inklusive Festivalglas.

20.11.12

Bierland Oberfranken setzt auf Tourismus.

Der Verein Bierland Oberfranken, ein Zusammenschluss von 182 oberfränkischen Brauereien und 185 Fördermitgliedern, setzt im Jahr 2013 voll auf touristische Vermarktung und kooperiert dazu mit einem der Branchenführer in Deutschland, Schmetterling Reisen aus Gschwand bei Obertrubach in Oberfranken. Der Bereich Gruppenreisen wurde als erstes pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Vereins Bierland Oberfranken unter der Internetadresse www.bierland-oberfranken.de frei geschaltet, im Lauf des ersten Quartal des Jahres 2013 wird ein zweiter Angebotsbereich für Einzelreisende frei geschaltet werden. Damit wird Bierland Oberfranken ab sofort touristisch buchbar, ein Ziel, auf das der Verein seit Jahren hin gearbeitet hat, so der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, 1. Vorsitzender des Vereins Bierland Oberfranken, und Christof Pilarzyk vom Brauereigasthof Grosch aus Rödental, der geschäftsführende Vorstand von Bierland Oberfranken.

Die Voraussetzungen für die touristische Vermarktung von Bierland Oberfranken hat der Verein in den letzten Jahren geschaffen, berichtete Christof Pilarzyk, der zusammen mit Dr. Bernd Sauer von der Handwerkskammer den Tätigkeitsbericht vorstellte. Um etwas touristisch vermarkten zu können, muss man erstmal das, was man vermarkten will, zeigen können, sprich, in Wort und Bild beschreiben, mit allen notwendigen touristischen Informationen wie Öffnungszeiten, freie Termine, Übernachtungsmöglichkeiten oder gar buchbaren Pauschalarrangements. Diese Informationen gab es vor 10 Jahren nicht, drei Viertel aller Brauereien waren damals überhaupt nicht im Internet vertreten.

Unterstützt durch das Förderprogramm Neue Wege – Neue Welten der Europäische Union, zum teil auch durch die Oberfrankenstiftung, wurden über die Agentur GuideMedia Bamberg in den vergangenen Jahren alle Brauereien, auch die oberfränkischen Brauereimuseen, in Wort und Bild portraitiert und es wurden die 400 schönsten Biergärten und Brauereiwirtshäuser Oberfrankens recherchiert, portraitiert und fotografiert. Außerdem entstand in enger Kooperation mit dem Tourismusverband Franken ein umfangreicher Veranstaltungskalender für Kirchweihen und Volksfeste in der Region, ein eigener Bockbieranstichkalender, der wiederum von GuideMedia Bamberg aufgebaut worden ist, ebenso wie die insgesamt 54 Brauereitouren, die flächendeckend für ganz Oberfranken auf einem einheitlich hohem touristischen Niveau entwickelt worden sind. Aus all diesen Puzzleteilen entstand das Internetportal www.bierland-oberfranken.de, das die fachliche Grundlage für die touristische Vermarktung Oberfrankens darstellt. Das Internetportal umfasst mittlerweile mächtige Datenbanken mit mehreren tausend Seiten Inhalt und wird zweimal im Jahr von GuideMedia Bamberg komplett überprüft und aktualisiert, jedes Jahr werden dafür alle 400 Biergärten und 200 Brauereien zweimal angerufen. Aktualität ist eine der wichtigsten Anforderungen an die touristische Vermarktung, so Christof Pilarzyk. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn Informationen wie Öffnungszeiten, Telefonnummern oder bestimmte Serviceangebote nicht aktuell sind.

Wichtig für die touristische Vermarktung ist die Verbindung von Bierland Oberfranken mit besonderen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten der Region. Denn natürlich kommen Urlauber und Touristen nicht alleine wegen der oberfränkischen Bierkultur nach Oberfranken. Bierland Oberfranken hat das bei dem Projekt Brauerei- Touren bereits berücksichtig, so Christof Pilarzyk: Die Brauereitouren sind nicht nur auf das Thema Bier abgestellt, sondern beinhalten viele Hinweise auf besondere kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten Oberfrankens entlang der beschriebenen Routen, und Liebhaber fränkischer Bierkultur bekommen ein Angebot, mit dem sie einen ganzen Tag in Oberfranken verbringen können. Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto, je nach Situation vor Ort.

Reisegruppen haben ganz verschiedene Ansprüche, betonte Bernhard Jüttner, Geschäftsführer der Schmetterling Gruppenreisen GmbH in seiner Präsentation. Oberfrankens Bierkultur ist das Alleinstellungsmerkmal, das zunächst einmal das Interesse an Oberfranken wecken soll. Das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, anfragenden Reisegruppen zusätzlich zum Bierkultur- Arrangement ein sehr ausdifferenziertes Baukastenprinzip an buchbaren Zusatzleistungen anzubieten, das Kulturelles genau so wie Besichtigungen oder Erlebnisangebote umfassen kann.
"Dafür ist Schmetterling Reisen Spezialist, und vor allem hat Schmetterling Reisen auch die notwendigen Kapazitäten, um Gruppenreisen zu organisieren und dazu ein online-Netzwerk zu mehreren tausend Reisebüros in ganz Europa"
so der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner.

Der nächst Schritt wird sein von der Brauereiseite her weitere Arrangements zu entwickeln, die Schmetterling Reisen in sein Portfolio aufnehmen kann.
"Servicequalität ist hier natürlich ganz entscheidend, auch die Qualität beispielsweise von Bierverkostungen und Brauereiführungen"
betonte Christof Pilarzyk. Hier Qualitätsstandards und entsprechende Angebote zu entwickeln, diese Aufgabe wird die Agentur GuideMedia Bamberg übernehmen, die vor kurzem eine eigenständige Bierakademie für Oberfranken gegründet hat und in diesem Bereich bereits eng mit den Brauereien zusammen arbeitet.

Bei Einzelreisenden sehen die touristischen Anforderungen wieder ganz anders betonte Ralf Schmidt, Bereichsleiter der Schmetterling Petalis - Einzelreisen. In diesem Bereich geht es neben der Qualität des Angebots um das so genannte "Scharf machen von Buchungen". Sprich, die Internet-Kunden möchten, und so ist es in den großen Tourismus-Buchungsportalen bereits Standard, direkt den gewünschten Termin buchen und nicht erst eine Terminanfrage weg schicken und warten, ob das gewünschte Zimmer oder das gewünschte Arrangement zum gewünschten Termin frei sind. Das muss natürlich zuerst einmal in den Brauereien organisiert werden. Wie das geht, erläuterte Schmidt anhand eines eigenen Internet-Buchungs-Tools. Wichtig ist, so Schmidt, dass die Brauereien, die sich beteiligen wollen, natürlich für die Pflege der Daten im Hintergrund sorgen müssen, um Überbuchungen eindeutig auszuschließen.

Dass die Arbeit von Bierland in die richtige Richtung geht, zeigt die Auszeichnung, die der Verein Bierland Oberfranken am 19. April in München erhalten hat. Bierland Oberfranken wurde dort mit Marketingpreis 2012 des Bayerischen Brauerbunds und des Hotel- und Gaststättenverbands Bayern, der Goldenen Bieridee 2012 ausgezeichnet. Dass Bierland Oberfranken auch für Bahnreisende interessant ist, zeigt die Kooperation von Bierland Oberfranken mit der DB regio Oberfranken. 200.000 Bierdeckel weisen auf die Verbindung von Bier und Bahn hin, und 500.000 Flyer sind mittlerweile im Umlauf, die darauf hinweisen, dass viele der Brauereitouren auch mit der Bahn erreichbar sind.

Nimmt man noch den ersten kompletten Bockbieranstich-Kalender mit jährlich 100 Bockbieranstichen dazu, der ab sofort jährlich aktualisiert wird, und die erfolgreichen Präsentationen von Bierland Oberfranken auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, den Maestro- Handwerkermärkten der Handwerkskammer, dem 2. Fränkischen Bratwurstgipfel in Pegnitz und der Consumenta in Nürnberg dazu, dann können wir im Jahr 2012 eine echte Erfolgsbilanz aufweisen, so Landrat Klaus Peter Söllner. Außerdem haben wir bei den zahlenden Mitgliedern einen Zuwachs von 6 Prozent auf nunmehr 185 Mitglieder, und auf unseren Internetseiten zählen wir mittlerweile jährlich 300.000 Besucher und 4 Millionen aufgerufene Internetseiten, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

(Quelle: Pressmitteilung von Bierland Oberfranken).

15.11.12

Brau Beviale 2012: "Branche strotzt vor Optimismus".

Rund 32.000 Fachbesucher (2011: 31.693*) waren mit der neuen Messelaufzeit der Brau Beviale – jetzt Dienstag bis Donnerstag – und dem umfassenden Angebot der 1.284 Aussteller (2011: 1.384) offensichtlich sehr zufrieden. Vom 13.-15. November lud die in diesem Jahr international wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft weltbekannte Stammgäste sowie Start-ups ins Messezentrum ein und servierte den beliebten Cocktail aus hochwertigen Getränke-Rohstoffen, innovativen Technologien, effizienter Logistik und spritzigen Marketing-Ideen.
"Branche strotzt vor Optimismus – so die Überschrift eines Brau Beviale-Artikels in der Tagespresse. Besser könnte ich mein Messe-Resümee nicht zusammenfassen. Prognosen verheißen eine weltweit steigende Nachfrage; Anlass genug für gute Stimmung in der Getränkewirtschaft – an den Messeständen, beim European MicroBrew Symposium und natürlich zur Nacht der Sieger des European Beer Star Awards"
fasst Rolf Keller, Mitglied der NürnbergMesse-Geschäftsleitung, seine Eindrücke zusammen.

38 % der rund 32.000 Fachbesucher (2011: 36 %) reisten aus dem Ausland an, vor allem aus den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, Italien, der Tschechischen Republik, Österreich, Frankreich, Russland, Spanien, Großbritannien sowie aus weiteren Ländern Mittelost- und Osteuropas. Auch diesmal waren unglaubliche 97 % der Experten mit dem Messeangebot zufrieden, so das Befragungsergebnis eines unabhängigen Instituts. Die Anbieter von Getränke-Rohstoffen, Technologien, Marketingprodukten und Logistik, 44 % international, freuten sich über ausgesprochen reges Interesse hochqualifizierter Fachleute, die zu 90 % in die Investitionsentscheidungen ihrer Unternehmen eingebunden sind. Auf Ausstellerseite waren 50 Nationen vertreten, allen voran Firmen aus Deutschland (gut 700), Italien, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien.

Auf Anhieb ein Erfolg: European MicroBrew Symposium

Über 100 Geschäftsführer, technische Leiter, Braumeister europäischer Mikro- und Gasthausbrauereien sowie Repräsentanten der Zulieferindustrie aus 17 Nationen trafen sich bereits am Vortag der Brau Beviale. Am 12./13. November veranstalteten NürnbergMesse und Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB), Berlin, erstmals das "European MicroBrew Symposium – Market, Trends and Technology". Das anderthalbtägige Symposium griff den Trend zu handwerklich hergestellten Bieren mit Vorträgen über den internationalen Markt, spezielle Rohstoffe, Geschmack, Nachhaltigkeit, den Brauprozess und einer Exkursion auf. Aufgrund des großen Erfolgs findet das Symposium künftig jährlich in Nürnberg statt.

European Beer Star Award 2012 – Consumers’ Favourite

Bereits im Vorfeld der Messe beurteilten über 100 Experten die in 50 Kategorien zu Europas größtem Bier-Wettbewerb eingereichten 1.366 Biere aller Kontinente. Die 50 mit Goldmedaillen ausgezeichneten besten Biere der Welt testeten einige tausend Fachbesucher am ersten Messetag und wählten daraus ihren Consumers’ Favourite 2012:
  • Gold für "Double Jack" (Imperial India Pale Ale), Firestone Walker Brewery Paso Robles (USA),
  • Silber für "Schimpf Hefe Hell" (Hefeweizen Hell), Kronenbrauerei Alfred Schimpf Neustetten (D),
  • Bronze für "Weiherer Rauch" (Rauchbier), Brauerei-Gasthof Kundmüller Viereth-Trunstadt (D).
Nach turnusgemäßer Pause im nächsten Jahr geht die Brau Beviale 2014 vom 11. bis 13. November mit einigen Neuerungen an den Start.

Alle Aussteller und ihre aktuellen Produktinformation finden Sie unter: www.ask-Brau-Beviale.de

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

17.10.12

Lammsbräu startet limitierte Gourmetbier-Edition "1628".

Neumarkt, 17. Oktober 2012 - Die Neumarkter Lammsbräu hat im ersten Halbjahr 2012 sowohl die Absatzmengen als auch den Umsatz über den allgemeinen Branchentrend kräftig gesteigert. Die größte Bio-Brauerei Deutschlands hat ihren Umsatz um 18 Prozent auf 7,7 Mio. Euro erhöht (1. HJ/2011: 6,6 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung des Getränkeausstoßes von 16 Prozent auf 74.300 Hektoliter.

Im September hat die Neumarkter Lammsbräu die erste Edition einer Serie exklusiver Gourmetbiere in einer limitierten Auflage von 750 Flaschen herausgebracht. Die nach Art eines Klosterbieres gebraute Bierspezialität "1628" ist nach vier Wochen bereits bis auf 100 Flaschen ausverkauft – und das, obwohl das Bier mit 12,99 Euro je 0,75 Liter-Flasche signifikant teurer als gängige Biere ist und auch nicht im Einzelhandel sondern ausschließlich über die Brauerei zu beziehen ist. Nach der Vorankündigung auf dem Braukunst Festival in München im April 2012 hatten sich über 120 Bier-Begeisterte für eine handverkorkte Spezialflasche mit edlem Etikett (prämiert mit dem Golden Label Award 2012) und dem hochwertigem Bio-Bier-Inhalt vormerken lassen.

Künftig sollen jährlich bis zu drei Spezialbiere mit einer Auflage von jeweils maximal 2.500 Flaschen gebraut werden, die mit außergewöhnlichen Malzen, speziellen Hefen und besonderen Hopfensorten die ganze Vielfalt der Bierbraukunst erlebbar machen. Die Neumarkter Lammsbräu setzt mit diesen Spezialitäten ihren Anspruch um, herausragenden Bier-Genuss zu schaffen.

Susanne Horn, Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu:
"Hochwertige Bier-Spezialitäten abseits des Massengeschmacks sind in Deutschland im Kommen – in Bio-Qualität ist Lammsbräu allerdings der erste Produzent. Unsere exklusiven Gourmetbiere sollen den Menschen ein völlig neues Geschmackserlebnis beim Biergenuss ermöglichen und sie für die vielen Nuancen begeistern, die Bier haben kann."
(Quelle: Pressemitteilung der Neumarkter Lammsbbräu).

16.10.12

1. Biersymposium in Bamberg erfolgreich gestartet.

Eine durchweg positive Bilanz zogen die rund 30 Teilnehmer und Veranstalter (aus ganz Deutschland) von dieser einzigartigen Veranstaltungskombination: Erleben, Fühlen, Schmecken von Biergenuss und Braukultur in der Bierkulturstadt Bamberg. Besonders gelobt wurden die vielfältige und hochkarätig besetzten Vorträge.

Und so wurde der Bogen gespannt:
  • Biergrüßung im Fränkischen Brauereimuseum mit Vorträgen des Tourismusbüros Bamberg über deren vielfältigen bierigen Angebote in der Stadt, anschließend ein mitreißend-bilderlebnisreicher Vortrag von Dr. Bernd Sauer (HWK Oberfranken) über das ausgezeichnete Bierland Oberfranken.
  • Von der Leipziger Gose: Wiederbelebung und Performance einer historischen Bierspezialität berichtete der Braumeister des Bayrischen Bahnhofs in Leipzig, Matthias Richter.
  • Es wurden im Laufe der Genuss-Bier-Tage über 30 verschiedene Bierstile und Bierspezialitäten verkostet. Darunter waren fassgereifte Biere, Nelson Sauvin von Schneider Weisse, Jahrgangseisbock (Brauerei Faust), Gosebock im Tequilafass gereift, Gewürz- und Fruchtbiere.
  • Rauchbierbrot, Biertreberweckla und verschiedene fränkische Wurstsorten (u.a. prämierte Knoblauchbratwurst) rundeten das kulinarische Angebot ab.
"Besonders positiv überrascht war ich von der Gesprächsatmosphäre zwischen den Teilnehmern – ob Brauereiinhaber, Brauer oder Genussbiertrinker"
so Johannes Schulters (Fränkische BierAkademie), der zusammen mit BierAtelier Markus Harms (Infomagazin Bier & Brauhaus) die Veranstaltung vorbereitet und durchgeführt hat.
"Die Themenvielfalt, authentisch dargestellt von den 'Machern' selbst, abwechslungsreich und praxisorientiert, hat viel Spaß gemacht und für Kurzweil gesorgt"
so Markus Harms. Weitere Erlebnisvorträge und Programmpunkte waren:
  • Brauereiführung im Fässla, anschließend folgten spannende Fachvorträge von den Bamberger Traditionsunternehmen, der Brauereimaschinenfabrik Kaspar Schulz (Wolfgang Brehm) und der Malzfabrik Weyermann (Andreas Richter).
  • Timm Schnigula von der Münchner CrewAle Werkstatt stellte das Konzept von CrewAle vor. Ein Erfahrungsbericht von Bier-Quereinsteigern, die mit ihren ersten Produkten (Pale Ale und India Pale Ale) für viel Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum sorgen.
  • Brauereiführung in der Brauerei Spezial mit eigener Rauchmalzherstellung.
  • Frau Dr. Wiesen, Fa. Barth-Haas, verhalf zu für Einblicken in die "neue" Hopfenwelt der Neuzüchtungen im Bereich der Flavour-Hops.
  • Die gemeinsame, dezent moderierte Verkostung von diversen Spezialitäten, wie zum Beispiel Innis & Gunn (Holzgereift), Alba (ohne Hopfen, mit Fichten- und Kiefernzweigen) und hochwertigen Cream Stout (St. Peters Brewery, Schottland) bis hin zum Chimay, Trappistenbier sorgten für lebhafte Diskussion, Erfahrungsaustausch, sehr genussreiche Momente und Denkanstöße für die Teilnehmer. Das ganze wurde von Markus Harms und Gerhard Schoolmann vom bekannten (BIER) Cafe Abseits (Bamberg) moderiert.
Der Abend führte die Gäste ins berühmte Schlenkerla. Brauereichef Matthias Trum referierte in seinem Brauereiausschank über die Erfolgsgeschichte und Tradition des Rauchbieres, dessen Beliebtheit weltweit immer mehr Bierkenner begeistert. Bei einer Original Bamberger-Zwiebel mit Rauchbiersoße klang der Abend genussreich aus.

Der Sonntag begann mit einem Vortrag von Markus Eder, Fa. Wilhelm Eder, Bad Dürkheim, über die Holzfasslagerung und Holzprodukten für Bier zur Differenzierung des Biergeschmacks. Das "barrel aging" ist noch eine Nische im Biermarkt mit vielfältigen Möglichkeiten. Theoretisches Wissen und Erkenntnisse aus dem Whiskey- und Weinbereich können zu verblüffenden Geschmackserlebnissen führen.

Jörg Hoffmann und Martin Fischer berichteten über "Bier im Film" auch anhand ihrer eigenen Produkte (Imagefilme), aber auch dem Dokumentarfilm über die Bamberger Bierkultur.

Nach der Besichtigung in der Brauerei Greifenklau gab es das traditionelle "Blaue Zipfel"-Essen in dieser dritten Veranstaltungsstätte. Mit einem kurzen Vortrag über Echte Bierspezialitäten im Einzelhandel schloss das erste Biersymposium. Die Teilnehmer nehmen viele und vielfältige Eindrücke und Denkanstöße mit. Sie werden sicherlich die Bierkulturstadt Bamberg und das Biersymposium in guter Erinnerung behalten. Ganz nach dem Motto "Wer neue Bierwege gehen will, muss alte Pfade verlassen" findet das 2. Biersymposium vom 11.-13.10. 2013 wieder in Bamberg statt.

Weitere Infos unter www.bieratelier.de.

27.9.12

Professor Fritz Briem 13th Century Grut Bier.

In den letzten Monaten hatte ich zweimal Gelegenheit, das überaus rare "Professor Fritz Briem 13th Century Grut Bier" zu verkosten.

Dieses erfrischende, leicht säuerliche Bier, das Lust auf mehr macht, ist eine Ohrfeige für alle Verfechter des Reinheitsgebots. In der Tradition der mitelalterlichen Bierherstellung ist es mit Lorbeerblättern, Ingwer, Kümmel, Anis, Rosmarin und Enzian gewürzt. Gebraut wurde es in der Schloßbrauerei Au-Hallertal mit Weizen- und Gerstenmalz, wildem Hopfen und obergäriger Hefe.

Prof. Dr. Fritz Briem war technischer Direktor am Doemens Institute und hat am Siebel Institute of Technology, Brauen und Gärtechnologien unterrichtet.

Sein "Grut Bier" ist Teil einer Serie von drei historischen Bieren. Zwei weitere Biere dieser Serie sind:Mehr über Kräuterbiere.

22.9.12

Kooperation zwischen den Brauereien Gutmann und Sierra Nevada.

Kooperationen zwischen deutschen und amerikanischen Brauereien sind immer noch selten. Soweit mir bekannt, waren die Private Weißbierbrauerei Schneider in Kelheim und die Brooklyn Brewery in New York die ersten. Die "Schneider & Brooklyner Hopfen-Weisse" war das Ergebnis einer langen Freundschaft von Hans-Peter Drexler, dem Braumeister von Schneider Weisse, und Garrett Oliver, dem Braumeister der Brooklyn Brewery in New York. Beide sind in der internationalen Bierszene hinlänglich bekannt. Sie kennen einander von zahlreichen Biertastings und Spezialitätenwettbewerben und schätzen sich als Kollegen seit langem. Im Mai 2007 haben sie ihr erstes gemeinsames Bier gebraut. Mittlerweile ist es auch in Deutschland ganzjährig als "Schneider Weisse Tap5 Meine Hopfenweisse" erhältlich. Mehr darüber: "Weltpremiere für Schneider & Brooklyner Hopfen-Weisse".

Das zweite Beispiel ist die Kooperatio zwischen der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan und der amerikanischen Brauerei Samuel Adams seit 2009: "Samuel Adams arbeitet mit der aeltesten Brauerei der Welt an der Auslotung der traditionellen Braukunst: Neue Biersorte im Frühjahr 2010 erhaeltlich."

Im November 2011 haben die Brauerei Gutmann in Titting und die amerikanische Sierra Nevada Brewery eine Kooperation begonnen. Es ging dabei nicht um die Kreation eines gemeinsamen Bieres, sondern um einen Erfahrungsaustausch. Die Gutmann-Braumeister Richard Hofmeier und Brauer Gerhard Meyer haben zusammen mit dem Brauereiautomatisierungs-Experten Rudi Lange und Ken Grossman, dem Chef der Brauerei Sierra Nevada, und dem Leiter der Versuchsbrauerei, in der 300 Kilometer nördlich von San Franzisco gelegenen Sierra Nevada Brewery einen originalen Weizenbock nach bayerischem Reinheitsgebot gebraut. Das ursprüngliche Brauverfahren (zweimal eingemaischt und Gärung in offenen Bottichen) waren für die Amerikaner eine völlig neue Erfahrung. "Auch das Markenzeichen der Sierra Nevada Brauerei, eine besondere Hopfen-Note, kam bei diesem Weizenbock nicht zu kurz", schreibt Gutmann: http://www.brauerei-gutmann.de/hp741/Made-in-USA.htm">"Weizenbock made in California!".

15.9.12

Böttner, Raupach, Schneider: "Die schönsten Brauereitouren in Oberfranken".

Das Autorentrio Raupach/Böttner/Schneider hat es sich zum Ziel gesetzt, 45 wirklich komplett neue Wanderungen zu entwickeln, die auf wirklich schönen Wegen die Oberfränkische Bierkultur erschließen. Es geht also nicht - wie so oft - darum, auf dem kürzesten Weg möglichst viele Brauereien zu besuchen, sondern um einmalige Erlebnisse von Landschaft, Leuten und ihrer Kultur. In ihrem Buch "Die schönsten Brauereitouren in Oberfranken" schaffen es die Drei wieder einmal, Kulinarisches mit Freizeitspaß perfekt unter einen Hut zu bringen. Egal, ob Sie als Bierfan, Familie oder Tourist unterwegs sind, hier finden Sie immer viele Anregungen, um unvergessliche Stunden zu verbringen. Neben der Strecke und den Brauereien sind auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und allerlei spannende Highlights von der Sommerrodelbahn bis zum Schwimmbad angegeben. Die Touren sind so ausgelegt, dass sowohl erfahrene Wanderer und Radfahrer, als auch gemütliche Gelegenheitsgeher oder -radler immer einen Volltreffer finden.

5.7.12

Hartmann Ur-Märzen Jubiläumsbier.

Anläßlich ihres einhundertjährigen Firmenjubiläums bietet die Brauerei Hartmann in Würgau (Fränkische Schweiz) ein Jubiläumsfestbier "Ur-Märzen" an. Das kastanienfarbene Bier wurde nach alter Familientradition mit kräftiger Malznote eingebraut. Es ist dem Gründer Johann Hartmann gewidmet, zu dessen Zeit Märzen sehr verbreitet waren.

Vor hundert Jahren waren Märzen in Bayern und Baden-Württemberg noch weit verbreitet. Es handelt sich nicht um einen Bierstil, sondern um eine Gruppe von untergärigen Bieren mit einem Stammwürzgehalt von mindestens 13%, also stärken Bieren unterhalb der Bockbiere. Sie werden auch als Festbiere bezeichnet, weil sie etwas teurer sind, so daß die einfachen Leute sie sich nur an Festtagen leisten konnten.

Die Bezeichnung "Märzen" erinnert an den Monatsnamen. Ab 1539 durfte zwischen dem 23. April (Georgi) und 29. September (Michaeli) nicht gebraut werden, so daß die Brauer im März ein Bier für die Sommermonate gebraut haben. In der Regel handelt es sich um ein weiches, malzbetontes, körperreiches, kräftiges, süffiges Bier mit einer leichten Hopfenbittere. Im Laufe der Lagerung im Sommer baute sich ein Teil des Hopfengeschmacks ab.

In Österreich sind Märzen häufiger verbreitet, da sie seit 1995 dort nur eine Stammwürze von 11 Grad haben müssen. Sie sind meist süßer als in Deutschland und haben ein deutlich Karamellaroma.

29.5.12

15. Fränkisches Bierfest im Nürnberger Burggraben.

Das 15. Fränkische Bierfest vom 6. bis 10. Juni 2012 in Nürnberg bietet die Möglichkeit, über 100 Sorten Bier von 34 teilnehmenden Brauereien im romantischen Burggraben unterhalb der Kaiserburg zu probieren.

Dieses Jahr ist das Motto: "Regional ist unsere Wahl". Getreu diesem Motto, wurde noch stärker, bei Brauereien und beim Essen, der regionale Charakter in den Vordergrund gestellt. Selbstverständlich sind die "Legendären", wie z. B. Neder Bräu, Brauerei Hebendanz, Brauerei Alt, Brauerei Drummer und Brauerei Meister wieder dabei.

Die Nürnberger Brauerei Schanzenbräu aus Gostenhof, sowie die Brauereien Nikl aus Pretzfeld und Elchbräu aus Thuisbrunn, die den Status des Neulings schon lange hinter sich gelassen haben, präsentieren auch wieder ihre Bierspezialitäten.

Eröffnung ist am Mittwoch, den 06. Juni 2012 um 18:00 Uhr, durch die Bierkönigin Viktoria von der Landwehrbräu, Reichelshofen.

Das Festgelände hinter der Kaiserburg ist über das Hallertor, über eine Treppe am Tiergärtnertor oder über das Maxtor zu erreichen.

Öffnungszeiten
Mittwoch: 18.00 - 23.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 - 23.00 Uhr
Freitag: 14.00 - 23.00 Uhr
Samstag: 14.00 - 23.00 Uhr
Sonntag: 11.00 - 23.00 Uhr

14.5.12

Kultürla Bierseminar mit Diplom.

Markus Raupach veranstaltet am 23. Mai 2012 in der Zeit von 15.00 bis 20.00 Uhr in Bamberg ein Bierseminar mit Bierdiplom in Zusammenarbeit mit dem Verein Kulturlä.

Das Programm (in Zusammenarbeit mit Hans Wächtler, Inhaber des HW Brauerei-Service):
  • Einführung in die Bamberger und Fränkische Bierkultur
  • Der Brauprozess und die Rohstoffe
  • Führung durch eine Bamberger Brauerei
  • Verkostung von acht Bieren
  • Infos und Diskussion rund um die aktuelle Brauereisituation
  • Prüfung, Diplom und Aufnahme in den Bierorden
Kultürla ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Er nimmt sich Projekten an, die Künstler und Kultur fördern, die Familien und Gemeinschaften stärken und die regionalen Dienstleister und Produzenten verbinden.

Markus Raupach ist Inhaber der Guide Media GbR und Autor zahlreicher Bücher, unter anderem über Frankens Brauereien und Brauereigaststätten.

9.5.12

Mahrs Bräu Lagerbier - naturtrüb und obergärig.

Anläßlich des 1000jährigen Jubiläums der Weihe des Bamberger Doms (1012 - 2012) hat die Bamberger Mahr's Bräu ein obergäriges, natürtrübes Jubiläumsfestbier (5,5% vol. alc.) in einer limitierten Auflage von 200 Kisten (20 hl) herausgebracht.

Die Bezeichnung als obergäriges Lagerbier hat unter englischsprachigen Bierliebhabern etwa für Verwirrung gesorgt, denn dort bezeichnet Lager untergärige Biere. Die Bezeichung als "obergäriges Lagerbier" erklärt sich wohl daraus, daß zwar obergärige Hefe, aber Gersten-, Dinkel- und Weizenmalz (in dieser Reihenfolge der Mengen) eingesetzt worden ist.


Das bernsteinfarbene Bier ist sehr trüb, hat für meinen Geschmack zu wenig Kohlensäure und läßt ausreichend Hopfenbittere vermissen, um die Süße des Dinkelmalzes aus zu balancieren. Ich habe wenig Lust verspürt, es auszutrinken oder gar eine weitere Flasche zu öffnen.

Wer sich über Aktionen und neue Biere der Mahr's Bräu informieren will, nutzt besser deren Facebook-Seite als deren Website, die seit langem eine Baustelle ist.

6.5.12

Brauerei Michael Plank gewinnt den World Beer Cup in der Kategorie "Small Brewing Company".

Beim diesjährigen World Beer Cup wurde in der Kategorie "Small Brewing Company" die deutsche Brauerei Michael Plank in Laaber zur besten Brauerei gewählt. Die komplette Liste der Gewinner (PDF).

Folgende deutsche Biere wurden ausgezeichnet:
  • In der Kategorie "Kellerbier/Zwickelbier" gewann das "Ketterer Zwickel Pils" der Familienbrauerei M. Ketterer, Hornberg, die Goldmedaille (aus 45 Einsendungen).
  • In der Kategorie "Smoke Beer" gewann unter 48 Einsendungen "BraufactuM Roog" eine Silbermedaille. Braufactum ist eine Tochter der Radeberger-Gruppe.
  • In der Kategorie "European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style" gewann unter 18 Einsendungen das "Beck's Premier Light" aus der Brauerei Beck & Co. in Bremen, eine Silbermedaille. Bronze gewann das "Hochdorfer Hopfen-Leicht" aus der Hochdorfer Kronenbrauerei Otto Haizmann in Nagold-Hochdorf
  • In der Kategorie "German-Style Pilsener" gewann unter 74 Einsendungen das "Schönramer Pils" aus der Privaten Landbrauerei Schönram in Schönram eine Silbermedaille
  • In der Kategorie "Münchner-Style Helles" gewann unter 68 Einsendungen "Urtyp Hell" aus der Löwenbrauerei Passau in Passau die Goldmedaille. Silber gewann die Löwenbräu in München, und die Bronze-Medaille ging an "Helles" der Kitzmann Bräu, Erlangen
  • In der Karegorie "Dortmunder/Export or German-Style Oktoberfest" gewann unter 39 Einsendungen das "Schlappeseppel Export" der Brauerei Schlappeseppel in Grossostheim eine Bronzemedaille
  • In der Kategorie "German-Style Märzen" gewann unter 39 Einsendungen das "Ur-Saalfelder" des Bürgerlichen Brauhauses Saalfeld eine Bronzemedaille.
  • In der Kategorie "European-Style Dark/Münchner Dunkel" ging die Goldmedaille an das "Weltenburger Kloster Barock Dunkel" aus der Klosterbrauerei Weltenburg. Bronze gewann das "Riegele Aechtes Dunkel" der Brauerei S. Riegele, Augsburg.
  • In der Kategorie "Traditional German-Style Bock" gewann das "Doppel-Hirsch" von Der Hirschbräu, Immenstadt, Gold.
  • In der Kategorie "German-Style Heller Bock/Maibock" ging eine Silbermedaile an "Der Ulmer Maibock" der Familienbrauerei Bauhöfer in Renchen.
  • In der Kategorie "German-Style Doppelbock or Eisbock" gewann der "Holzfassgelagerte Eisbock" aus dem Brauhaus Faust in Miltenberg Gold. Silber ging an den "Hochdorfer Barbara Bock" aus der Hochdorfer Kronenbrauerei Otto Haizmann in Nagold-Hochdorf.
  • In der Kategorie "German-Style Pale Wheat Ale" gewann das "Gold Ochsen Kristallweizen" der Brauerei Gold Ochsen in Ulm, eine Silbermedaille. Bronze ging an das "Ketterer Ur-Weisse Kristall" der Familienbrauerei M. Ketterer in Hornberg
  • In der Kategorie "German-Style Dark Wheat Ale" ging die Goldmedaille an das "Brauerei Michael Plank Original Hefeweizen" der Brauerei Michael Plank in Laaber. Silber gewann das "Schneider Weisse Original" aus dem Weissen Bräeuhaus G. Schneider & Sohn in Kelheim. Bronze gewann die "Unertl Gourmet Weisse" aus der Weißbräu Unertl in Mühldorf.
  • In der Kategorie "South German-Style Weizenbock/Weissbock" gewann die Brauerei Michael Plank in Laaber mit ihrem "Hellen Weizenbock" Gold. Bronze ging an den "Rhaner Lilly Bock" der Rhanerbräu in Schönthal.

5.5.12

Kellerberg höchstadt e.V.: Kellerfest 2012.

Der Kellerbergverein Höchstadt lädt vom 3. bis 5. August 2012 zu seinem Kellerfest ein. Bilder vom Kellerfest 2011 und Bilder vom Kellerfest 2011.

Der Höchstadter Kellerberg ist eine Kelleranlage, entlang der Staatsstrasse 2763, mit insgesamt 26 Eingängen als Zugang zu einem mehrstöckigem Labyrinth von Stollen und Gängen. Oberirdisch gibt es 22 Kellerhäuschen, die meisten gehören sogenannten Kellergemeinschaften. Im Unterschied zum Bamberger und Forchheimer Raum, wo es viele gewerbliche Sommerkellerwirtschaften gibt, handelt es sich im Landkreis Erlangen-Höchstadt fast ausschließlich um einfache Lagerkeller, die als private Sommerkeller genutzt werden. Die oberirdischen Kellerhäuschen werden meist privat bzw. von Vereinen genutzt.

Mehr zur Geschichte des "Kellerbergs in Höchstadt verrät der Verein zur Förderung der fränkischen Bierkultur.

Der Kellerbergverein trifft sich jeden Donnestag ab 19 Uhr im Petersbecks-Keller zu einem Stammtisch. Nichtmitglieder sind herzlich Willkommen!

30.4.12

Brauereien in Bamberg.

Gelegentlich werde ich gefragt, wie viele Brauereien es in Bamberg gibt. Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ordnen wir die Bamberger Brauereien nach den von mir geschätzten Ausstoßvolumina:
  1. Die Kaiserdom Spezialitätenbrauerei ist mit ca. 250.000 Hektolitern pro Jahr sicherlich die größte Brauerei im Stadtgebiet. Der Bauereistandort in der ehemals selbständigen Gemeinde Gaustadt wurde aber erst im Rahmen einer Verwaltungsreform eingemeindet. Nicht nur im Ausland werden Biere dieser Brauerei dennoch als Bamberger vermarktet. Neben der Marke "Kaiserdom" werden weitere Marken benutzt wie Bürgerbräu, Prostel, Original Biker, Weizenland und Meranier Schwarzbier. Außerdem werden Handelsmarken produziert, Lizenzen vergeben und Spezialitäten wie koscheres Bier und alkoholfreies Bier für Kunden in islamischen Staaten gebraut.
  2. Auf die zweite Position mit 35.000 Hektolitern hat sich in den letzten Jahren, inbesondere auch nach der Insolvenz der Brauerei Maisel, die Brauerei Fässla hoch gearbeitet.
  3. Die Mahrs Bräu hat volumenmäßig schon bessere Tage gesehen. Veröffentlicht wird eine Ausstoßmenge von 22.000 Hektolitern pro Jahr (Stand vom September 2017).
  4. Außerhalb Bambergs und insbesondere im Ausland ist die als "Schlenkerla" bekannte Heller-Bräu die bekannteste Brauerei Bambergs. Die Ausstoßmenge wird nicht publiziert. Die Leute reden aber von 20.000 Hektolitern pro Jahr. Ihr Sortiment ist - nimmt man z.B. die Bewertungen des englisch sprachigen Bewertungsportals RateBeer.com als Indikator - das beste von Bamberg.
  5. Die Brauerei Keesmann braut nach eigener Angabe 200 Sude pro Jahr mit je 80 hl, also insgesamt 16.000 hl.
  6. Die Brauerei Spezial stellt wie auch das Schlenkerla ihr Rauchmalz selbst her. Gebraut werden ca. 6.500 Hektoliter pro Jahr.
  7. Die Ausstoßmenge der Klosterbrauerei wird nicht veröffentlicht. Sie ist seit Anfang 2017 im Besitz der Kaiserdom.
  8. Die Brauerei Greifenklau braut jährlich ca. 1.000 Hektoliter. Neben dem "Greifenklau Lager" gibt es einen saisonalen Bock, ab und zu das Rauchbier "Greif R" und expertimentelle, hopfengestopfte Zwickel- und Bockbiere.
  9. Die vielleicht kleinste gewerbliche Bamberger Brauerei ist die Weyermann® Braumanufaktur mit 500 Hektolitern pro Jahr. Ausschlagmenge: bis zu 280 Liter.
  10. Wie viel Bier die jüngste Bamberger Brauerei, die Gasthausbrauerei Ambräusianum braut, weiß ich nicht.
  11. Noch kleiner ist Robesbierre, eine Hausbrauerei. Das heißt: sie darf kein Bier vertreiben, sondern braut nur für den Eigenverbrauch. Inhaber und Braumeister Robert Pawelczyk ist aber Profi, unterrichtet Brauer und ist Prüfer bei der Gesellenprüfung der Handwerkskammer.
  12. Eine weitere Hausbrauerei in Bamberg wurde 2014 gestartet: Hausbrauerei Gleisdreieck
  13. Technisch gesehen verfügt die Mälzerei Weyermann® über eine zweite Brauereianlage. Dort wird aber kein Bier gebraut, sondern Sinamar, mit dem man Bier, Backwaren und andere Produkte färben kann.
  14. Im März 2016 wurde in Bamberg-Gaustadt die Gasthausbrauerei "Erlkönig Bamberg" eröffnet. Im September 2016 wurde sie in "Kronprinz Bamberg" umbenannt.
  15. Das Gasthaus Sternla verfügt seit März 2018 über eine "Hopfensau" des österreichischen Herrstellers Sudkraft, in der 50 Liter je Sud gebraut werden können.
Erschwert wird die Beantwortung der Frage, wie viele Brauereien Bamberg hat, dadurch, daß einige Bamberger Brauereien zumindest einzelne Sorten außerhalb Bambergs im Lohnbrauverfahren brauen lassen. Leider lassen sie darüber Transparenz vermissen.

Nicht gelistet habe ich Hausbiere von Gaststätten, die diese unter ihrem Namen anbieten, aber über keine eigene Brauerei verfügen. So bietet das Restaurant "Alt-Ringlein" ein "Ringlas Hell", verschweigt aber nicht, wo dieses Bier gebraut wird.

Ebenfalls nicht gelistet habe ich Biere der Marken
  • St. Michaelsberg im dänischen Besitz. Zuerst wurden Biere dieser Marke in Dänemark gebraut, mittlerweile werden Dosenbiere dieser Marke in der Brauerei Eichbaum gebraut.
  • St. Erhard im Besitz eines Bamberger Existenzgründers, dessen Biere in der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf gebraut werden, was offen kommuniziert wird.
  • die Braumanufaktur Alt-Bamberg, deren Biere gerüchteweise in der Gaustädter Kaiserdom-Spezialitätenbrauerei gebraut werden.
  • Bamberger Hofbräu ist eine Marke im Eigentum der Mälzerei Weyermann. Seit wenigen Jahren wird diese Marke (die historische Brauerei in der Pödeldorfer Straße wurde vor Jahrzehnenten bereits abgerissen) revitalisiert. Im Gästezentrum der Mälzerei gibt es eine Lounge dieser Marke. Das Bamberger Hofbräu Lager wird nach einem historischen Rezept gebraut. Mittlerweile wurde auch ein "Bamberger Hofbräu Pils" und der Doppelbock "Bamberger Hofbrau Exquisator" gebraut. Weitere Biere sollen folgen.
  • Der Hopfengarten Bamberg, fußläufig gelegen zwischen dem Café Abseits und der Mälzerei Weyermann, wurde im September 2016 von der Bamberger Gärtnerei Emmerling eröffnet (Zollnerstr. 24). Er besteht aus einem Schaugarten mit 12 verschiedenen Hopfensorten. Verkauft werden Hopfen-Jungpflanzen, verwendbar zur Dekoration oder auch, um Hopfen zum Bierbrauen anzubauen, und Hopfenkissen für einen erholsamen Schlaf. Zur Eröffnung wurden in der Brauerei Keesmann deren Helles und das Herrenpils jeweils "wet hopped" naß gehopft (im Fass) mit den Hopfensorten Perle und amerikanischem Cascade. Im Dezember 2016 wurde die Sorte "Hopfendolde Perle" in Flaschen (0,5 l, Sixpack) vertrieben." Im August 2017 will Kris Emmerling eine eigene Brauerei eeröffnen, eine Mikrobrauerei mit 150 Litern pro Braugang.
  • Die 2016 als Heimbrauerei gestartete, seit 2017 gewerbliche Brauerei Frankenstoff hat zwar eine Adresse im Bamberger Stadtgebiet, gebraut wird aber im Bamberger Umland.


(Aktualisiert am 1.April 2018).

Drei Tage Bierdiplom.

Der "Bayerische Hof" in Grünbach im Vogtland bietet im Rahmen eines Bündels verschiedener "Biererlebnisse"eine individuell buchbare Pauschale genannt "Drei Tage Bierdiplom". Teilnehmer können Brauer Roy Hartenstein dabei auch zur Hand gehen. Am Ende von drei lehrreichen Tage gibt es ein Bierdiplom. Nebenbei lernt man auch die hauseigene Destillerie kennen.

26.4.12

Bayerischer Brauerbund und BHG verleihen "Goldene BierIdee 2012".

München. Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. haben am Donnerstag, dem 19. April 2012, im feierlichen Rahmen der Krönungsgala der 3. Bayerischen Bierkönigin im Augustiner-Keller in München die "Goldene BierIdee 2012" verliehen.

Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient gemacht haben. Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll, nahm zusammen mit Wirtepräsident Ulrich N. Brandl die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger vor.

Ausgezeichnet wurden:
  • Die Privatbrauerei Zötler GmbH, Rettenberg im Allgäu, für Ihr großes Engagement um die Aus- und Weiterbildung von Füh-rungskräften und Mitarbeitern in der Gastronomie innerhalb der Zötler Gastro-Akademie und des Zötler Gastro-Forums.
  • Herr Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, Stadt Freising, für das langjährige Engagement, die Stadt Freising voll Stolz als facetten- und traditionsreiche Stadt des Bieres zu präsentieren.
  • Der Verein Bierland Oberfranken e.V. für die Bemühungen um die Bewahrung der oberfränkischen Bierkultur und die Präsentation der einzigartigen oberfränkischen Brauerei- und Biervielfalt im Rahmen eines touristischen Gesamtkonzeptes.
Brauerpräsident Friedrich Düll stellte in seiner Festrede heraus, dass es Betriebe gibt, deren Engagement um den Erhalt der bayerischen Bierkultur das Maß des Üblichen übersteigt, und die die Auszeichnung mit der Goldenen BierIdee mehr als verdient haben. Er betonte, dass nicht nur das Brau- und Gastgewerbe selbst innovativ sind, sondern die Begeisterung für Bayerisches Bier längst Privatinitiativen, Einrichtungen des Getränkehandels, Landkreise und Gemeinden oder Unternehmen auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette "Bier" infiziert hat.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbunds).

24.4.12

New Yorker Braumeister in der Hoepfner Burg

Jan Matysiak, Braumeister in der Sixpoint Craft Ale Brewery in Brooklyn, New York City, hat einen ganz besonderen Wunsch. In seiner Heimatstadt Karlsruhe möchte er ein neues Bier brauen, das es so noch nirgendwo gibt. Für den Diplom-Braumeister, der an der Technischen Universität München-Weihenstephan studiert hat, steht fest:
"In der Hoepfner Burg wird es auf Anhieb gelingen!"
Für den Geschäftsführer der Privatbrauerei Hoepfner, Matthias Schürer, kommt die Wahl nicht überraschend.
"Unsere Hochburg der Braukunst bietet alles, was sich ein Brauer wünschen kann. Zum einen modernste Technik, aber auch offene Prozesse, in die er jederzeit eingreifen kann."
Ein wunderschönes Sudhaus und offene Gärkeller, die es so nur noch selten in Deutschland gibt, bei diesen Möglichkeiten gerät Jan Matysiak "ins Schwärmen", wie er selbst bei der Vorstellung des Projekts betonte:
"Die Vorrausetzungen in der Hoepfner Burg sind optimal, die Brauer neugierig und motiviert, die Gerätschaften erstklassig."
Jan Matysiak sieht sich als ein Botschafter, der in Deutschland mit seiner Idee
"auch an die Grenzen des deutschen Reinheitsgebotes geht, und es dennoch ehren will."
Dazu habe er die
"besten Elemente aus europäischen und amerikanischen Bierwelten zusammengetragen."
Hoepfner Braumeister Peter Bucher ist gespannt:
"Jan hat mir erzählt, was er vorhat. Wir haben ja bereits ein breites Sortiment. Dennoch denke ich, dass es für uns alle etwas völlig Neues werden wird. Allerdings hat er nur einen Schuss! Pardon - einen Sud."
Dieser Sud wurde am Ende Februar 2012 eingebraut. Bis Ostern etwa reift das Bier in den kalten Kellern der Burg. Dann endlich kann die „Bier-Spezialität by Jan Matysiak“ probiert werden. Mathias Schürer:
"Wenn alles gelingt, planen wir die neue Bierschöpfung zum Probieren in ausgewählten Restaurants und Gaststätten der Region anzubieten."
(Quelle: Pressemitteilung der Privatbrauerei Höpfner).

Siehe dazu auch: "Bier - zartbitter: Brauerei Hoepfner präsentiert neue Biersorte", in: ka-news vom 24. April 2012.

Weyermann® Süßholz-Biere

Am Valentinstag wurde in der Weyermann Braumanufaktur Süßholz (englisch: liquorice) geraspelt. Süßholz ist den meisten eher als als Süßigkeit Lakritz bekannt. Lakritze wird hergestellt aus dem extrahierten und eingedickten Saft von Süßholz-Wurzeln, dem Zuckersirup, Mehl und Gelatine zugesetzt werden. Süßhölzer dienten auch als Arznei gegen Husten, Heiserkeit und Magenprobleme.

Lange Zeit wurden sie in unterschiedlichen Regionen vor allem im Süden Deuschlands angebaut. Heute werden sie nur noch von einzelnen Privatleuten und in Bamberg angebaut. Die Bamberger Süßholzgesellschaft hat es als ein Thema in die Landesgartenschau 2012 in Bamberg eingebracht. Produkte aus Süßholz sollen als Souvenir verkauft werden. Durch den Anbau werden brachliegende Gärtnerflächen im Welterbe Gärtnerstadt reaktiviert.

Angesteckt von der Vorfreude auf die Landesgartenschau, die am 26. April 2012 beginnt und zu der bis zum 7. Oktober über eine Million Besucher erwartet werden, wurde in der Weyermann® Braumanufaktur das Süßholz nicht nur klein geraspelt, sondern vom Braumeister Dominik Maldoner zum Brauen von drei Süßholz-Bieren verwendet:
  • Weyermann® Süßholz-Raspler (5,0% vol alc.)
  • Weyermann® 4-Korn Süßholz (5,2% vol. alc.)
  • Weyermann® Süßholz-Porter (7,4% vol. alc)
Beschreibungen dieser drei neuen Süßholz-Biere findet man in dem Artikel "Weyermann® kreiert anlässlich der Bayerischen Landesgartenschau in Bamberg eine exklusive Auswahl an "Süßholzbieren"", in: Der neue Wiesentbote vom 20. April 2012.

Biere mit Liquorice sind selten, aber es gibt einige Beispiele, so das "Tomlinsons Original Liquorice Stout" der Cairngorm Brewery im schottischen Aviemore, vertreten auch bei Facebook. Das "Original Liquorice Stout" wurde 1994 erstmals in Pontefract gebraut.

23.4.12

Maxbrauerei Biermanufaktur.

Die vor zwei Jahren gegründete Maxbrauerei Biermanufaktur in Altenstadt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau war die wohl kleinste Brauerei, die auf dem Bierfestival Braukunst Live! 2012 vom 20. bis 22. April 2012 in München mit enem eigenen Stand vertreten war.


Der Titel "Braumanufaktur" wird mittlerweile ja inflationär verwendet, sogar von eher großen Brauereien. Im Falle der Maxbrauerei Braumanufaktur ist die Bezeichnung nicht irreführend. Die Sudgröße von nur 2,2 Hektoliter entspricht der Sudgröße der Weyermann Braumanufaktur in Bamberg. Das Malz bezieht Max Sedlmeier aus Bamberg und man profitiert von deren Service, Brauern und Heimbrauern Rezepturen zur Verfügung zu stellen. Pro Jahr werden rund tausend Hektoliter gebraut.

Gottseidank braut man nicht nur die in allen Gasthausbrauereien üblichen Biersorten (helles und dunkles Lager, Hefeweizen, saisonal: Bock), sondern auch Bierspezialitäten wie ein "Maxbrauerei India Pale Ale" (7,0% vol. alc.) und gelegentlich "Braumeister Spezialbiere" wie etwa Whisky Ale, Dunkles Märzen oder gar einen Barley Wine. Verkostet habe ich in München das neue Whisky Ale der Maxbrauerei, das mir vorzüglich geschmeckt hat. Es wurde im Herbst 2011 in Zusammenarbeit mit den Schongauer Whiskey-Freunden eingebraut. Vier Monate lang wurde es in einem Bourbon-Fass gelagert.

Die Maxbrauerei hat keine eigene Flaschenfüllerei, sondern läßt in Bügelverschlußflaschen abfüllen. Vertrieben werden sie bislang im der Erlebnisbrauerei selbst, die nur mittwochs und freitags von 14 h bis 17:30 h und donnerstags von 14 h bis 22 h geöffnet hat, in Gaststätten in der Region und im regionalen Einzelhandel, etwa bei Edeka (siehe: "Dort gibt's unser Bier".

Ein zweites Standbein der Maxbrauerei Braumanufaktur sind halbtägige und ganztägige Braukurse.

17.4.12

Maisel & Friends.

"Maisel & Friends" ist eine im Mai 205 eingetragene Marke der Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel KG. Sie steht für "Biere mit starkem Charakter".

"Stefan’s Indian Ale" von Stefan Sattran ist ein India Pale Ale. Stefan Sattran ist Sommelier und betreibt gemeinsam mit zwei Freunden einen kleinen, feinen Weinberg im fränkischen Würzburg. Er ist seit seiner Kindheit mit dem Brauereieinhaber Jeff Maisel befreundet.

"Jeff’s Bavarian Ale" von Jeff Maisel ist ein Weizenbock.

"Marc’s Chocolate Bock" ist ein dunkler Bock. Marc Goebel ist Brauer von Beruf. Er lernte Jeff Maisel beim Studium der Brauwirtschaft in Weihenstephan kennen.

Sehr gelungen ist die Idee, alle drei Biere durch Videos vorzustellen. Die Vorstellungen übernehmen die drei Namensgeber. Dafür gibt es einen eigenen Youtube-Channel MaiselAndFriends.

Alle drei Biere sind am Juli 2012 lieferbar.

19.3.12

Störtebeker Atlantik-Ale.

Das "Störtebeker Atlantik-Ale" aus der Störtebeker Braumanufaktur ist ein obergäriges Bier, in dem sieben Hopfensorten kombiniert worden sind, darunter auch Cascade, Amarillo und Citra. Es wird im Vergleich zu anderen Pale Ales aus Deutschland preisgünstig vermarket. Eine Kiste mit 20 0,5 l-Flaschen kostet im brauereieigenen Getränkemarkt zur Zeit nur 15,99 Euro incl. Mehrwertsteuer zzgl. Pfand.

Die Stralsunder Brauerei hat sich 2012 in Störtebeker Braumanufaktur umbenannt, was wohl eher der Intention geschuldet ist, für Deutschland eher ungewöhnliche Biere zu brauen, als dem rund 100.000 Hektolitern großen Ausstoß. Die Bezeichnung "Atlantic Ale" soll wohl die verwendeten Hopfensorten vertonen.

9.3.12

Weyermann® Dinkelbock.

Der Weyermann® Dinkelbock aus der Weyermann® Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann® in Bamberg besitzt eine kräftige, goldgelbe Farbe und dazu eine Schaumkrone, die an einen frisch aufgebrühten Cappuccino erinnert, beschreibt ihn Weyermann®.
"Dem Bierkenner werden gleich die betörenden, dinkeltypischen, süßlichen Aromen auffallen, die durch die Hopfenblume nur noch kräftiger unterstrichen werden.
Im Mund entfaltet er sich als ein spritzig, angenehm vollmundiges Bier. Die erfrischende Bittere im Nachtrunk harmonisiert perfekt mit einer wohligen Malzsüße.

Der Weyermann® Dinkelbock wurde mit 55% Dinkelmalz eingebraut. Er erreicht bei einer Stammwürze von 16,0% einen Alkoholgehalt von 5,8% vol. Er wurde mit Saphir gehopft und hat 33 Bittereinheiten.

Dinkel ist eine Getreideart, ein enger Verwandter des heutigen Weizens. Er entstand als Kreuzung zwischen Emmer und Wildgräsern in Mesotomien vor einigen zehntausend Jahren. In Europa wird Dinkel seit dem späten Bronze-Zeitaler von den Alemannen kultiviert.

Dinkel wurde nach dem zweiten Weltkrieg immer weniger zum Brauen verwendet. Wegen seines hohen Proteingehaltes eignet sich Dinkel besser zum Brotbacken. Vor dem Brauen muß Dinkel entspelzt werden, sonst schmeckt es zu adstringierend, d.h. im Mund entsteht ein pelziges Gefühl. Nach der Fermentation muß Dinkelbier mehrere Monaten bei niedriger Temperatur, knapp über dem Gefrierpunkt, gelagert werden, um den pelzigen Geschmack zu mildern.

Mit dem Aufkommen der Biobiere und der Rückbesinnung auf alte Getreide-, Gemüse- und Obstsorten, ist Dinkelbier eine Nische geworden:Die Liste ließe sich verlängern durch viele Beispiele einmaliger oder saisonaler Dinkelbiere sowohl aus Deutschland wie auch aus dem Ausland. So hat die Kölner Braustelle auch schon einmal ein Braustelle Dinkelbier als Monatsbier gebraut. Das Bamberger "Café Abseits" schenkt den Weyermann® Dinkelbock vom 10. bis zum 18. März 2012 vom Faß aus (solange der Vorrat reicht).

Stiegl Hausbiere.

Die österreichische Brauerei Stiegl in Salzburg hat ihr Biersortiment geschickt in vier Kategorien sortiert. Neben dem klassischen Stiegl Sortiment, wie es sich landauf, landab in vielen Brauereine findet:
  • "Stiegel Hausbiere" sind sieben saisonal wechselnde Sorten, die aus traditionellen Rezepturen hergestellt werden. Zur Zeit ist im Online-Shop nur das "Fastenbier" erhältlich. Das Weihnachtshonigbier und ein tiefschwarzes "Extra Stout" mit Kaffeearomen sind ausgetrunken.
  • Hinter "Stiegl Spezialitäten" verstecken sich der Bierbrand "Stiegl- Bockiger", gebrannt von Siegfried Herzog aus dem "Original Stieglbock", sowie "Stiegl Herbstgold", ein helles Festbier mit 5,2% vol. alc.
  • "Stiegl Sondereditionen" sind Biere für Events, wie ein "Festspiel-Pils" oder für die "Vienalle 2010" oder zum Gedanken an den Südtiroler Andreas Hofer. Außerdem gibt es seit 2008 jährliche "Stiegl Braukunst-Editionen", die sich durch künstlerisch gestaltete Bieretiketten auszeichnen.

4.3.12

15. Fränkische Bierfest.

Das 15. Fränkische Bierfest im Nürnberger Burggraben findet vom Mittwoch, 06.06.2012, bis Sonntag, 10.06.2012, statt.

29.2.12

1. BIERsymposium für Biergenuss und Braukultur.


Vom 12. bis 14. Oktober 2012 veranstalten die Fränkische Bierakademie und Markus Harms (Bieratelier) in der Bierkulturstadt Bamberg im Bierland Oberfranken ihr "1. BIERsymposium für Biergenuss und Braukultur".

Themen- und Referentenplan (Stand März 2012 / Änderungen vorbehalten):
  • Die Macher vom Bamberger Bierfilm, Unfinden, "Ein Bekenntnis zum Bier". Bierkultur bestens in Szene gesetzt, neue filmische Aufarbeitung von Kommunbrauhäuser und Hausbrauereien.
  • CrewAle Werkstatt, München, Deutschlands Craft Brew. Geschmacklich außergewöhnliche Biere für alle, die nicht mit dem Strom schwimmen. Das Ergebnis ist State of the Art und ein neuer State of Mind!
  • Fa. Gourmet Connection, Frankfurt. Gourmet Connection ist eine international tätige Marketing- und Kommunikations-Agentur, für die Bereiche Essen & Trinken, Genuss, Hotellerie & Tourismus und Lebensart.
  • Propeller-Bier-Konzept, Bad Laasphe. Bierjournalist & Bräu stellen vor: Aufwind (IPA) und Nachtflug (Imperial Stout).
  • Fa. Wilhelm Eder, Bad Dürkheim. Holzfässer und Holzersatzprodukte zur Differenzierung des Biergeschmacks (barrel aging).
  • Reisen zum Bier: Biertourismus und Vermarktung. Bierland Oberfranken. Bierkulturstadt Bamberg.
  • Fa. Weyermann, Bamberg. Der Einsatz von Spezialmalzen für Fülle, Farbe und Aroma. Praxisbeispiele und Vorstellung einiger Spezialitäten.
  • Fa. Kaspar Schulz, Bamberg. Gasthausbrauereien: Konzepte, Planung und Realisierung. Chancen und Risiken.
  • Gosenbrauerei Bayerischer Bahnhof, Leipzig. USP – Gose. Wiederbelebung und Performance einer historischen Bierspezialität.
  • Fa. Barth-Haas Group, Nürnberg. Hopfen – mehr als nur ein Bittermacher. Das Gewürz des Bieres, Möglichkeiten und Anwendungsbeispiele zur Geschmacksdifferenzierung.
Mit freundlicher Unterstützung (Besichtigungen): Vorstellung Internationaler Bierspezialitäten, Bier- & Brauereimarketing und mehr "Trinken ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst." Im Symposiumspreis sind inkludiert: komplettes Referentenprogramm, Eintritt ins Brauereimuseum mit Führung, Brotzeit mit diversen Bierspezialitäten, Pausengetränke, Brauereibesichtigungen, Bamberger "Rauch-Bier-Zwiebel" und a Seidla Schlenkerla Märzen, "Blaue Zipfel Essen" und weitere Bierspezialitäten. Anreise/Übernachtung: Selbstanreise, bei der Zimmerbuchung (auf eigene Rechnung) ist Ihnen der TKS (0951-2976-200 / www.bamberg.info gerne behilflich. Folgende Bamberger Brauereien bieten Übernachtungsmöglichkeiten an: Brauerei Fässla, Brauerei Spezial, Hotel Altenburgblick. Oder schauen sie ruhig mal unter www.braugasthoefe.de. Es empfiehlt sich rechtzeitige Anmeldung. Direkt bei den Veranstaltern: BierAtelier Markus Harms, Fon: 0 52 04 / 92 41 92 - Fax: 0 52 04 / 99 42 40 0 Email: markus.harms@bieratelier.de - www.bieratelier.de, Fränkische BierAkademie (FBA), Genussbotschaft – Bierkulturstadt Bamberg joHannes Schulters, Fon: 0951-9370349 Email: info@fraenkische-bierakademie.de www.fraenkische-bierakademie.de Bierconnaisseurpreis: 249,- €, inkl. MwSt. Mindestteilnehmerzahl: 15 (Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl). Verbindliche Anmeldung nach Zahlungseingang Rückerstattung nur bei Veranstaltungsausfall

Zielgruppe: Biergenussaffine, Braukulturinteressierte, Profis und Hobbyisten die sich mit Spaß und Leidenschaft dem Thema Bier, dessen Entstehungs- und Vermarktungskultur interessieren, Hintergründe erfahren und sich austauschen möchten.

27.2.12

Alvinne Craft Beer Festival.

Am 4. und 5. März 2012 findet in De Kasteelhoeve, Avelgem, Belgien zum vierten Mal das jährliche "Alvinne Craft Beer Festival" statt und zwar auf dem neuen Gelände der Brauerei Alvinne statt: Vaartstraat 4a, Moen (Zwevegem).

Es gibt nach eigenem Anspruch einige der innovativsten Mikrobrauereien zu entdecken:
  • Picobrouwerij Alvinne als Gastgeber
  • De Struise Brouwers
  • Brouwerij de Molen, Niederlande
  • Brouwerij Emelisse, Niederlande
  • Braustelle, Köln
  • Bierkompass.de
  • Gänstaller-Bräu, Schnaid
  • Thornbridge, Großbritannien,
  • Grassrooth Brewing co, USA/Dänemark
  • Stillwater Artisanal Ales, USA
  • Mikkeller, Dänemark
  • Norrebro Bryghus, Dänemark
  • Croocked Moon Brewing, Dänemark
  • Revelation Cat, Italien
  • Birrificio del Ducato, Italien
  • Brasserie des Franches-Montagne (BFM), Schweiz

21.2.12

Rittmayer Oak Reserve (Edition Nr. 4).

Mit der Reihe "Rittmayer Oak Reserve" und dem Jahrgangsbier braut Georg Rittmayer (Brauerei Rittmayer in Hallerndorf) in regelmäßigen Abständen höchst individuelle Biere mit Reifepotential.

Ein weiteres Bier der Oak Reserve Reihe ist die Edition Nr. 4 mit einem Potpourri aus reifen Früchten, Vanille und Rotwein. Hergestellt durch ein zweifaches Reifeverfahren. Durch die Lagerung im Rotwein-Barriquefass erhält dieses Bier die Finesse der Spätburgundertraube und dezente Anklänge von Vanillearomen. Es entsteht eine einzigartige, elegante Rotweinaromatik, die mit den süßen Malznoten des Bieres eine harmonische Liaison eingeht. Gelagert wurd es in einem Faß, in dem vorher Spätburgunder Barrique von Philipp Wittmann, Weingut Wittmann, Westhofen in Rheinhessen, gelagert worden war.

Mit seinen 9,5% vol. alc. eignet sich die "Rittmayer Oak Reserve Edition Nr. 4" insbesondere als als Aperitif oder Digestif. Abgefüllt wurden 538 0,375-Liter-Flaschen. Sie werden im hauseigenen Getränkemarkt und online verkauft für 8 Euro je Flasche.

Bekannt ist die Brauerei Rittmayer außerhalb Oberfrankens insbesondere durch ihr Rauchbier. Es gewann seit 2006 fünf Mal in Folge einen Preis beim European Beer Star Award (2010: Silver Award, 2007 bis 2009: Gold Award, 2006: Bronze Award).

17.2.12

"Nürnberger Pils" von Tucher - hopfengestopft.

Die Tucher Bräu in Nürnberg, Teil der Radeberger Gruppe (Dr. Oetker) hat ein neues Pils vorgestellt. Bemerkenswert ist daran, daß es hopfengestopft worden ist, d.h. eine Beimengung der letzten Hopfengabe (Aromahopfen) erfolgt erst während der Würzekühlung, vorzugsweise nach Ablauf von etwa der halben Abkühlzeit. Bei Tucher wird bei minus 1 Grad Celsius mit dem Aromahopfen Saphir gehopft. Das "Nürnberger Pils" lagert anschließend dreimal so lange wie normales Pils.

Dieses Verfahren, im amerikanischen, handwerklichen Brauereien seit langem geschätzt und als "dry hopping" bezeichnet, wird meines Wissens von den Brauereiverbänden in Deutschland immer noch als Verstoß gegen das Reinheitsgebot gewertet, wenn auch nicht kriminalisiert. Möglicherweise ist aber Bewegung in dieser Frage. So referierte Dr. Christina Schönberger, Fa. Joh. Barth & Sohn, auf dem Rohstofftag am 18. Oktober 2011 in Spalt, einer gemeinsamen Veranstaltung der Verbände Private Brauereien Bayern, HVG Spalt und Bayerischen Brauerbund, über "Flavour Hops". Sie führte aus, daß diese sich als als Differenzierungsmerkmal im Bier eignen. Praxisversuche hätten verdeutlicht, daß eine Hopfengabe im Lagerkeller (Hopfenstopfen) das Aroma deutlich verstärken könne, aber zur Gesamthopfung passen müsse.

Ungeachtet dieser Diskussionen verwenden bereits viele kleinere Brauereien auch in Deutschland das Hopfenstopfen oder nutzen es gar als Alleinstellungsmerkmal wie die Häfner-Bräu in Bad Rappenau mit ihrer Marke "Hopfenstopfer".

Die erste größere Brauerei, die es in Deutschland angewandt hat, ist die Weißbierbrauerei Schneider gewesen. Die mittlerweile als "Schneider Weisse Tap5 Meine Hopfenweisse" angebotene Bier "Schneider & Brooklyner Hopfen-Weisse" wurde 2005 in Kooperation mit der Brookyln Brewery in New York entwickelt bzw. von Garrett Oliver von der Brooklyn Brewery und Hans-Peter Drexler, dem Chef-Braumeister von Schneider. Es ist 2007 ständig erhältlich.

7.2.12

Brau Beviale 2012: Gemeinschaftsstand mit Top-Konditionen.

Die Brau Beviale ist die 2012 weltweit wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft. Vom 13.-15. November 2012 (neu: Dienstag bis Donnerstag!) präsentieren im Messezentrum Nürnberg über 1.350 Aussteller (2011: 44 % international) ein umfassendes Angebot an
  • hochwertigen Getränke-Rohstoffen,
  • innovativen Technologien,
  • effizienter Logistik und
  • spritzigen Marketing-Ideen.
Unglaubliche 98 % der Fachleute
  • aus Brauereien und Mälzereien,
  • aus Betrieben, die alkoholfreie Getränke herstellen,
  • Spezialisten aus Molkereien,
  • Winzer
  • sowie Zulieferer der Brau- und Getränkewirtschaft
waren 2011 mit diesem Angebot hoch zufrieden. Der beliebte Messe-Mix aus professioneller Präsentation und intensivem persönlichen Dialog erwartet gut 31.500 Besucher (2011: 36 % international) aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft. Junge Unternehmen mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen, die Kunden in der europäischen Getränkewirtschaft ansprechen, sollten sich jetzt anmelden und von der Kraft einer starken Messe profitieren.

Das betrifft beispielsweise junge, innovative Firmen aus den Bereichen
  • Rohstoffe und Getränkehersteller,
  • Vermarktung und gastronomische Einrichtungen,
  • Dienstleistungen und Werbung,
  • Maschinen und Anlagen,
  • Betriebs- und Laborausstattung,
  • Energiewirtschaft,
  • Betriebsstoffe und Packmittel,
  • Transport-, Verkaufs- und Flurförderfahrzeuge
  • sowie Logistik.
Hat die Firma ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, erfüllt die gültige EU-Definition für ein kleines Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter, Jahresumsatz unter 10 Mio. EUR) und ist jünger als zehn Jahre, steht einer geförderten Beteiligung auf der Brau Beviale 2012 nichts mehr im Wege.

Wie erfolgreich eine solche Teilnahme ist, davon überzeugten sich 19 junge Firmen auf dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Gemeinschaftsstand der Brau Beviale 2011. Die Förderung kurbelt das Exportgeschäft der Unternehmen an und stärkt gleichzeitig den Standort Deutschland, so die Intension des BMWi. Im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes, der von der NürnbergMesse organisiert und vom AUMA – Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft – in Sachen Exportberatung unterstützt wird, bekommen junge, innovative Unternehmen für die ersten beiden Messebeteiligungen 80 % und ab der dritten Beteiligung innerhalb des Förderprogramms immerhin noch 70 % der Kosten erstattet. Dies schließt Leistungen wie Standmiete, Standbau, Grundmöblierung, Beleuchtung, Strom, Reinigung, Versicherung, Kommunikationspaket und AUMA-Gebühr ein. Damit sinken die Beteiligungskosten bei 20 % Eigenanteil auf unschlagbare 79,80 EUR/m² und bei 30 % Eigenanteil auf 119,70 EUR/m² zuzüglich Mehrwertsteuer.

Detaillierte Informationen zum geförderten Gemeinschaftsstand erhalten Interessenten beim Vertrieb National der NürnbergMesse: Bettina Wild, bettina.wild@nuernbergmesse.de (Bettina Wild), Tel +49 (0)9 11. 86 06-81 78, oder unter www.brau-beviale.de/gemeinschaftsstand. Auskünfte zum Förderprogramm erteilt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Förderantrag unter www.bafa.de.

Alle Aussteller und ihre aktuellen Produktinformation finden Sie unter: www.ask-Brau-Beviale.de

6.2.12

Biere der Marke "St. Michaelsberg".

St. Michaelsberg ist der Name eines ehemaligen Benediktinerklosters auf dem Michaelsberg (auch Michelsberg genannt) in Bamberg, dessen 1000. Gründungstag im Jahre 2015 gefeiert werden wird. In der ehemaligen Klosterbrauerei, nach der Säkularisation im städtischen Besitz und bis 1969 als Brauerei bewirtschaftet (letzter bürgerliche Braumeister: Georg und Michael Peßler), ist heute das Fränkische Brauereimuseum untergebracht.

Die Rechte an der Marke "St. Michalsberg" hatte die Bamberger Maiselbräu erworben. Siehe eine Liste der unter diesem Markennamen einst von der inzwischen insolventen Maiselbräu angebotenen Biere bei RateBeer.com.

Mittlerweile gehören die Markenrechte dem Dänen Lars Heide Rasmussen. Er läßt im Vejle Bryghus in Egaa, Dänemark, Biere der Marke "St. Michaelsberg" brauen.

Am 12. Januar 2012 hat der sympathische Däne Hannes Schulters, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Fränkisches Braueimusum, und mir im "Café Abseits" in Bamberg einige Biere seines Vejle Bryghus vorgestellt, darunter das vorzügliche Weihnachtsbier Holy Night. Vejle Holy Night ist dunkelbraun und wohl inspiriert von einem belgischen Dubbel. Der Weizenbock wird mit verschiedenen Malzen (Pils, Weizen-, Karamell-, Kristall, Chokolate), Hopfen (Bram Ling Kreuz, Mt. Hood, steirischer Goldings) und braunem Kandiszucker gebraut und gewürzt mit Koriander. Es bietet Aromen von Früchten und Gewürzen.

Als Gastgeschenk hat Lars Heide Rasmussen Gläser und ein Schild mit der Aufschrift "St. Michaelsberg" für das Fränkische Brauereimuseum mitgebracht.

Hannes Schulters präsentiert das Schild "St. Michaelsberg"

3.2.12

India Pale Ales aus Deutschland.

Ales sind obergärige Biere englischen Stils. Pale bedeutet hell. Der Zusatz "India" bezieht sich darauf, daß sie einst von England auf dem Seeweg in die englische Kolonie Indien verschifft worden sind. Um sie für die über sechswöchige Fahrt und die hohen Temperaturen haltbar zu machen, braute man sie mit einem hohen Alkohol- und Hopfengehalt ein. Für amerikanische IPAs ist zudem der Einsatz von Cascade Hopfen typisch und damit dominante Fruchtesternoten, die von Pfirsich bis Grapefruit gehen. Siehe dazu auch "Hops and Glory".

Biere dieses Bierstils haben ein intensives Hopfenaroma, eine Farbe von Gold bis Kupfer, einen mittleren Körper und ausgewogene Malzigkeit. IPA's sind vorzügliche Begleiter von Speisen mit Chili, indischen Currygerichten oder scharfen chinesisischen Speisen.

Biere der Kategorie India Pale Ale bilden in den USA das am stärksten wachsende Segment. Mehr über moderne IPA's in den USA und Großbritannien: "India Pale Ale, Part II: The Sun Never Sets", in: Brewing Techniques.

In den letzten Jahren wurden auch in Deutschland einige IPAs gebraut:
  • Die Braumanufaktur der Mälzerei Weyermann® in Bamberg braut häufig ein "Weyermann® India Pale Ale".
  • Hinter der Marke "Propeller" stecken Hans-Christian Bosch, Bräu und Inhaber der Brauerei Bosch in Westphalen, und der Biersepp Sepp Wejwar. Aktuell gibt es ein IPA und ein Imperial Stout im Angebot.
  • Fritz Wülfing braut als FritzAle in der Abteibräu Siegburg. Zuvor war er Gastbrauer in der Kölner Braustelle. Seit Ende Januar 2012 ist sein "FRITZALE Imperial IPA Doppelt Hopfengestopft" auch in der 0,33 l-Flasche.
  • Die CREW AleWerkstatt GmbH von Mario Hanel und Timm Schnigula in München hat sich dem Brauen von amerikanischen Bierstilen verschrieben. Ein Ale ist bereits im Angebot, ein India Pale Ale soll folgen. Ihr erstes Produkt "CREW Pale Ale" ist ein obergäriges Bier mit 40 IBU und 5,6% vol. alc. Verwendet wurden die Hopfensorten Herkules, Nelson Sauvin, Chinook, Citra und Cascade. Der Preis ist vergleichsweise moderat. 20 Flaschen 0,33 l kosten 24,90 € zzgl. Pfand und evtl. Versand. Sie wollen damit auch Mengen brauen und nicht nur ein paar Flaschen wie andere Brauer von IPAs.
  • Die Brauerei Häffner im Kraichgau hat unter ihrer Marke "Hopfenstopfer" mehrere "Strong Ales" gebraut, die jeweils mit einer Hopfensorte gestopft worden sind (Chinook Strong Ale, Amarillo Strong Ale, Citra Strong Ale). Das "Citra Ale" der Hopfenstopfer ist seit April 2011 auf dem Markt ist, ein Pale Ale, ausschliesslich mit Citra gehopft. Ab Mitte/Ende Februar 2012 wird es wieder verfügbar sein, schreibt mir Thomas Wachno.
  • Hachenburger Luxus-Edition No. 01 India Pale Ale.
  • Die Private Landbierbrauerei Schönramer braut unter der Bezeichnung "Bavaria Best" u.a. ein India Pale Als.
  • Im Angebot der Camba Bavaria in Truchtlaching gibt es ein "Eric's IPA India Pale Ale", benannt nach dem Braumeister Eric Toft, von dem auch das Rezept der Schönramer Brauerei stammt.
  • Braufactum Indra der Radeberger-Tochter Braufactum gibt nicht zu erkennen, wo es gebraut worden ist.
  • 2009 hat die Kaiser Bräu in Neuhaus unter dem Motto "Veldensteiner Bierwerkstatt" begonnen, einmal im Jahr ein speziell eingebrautes, ausgefallens und immer wieder wechselnde Bierspezialität in einer kleinen Mengen zu brauen. Es ist jeweils ab Januar des Folgejahres für einen kurzen Zeitraum und nur in von der Kaiser Bräu belieferten und teilnehmenden Gaststätten ausgeschenkt. Im Januar 2010 wurde ein ein Veldensteiner "India Pale Ale" (IPA) angeboten,
    "ein helles, obergäriges Bier, das neben seiner auffallenden Vollmundigkeit ein feines Grapefruit-Aroma durch die Verwendung von amerikanischen Cascade-Hopfen aufweist. Die starke Hopfung – etwa doppelt so hoch als bei einem Pils – führt zu einer intensiven, aber in Verbindung mit dem hohen Stammwürzegehalt von 17 %, zu einer angenehmen Bittere und macht diese Bierspezialität so unvergleichbar."
    Die Rezeptur wie auch das Malz stammt aus der Braumanufaktur der Bamberger Mälzerei Weyermann.
  • Die Hochdorfer Kronenbrauerei bietet ein in Anlehnung an den Meistersud der Braumeisterin Katharina Haizmann gebrautes "Hochdorfer Meistersud India Pale Ale" in einer 0,75 l Exklusis-Flasche an. Er hat einen Alkoholgehalt von 8,2% vol.
  • Unter der Marke "Freigeist" brauen Peter Esser, Inhaber und Braumeister der Braustelle in Köln und Sebastian Sauer, Geschäftsführer der gleichnamigen Brauereigaststätte und Inhaber der Bierversandhandlung Bierkompass, vor allem rare deutsche Bierstile wie Porter oder Lichtenhainer, aber auch amerikanische Bierstile. Zur Zeit haben die beiden zwar kein IPA im Angebot, aber vor Jahren bereits ein IPA gebraut.
  • Bei BrewBaker, "Berlin's Original Brau Manufaktur" in der in der Moabiter Arminiushalle, braut Michael Schwab hopfenbetonte Biere. Ganzjährig verfügbar ist das "Berlin IPA" mit 5,5% vol. alc. und 65-70 Bittereinheiten. Hopfen: Perle Smaragd und Cascade. Erhältlich in einer 0,75 l-Flasche.
  • Die Gasthausbrauerei Lindenbräu in Waldbronn hat als saisonales Bier (Bier des Monats Januar 2012) ein India Pale Ale gebraut.
  • Das Brauhaus Riegele in Augsburg hat 2011 ein "Riegele India Pale Ale" gebraut. Die limitierte Handabfüllung aus der Riegele Biermanufaktur wurde am 1. Juni 2011 abgefüllt und hat eine Mindesthaltbarkeitsdauer von zwei Jahren. Verwendet wurden die Malzsorten Pale Ale Malz, Münchner Malz und Weizenmalz), die Aromahopfensorten Cascade und Opal únd eine Riegele Ale Hefe. Weiter wurde ein "Riegele India Pale Ale Imperial" angeboten. Beide in einer 0,25 l-Flasche mit Wachsversiegelung.
  • Im Brauhaus Südstern in Berlin gibt seit Dezember 2011 ein Indian Pale Ale vom Hahn. Es hatte 50 Bittereinheiten und ca. 6,2% vol. alc. und wird mit 3 verschiedenen Hopfensorten (Herkules, Challenger und East Kent Goldings) hergestellt. Mittlerweile ist ein weiterer Sud mit 60 Bittereinheiten am Hahn. Thorsten Schoppe, Dipl. Ing. Brauwesen und Mitinhaber des Brauhauses Südstern, bietet es seit letzter Woche auch ein "Schoppe XPA" in einer hübschen 0,33 l-Flasche an. Es wurde mit Amarillo-Hopfen gestopft und hat 60 Bittereinheiten. Zu erwerben über Schoppebräu.de
  • Das "Giesinger Bräu Gedenkbier IPA" der Giesinger Bräu in München ist, wenn die Website der Brauerei nicht täuscht, aktuell nicht mehr erhältlich. Dieses Bier im britischen Stil hatte 6,2% vol. alc.
  • Auch die "Duckstein Braumeister Edition No 01" der zum Carlsberg-Konzern gehörenden Holsten-Brauerei, die im Juli und August 2011 im Handel erhältlich gewesen ist, war ein IPA. Verwendet wurden die amerikanischen Hopfensorten Cascade, Amarillo und Simcoe.
  • Erwähnenswert ist auch das "Fiedler's Pale Ale" (ein India Pale Ale). Es wurde für den Landgasthof Fiedler in Dietersheim in in einer limitierten Ausgave von 773 Flaschen zu je 0,75 l von der Privatbrauerei Hofmann in Pahres gebraut. Die Biersommilière Carmen Fiedler hat eine Bierkarte mit rund 30 Bieren zusammengestellt bis hin zu belgischen, östereichischen und englischen Bieren. Am 5. Mai startet in Dietersheim ein "Bier-Gourmet-Festival".
Ob diese Liste vollständig ist, weiß ich nicht und bin deshalb für Hinweise auf weitere IPAs aus Deutschland dankbar.

30.1.12

Bierabsatz 2011 nahezu unverändert bei 98,2 Millionen Hektolitern.

WIESBADEN - Im Jahr 2011 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 98,2 Millionen Hektoliter Bier ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging damit der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 % beziehungsweise um 0,1 Millionen Hektoliter zurück. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten 2011 mit 3,8 Millionen Hektolitern 3,9 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2010 reduzierte sich der Absatz in diesem Biersegment um 3,4 %.

84,2 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die versteuerte Menge sank gegenüber 2010 um 0,8 % auf 82,7 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 15,5 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 4,0 %). Davon gingen 11,2 Millionen Hektoliter (+ 2,0 %) in EU-Länder, 4,1 Millionen Hektoliter (+ 10,5 %) in Drittländer und 0,2 Millionen Hektoliter (– 4,8 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Der Bierabsatz war 2011 – wie auch in den Vorjahren – in Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,4 % und in Bayern mit 22,5 % am höchsten. Diese beiden Bundesländer führten auch den Inlandsabsatz an: in Nordrhein-Westfalen lag er bei 26,1 %, in Bayern bei 22,0 %. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen oder Bremen mit einem Anteil von 28,1 %. Alle Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager).

10.1.12

Brauerei Zur Malzmühle: "Von Mühlen".

Das neue Bier "Von Mühlen" der Brauerei zur Malzmühle in Köln hat der 42jährige Braumeister Andreee Vrana im Dezember 2011 vorgestellt. Es handelt sich nach Angabe der Brauerei um ein "Gourmetbier auf Champagnerbasis". Es überrascht den gemeinen Kölsch-Trinker mit Citrus-Aromen von Äpfeln, Pomelo und grüner Mango und einen Hauch von Karamell.

Eingebraut wurde es mit Original IOC Champagnerhefe.
"So entfaltet es sekttypische Aromen und ist durch die weich moussierende Kohlensäure ungewöhnlich cremig."
Abgefüllt wurde das bernsteinfarbene "Von Mühlen" in 0,75 l-Flaschen. Es wird im ausgewählten Fachhandel sowie in der Malzmühle zu einem Preis von 14,99 Euro pro Flasche angeboten.