22.12.14

Die bayerischen Taliban der reinen Lehre.

Wer in Deutschland ein Bier brauen will, das anders schmeckt als die Einheitsbiere, und deshalb die Restriktionen des Reinheitsgebots nicht akzeptieren möchte, hat zur Zeit drei Möglichkeiten:
  1. Er braut außerhalb Deutschlands, besonders beliebt sind dabei Belgien, Dänemark oder Tschechien je nach der Nähe zum deutschen Standort, und importiert dann das im Ausland gebraute Bier nach Deutschland, wo es als Bier verkauft werden darf.
  2. Er beantragt eine Sondergenehmigung. Dies ist aber nur im Rahmen der Regelns des deutschen Reinheitsgebots möglich und nicht innerhalb Bayerns. Bayerische Brauer könnten aber in Braustätten anderer Bundesländer ausweichen und für eine Produktion dort eine Genehmigung beantragen oder von einem Lohnbrauer beantragen lassen.
  3. Er verwendet für das Erzeugnis eine andere Bezeichnungen als Bier.
Der Beirat des Bayerischen Brauerbundes hat im Rahmen der Vorbereitungen des 500. Jubiläums des Bayerischen Reinheitsgebots einstimmig beschlossen, die Lebensmittelüberwachungsbehörden der anderen Bundesländer aufzufordern, sich verbindlich und bundesweit darauf zu verständigen, welche Produkte als "besondere Biere" überhaupt genehmigungsfähig wären. Zugleich hat man sich gegen die o.a. dritte Möglichkeit ausgesprochen. Sie eröffne eine beliebige Umgehung des Reinheitsgebots. Quelle: Bayr. Brauerbund e.V., Mitteilungen Nr. 9 vom 29.09.2014. Download auf: Klares Bekenntnis zum Bayerischen Reinheitsgebot.

Nun ist zu befürchten, daß gegen diejenigen kreativen Brauer, die die zweite und dritte Möglichkeit nutzen, vorgegangen wird. Behörden in Bayern könnten sich weigern, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, z.B. wenn in Bayern ein Witbier nach klassischem Rezept mit Orangenschalen und Koriander gebraut werden soll. Gegen die Erzeuger von Bier, die ihr Bier nicht als Bier bezeichnen, könnte geklagt werden.

Ich hoffe, daß wieder einmal ein höchstes Gericht darüber befinden kann. Beim letzten Mal ging es ja zugunsten der Brauerei (Klosterbrauerei Neuzelle) aus, weil das Bundesverwaltungsgericht zu Recht erkannt hat, daß es sich bei dem Reinheitsgebot nicht um eine Norm handelt, das der Marktabschottung der Einheitsbierproduzenten dienen soll, sondern um ein Verbraucherschutzgesetz. Und wenn der Verbraucher geschützt werden sollte, dann vor der Plörre der Einheitsindustriebierproduzenten und nicht vor einem köstlichen, mit natürlichen Zutaten gebrautem Craft-Bier wie z.B. einem Espresso-Stout, einem Himber-Porter, einem Lavendel-Ale oder einem Bier mit Vanille und weißer Schokolade. BVerwG 3 C 5.04 vom 24.02.2005.

13.12.14

Bierhauptstadt Berlin - Berlin Beer Guide: Brauereien, Biergärten, Kneipen, Bierkultur - Breweries, Beer gardens, Brew pubs, Beer culture.

Im 18. Jahrhundert brauten etwa 300 Brauereien Bier in Berlin und Potsdam. Heute sind es immerin wieder 25. Damit ist Berlin wieder die deutsche Bierhauptstadt. Biersommelier und Bestsellerautor Markus Raupach hat alle Berliner Brauereien besucht und jeden Brauer ausführlich interviewed. Das Ergebnis sind 25 spannende Portraits voller Überraschungen und kerniger Zitate, die manch Bierfreund den Berliner Brauern gar nicht zugetraut hätte. Vom Kochtopf im Keller bis zum industriellen Riesensudhaus ist alles dabei. Neben den ca. 200 Seiten über die Berliner und Potsdamer Brauereien finden Sie Berliner Biertouren und die 200 wichtigsten Adressen für Bierfreunde in der Bundeshauptstadt: Beerstores, Craft-Bier-Cafés, urige Kneipen und die Berliner Bierakademien. Ein unterhaltsames und lesenswertes Buch mit vielen bierigen Überraschungen, tollen Fotos und jeder Menge Informationen aus erster Hand.

"Bierhauptstadt Berlin - Berlin Beer Guide: Brauereien, Biergärten, Kneipen, Bierkultur - Breweries, Beer gardens, Brew pubs, Beer culture"

23.11.14

Craft-Bier selber brauen: Revolution die Heimbrauer.

Craft-Bier – was ist das? Brauchen wir etwas anderes als die bekannten, bewährten "Fernseh-Biere"? Sind wir Deutschen noch immer die führende Bier-Nation der Welt? Oder gibt es weltweit vielleicht mehr Bierkultur und Geschmack, die wir entdecken können? Und: Kann ich am heimischen Herd mein eigenes Bier brauen? Das Autorenduo Fritz Wülfing, Bier-Sommelier und Craft-Bier-Brauer und Heike Wülfing, Redakteurin und Genießerin, beantwortet diese und weitere Fragen in ihrem Buch "Craft-Bier selber brauen: Revolution die Heimbrauer". Unterhaltsam und manchmal auch provokativ wird mit alten Mythen aufgeräumt und gleichzeitig neues Wissen gemehrt: – Anleitungen zum Selberbrauen – Bierrezepte - Brauen wie die Profis – Einführung in die Biergeschichte – Die neue Braukultur – Craft-Bier-Brauereien – Bierstädte in aller Welt Lernen Sie Bier brauen, neu kennen und schätzen!

TV-Dokumentation: Bier – Kult und Kultur.

Am 4. Dezember 2014 zeigt 3Sat ab 17.30 Uhr die 52 Minuten lange TV-Dokumentation "Bier – Kult und Kultur. Der Film". Die Idee dazu hatte der Biersepp (Sepp Wejwar) bereits im Jahre 2010. Der Film (Produktionsgesellschaft: Raumfilm, Produzent: Matthias Widter) spannt einen Bogen über 9.000 Jahre Bier, zeigt eine Geschichte der Lebensfreude und der Vielfalt.

Einzigartige Premiere auf der INTERNORGA: Neue CRAFT BEER Arena präsentiert Aromawelt der Biere.

Große Premiere auf der INTERNORGA 2015 vom 13. bis 18. März 2015 in Hamburg: Erstmals dreht sich auf der europäischen Leitmesse in der extra dafür geschaffenen CRAFT BEER Arena alles um die neue Bier-Vielfalt. In einzigartiger Bar-Atmosphäre im Obergeschoss der Messehalle B4 präsentieren sich große und kleine Brauer und geben Gastronomen, Biersommeliers, Einkäufern und Fachhändlern einen vielfältigen Überblick über den spannenden Craft Beer Markt. Neben der Verkostung der besonderen Biere, Information und Austausch erwartet die Fachbesucher ein umfangreiches Rahmenprogramm zum Thema Craft Beer.

Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin, Hamburg Messe und Congress GmbH:
"Die Aufgabe der INTERNORGA als Leitmesse ist es, einen Überblick über die Märkte und ihre Entwicklungen zu geben. Die Craft Beer Bewegung ist zurück nach Deutschland gekommen und in Zukunft aus erfolgreichen Konzepten in Einzel- und Systemgastronomie nicht mehr wegzudenken. Darum ist es für uns selbstverständlich, dieser Entwicklung zum handwerklichen Bier auf der INTERNORGA mit der neuen CRAFT BEER Arena eine Plattform zu schaffen. Wir freuen uns auf dieses neue Format!"
Jeff Maisel, Geschäftsführer Maisel & Friends:
"Das neue Verständnis von Bier bringt so viel Abwechslung und Geschmacksvielfalt in den Biermarkt. Wir begleiten den Craft Beer Markt mit Maisel & Friends von Anfang an und stellen immer mehr fest, dass Gastronomen die Chancen einer umfangreichen und kreativen Bierkarte erkennen und nutzen. Die CRAFT BEER Arena wird daher ein wichtiger Anlaufpunkt auf der INTERNORGA – ein Fest für alle Bierfreunde und ein Muss für alle Messe-Besucher."
Oliver Wesseloh, Brauer Kehrwieder Kreativbrauerei und Weltmeister der Sommeliers für Bier:
"Ich freue mich, dass eine große und renommierte Messe wie die INTERNORGA sich des Themas Craft Beer annimmt. Die Gastronomen werden erstaunt sein, welche Chancen ihnen diese Vielfalt an Bieren bietet. Und insbesondere die vielen kleinen kreativen Brauer versprechen mit der neuen CRAFT BEER Arena eine spannende Plattform auf der Messe."
Martin Schupeta, Gründer Von Freude:
"Ich spreche viel mit Gastronomen. Wenn ein Gastronom den Anspruch hat, für seine Kreationen beste Zutaten zu verwenden, dann muss dieser Anspruch auch für die Biere auf seiner Karte gelten. Feine Aromen zu komponieren und dann ein Industriebier dazu zu servieren, das geht nicht! Die INTERNORGA ist ein guter Ort, um den Dialog über Bierkultur zu führen, und die Macher großartiger Biere zu treffen."
Zu jeder Speise das passende Bier – umfangreiches Rahmenprogramm

In der neuen CRAFT BEER Arena wird nicht nur eine stattliche Anzahl der handwerklichen Biere gezeigt, hier dreht sich auch in einem eigenen Rahmenprogramm alles rund um das Craft Beer. Gastronomen erwartet eine spannende Einführung in das Thema mit täglichen Bierverkostungen. Darüber hinaus stehen auf der Agenda eine Podiumsdiskussion zu Craft Beer im Getränkefachgroßhandel sowie Workshops mit verschiedensten Themen – die Inszenierung von Craft Beer im eigenen Betrieb, die Kostenrechnung zu einer erfolgreichen Craft Beer Vermarktung – Mehrwert über höhere Preise, die passende Bier-Karte, das Mixen kreativer Biercocktails und Food Pairing. Ob Craft Beer-Einsteiger oder -Kenner, hier ist für jeden das Richtige dabei.

Die INTERNORGA zeigt die Entwicklungen der Märkte. Die CRAFT BEER Arena ist nach der INTERNORGA LiquID Bar ein weiteres innovatives Format, in dem die Aussteller Getränketrends präsentieren und den Fachbesuchern einen guten Überblick und jede Menge Anregungen für ihr eigenes Gastronomiekonzept geben.

Über die INTERNORGA:

Die INTERNORGA ist seit 1921 die europäische Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien. Jedes Jahr im März präsentieren mehr als 1.200 Aussteller aus dem In- und Ausland Neuheiten, Trends und Komplettlösungen für den gesamten Außer-Haus-Markt. Die Ausstellerpräsentationen werden durch ein großes Rahmenprogramm, international besetzte Kongresse, Award-Verleihungen und innovative Sideevent-Konzepte ergänzt. Die INTERNORGA findet traditionell auf dem Hamburger Messegelände im Herzen der Hansestadt statt. Der Einlass erfolgt ausschließlich nach Legitimation als Fachbesucher. Eintritt: 31,00 Euro (Zweitageskarte 39,50 Euro), Fachschüler: 16 Euro.

(Quelle: Pressemitteilung der HamburgMesse).

19.11.14

Drei Schobbn - zwa Seidla - a U: Bierstadt Bamberg.

Sechs Fotografen, darunter Werner Kohn und Erich Weiß, haben sich in den Jahren von 1993 bis 1998 aufgemacht, um dem Geheimnis des Bamberger Tranks mit der Kamera nachzugehen. Kultisch verehrt werden die Erzeugnisse aus dem einen oder anderen Stadtteil von Genießern, die der Brauerei, dem Garten, dem Keller oder der Wirtsstube treu bleiben. Aufgespührt wurden die Kupferkessel, Kühlschiffe und Trubsäcke, aber auch die beginnende Modernisierung vieler Brauereianlagen zu dieser Zeit. Über den Herstellungsprozess hinaus werden weiterhin Wirtshäuser, Feste und architektonische Zeichen in der Stadt dokumentiert.

Das Buch "Drei Schobbn - zwa Seidla - a U: Bierstadt Bamberg" ist seit dem 1. November 2014 erhältlich.

13.11.14

BrauBeviale 2014: Triple fulminant gestartet.

Rund 37.000 Fachleute – das sind immerhin gut 4.000 mehr als 2012 – besuchten die BrauBeviale 2014, die in diesem Jahr wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft. Nach drei Tagen Laufzeit schloss sie heute ihre Tore im Messezentrum Nürnberg. Mit 42.781m2 Fläche war die BrauBeviale 2014 die größte in ihrer über 50-jährigen Geschichte. 1.133 Aussteller – Weltmarktführer wie Newcomer – präsentierten alle Zutaten für einen gelungenen Getränke-Mix: hochwertige Rohstoffe, anspruchsvolle Technologien, leistungsfähige Logistik und kreative Marketing-Ideen.
"Mit großer Vorfreude und Spannung haben wir die BrauBeviale dieses Jahr erwartet und ich muss sagen, ich bin mehr als zufrieden mit diesem imposanten Auftakt des Triples"
fasst Projektleiterin Andrea Kalrait zusammen.
"Das überarbeitete Konzept wurde sehr gut angenommen – von Ausstellern und Besuchern. Die positive Stimmung an den Messeständen ist Spiegelbild einer innovativen und kreativen Branche."
Circa 40 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an, vor allem aus der Tschechischen Republik, Italien, der Schweiz, Österreich, Russland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien. Das Messeangebot kam an: Rund 98 Prozent der Getränkespezialisten waren zufrieden, so das Befragungsergebnis eines unabhängigen Instituts. Die Aussteller freuten sich über die hohe Qualifikation der Besucher am Stand. Gut 90 Prozent der Fachbesucher sind in Investitionsentscheidungen ihres Betriebs einbezogen. Aus 47 Nationen kamen die Aussteller, allen voran Firmen aus Deutschland (über 600), Italien, Großbritannien, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Österreich, Belgien und der Schweiz.

Ein voller Erfolg: Trendthema Kreative Bierkultur

Das Trendthema traf genau den Nerv der Branche. Rund um die Kreative Bierkultur war viel geboten: vom European MicroBrew Symposium am Vortag der Messe über namhafte internationale Referenten der Bier-Welt wie Jim Koch, Gründer und Geschäftsführer der Boston Beer Company, Charlie Papazian von der US-amerikanischen Brewers Association, John Brauer von den Brewers of Europe und Dr. Marc Rauschmann, Geschäftsführer der Frankfurter BraufactuM, bis hin zur überaus beliebten und gut besuchten Craft Beer Corner. Und nicht nur im Messezentrum, auch in der Stadt konnten Fans bei "BierErlebnis Nürnberg" ausgefallene Bierspezialitäten genießen.

European Beer Star 2014 – Consumers' Favourite

Der European Beer Star 2014 ist einer der größten internationalen Bierwettbewerbe und hat seine Messeheimat seit 2004 auf der BrauBeviale. Aus den 52 Goldmedaillen-Gewinnern kürten die Fachbesucher am ersten Messetag in einer Blindverkostung ihr Lieblingsbier. Mit dem Consumers' Favourite in Gold wurde die Brauerei Firestone Walker (USA) mit ihrem Wood and Barrel-Aged Strong Beer "Stickee Monkey" ausgezeichnet. Die Silber-Medaille geht an die Brauerei Aying (D) für ihre "Urweisse" und Bronze erhält die Brauerei Birra del Borgo (I) für ihr India Pale Ale (IPA) "Re Ale Extra".

Die nächsten BrauBeviale-Termine:

BrauBeviale 2015: 10.–12. November.
BrauBeviale 2016: 8.–10. November.
(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

Craft-Bier im Fokus der BrauBeviale2014.

Die Pause bei der BrauBeviale - 2013 fand im Wechsel die DrinkTec in München statt - wurde von der NürnbergMesse und dem ideellen Träger der BrauBeviale, dem Verband Private Brauereien Bayern e. V., zu einem Relaunch genutzt. Möglicherweise hat dazu auch der Erfolg von Braukunst Live! in München motiviert, denn diese als Bierfestival für Endverbraucher ausgewiesene Veranstaltung hat sich als sehr zugkräftig erwiesen.

Bierverkostungsmöglichkeiten gab es vor vielen Jahren schon einmal auf der BrauBeviale. In einer Halle waren Brauereien konzentriert, die Bier ausgeschenkt haben. Ich erinnere mich noch mit Entsetzen daran. Es gab z.B. einmal einen Stand einer tschechischen Brauerei. Ich wollte mit dieser Brauerei reden, wie ich deren Bier im Café Abseits ausschenken kann. Aber es gab bei den vielen Freibiergesichtern kein Durchkommen. Im Folgejahr wurde diese Halle in dieser Form abgeschafft. Die Aussteller wollen Geschäfte machen, B2B verhandeln und nicht Freibier ausschenken.

Der Relaunch der BrauBeviale wurde, so mein Eindruck aus vielen Gesprächen, von den Besuchern gut angenommen. Was hat sich verändert?
  • Die Eröffnungsveranstaltung wurde aus einem sterilen Saal in das Forum Bierkultur in einer Ecke der Halle 1 verlegt, also an den lebhaften Rand des Messegeschehens. Meine Befürchtng, es gäbe dadurch zuviel Fluktuation hat sich nicht bestätigt. Die Vorträge waren so interessant, daß fast alle von Anfang bis Ende sitzen oder stehen geblieben sind. Was gestört hat, waren nur die überaus lauten Hallendurchsagen. Aber das müßte sich ja ändern lassen, indem man die nahen Lautsprecher still legt.
  • Unter dem Sammelbegriff Kreative Bierkultur wurde die Verkostung der Goldmedaillengewinner des European Beer Star aus dem Foyer in die Halle 9 verlegt. Dieser Bereich, "Craft Beer Corner", genannt war abgegrenzt. Einige Besuche waren irritiert, daß sie am Eingang ihre Eintrittskarte vorzeigen mußten, die gescannt worden ist. Doch wer vermutet hat, man dürfe diesen Bereich nur einmal pro Karte betreten, hat sich geirrt. Das Scannen der Karte diente nur der Evaluierung des Erfolgs des Craft Beer Corners (darauf hätte man vielleicht am Eingang hinweisen können).

    Nicht für jeden gut kommuniziert bzw. ersichtlich war am 1. Messetag das räumlich enge Nebeneinander der Consumer's Favourite Verkostung in einer Ecke des Craft Beer Corners mit der zeitgleichen, moderierten Verkostung durch Biersommeliers in der anderen Ecke. Aber gerüchteweise wurde das Craft Beer Corner als so erfolgreich wahrgenommen, daß an eine Vergrößerung des Bereichs gedacht ist.
  • Die drei Biersommeliere, die sich die Moderation der zu verkostenden Biere teilten, waren durch den Besucheransturm gefordert. Die Vielzahl der verkosteten Biere hat viele Teilnehmer überfordert. Das Tempo, in dem die Biere angeboten und verkostet wurden, war unangemssen schnell. Die NürnbergMesse war wohl überrascht von der Vielzahl der Brauereien, die die Gelegenheit genutzt haben Biere dafür einzureichen (ca. 120 Biere insgesamt). Es war traurig zu sehen, wieviel Bier weggeschüttet woden ist, weil man gar nicht nachkam, so schnell zu probieren und zu trinken. Die Biere waren mit gut 0,1 l auch zu voll eingeschenkt. Zumindest ich kann und mag dann nicht geschätzte 10 Biere in einer Stunde verkosten. Aber zugegeben: Man muß als Besucher ja nicht einer kompletten Verkostungsrunde beiwohnen.

    Leider hat die Information, welche Biere gerade verkostet wurden, nicht jeden erreicht. Es gab zwar eine Liste der Brauereien, aber ohne Angabe, um welches Bier es sich handelt. Weil es so voll und laut war, konnte man die Biersommerliers nicht immer gut verstehen. Und die vielen netten Helfer stellten die (leeren) Flaschen erst auf Nachfrage auf die Theke. Der eine oder andere unter den Teilnehmern will aber die Etiketten sehen und evtl. auch fotografieren, um die eigenen Verkostungsnotizen zu ergänzen.
  • Der Relauch reichte bis in Détails. Z.B. gab es beim Fachpresse-Lunch vor der Schlacht am Kalt-Warmem Buffet erstmals ein kleines Food-Beer-Paring mit 5 Gängen, moderiert von Dr. Gloßner.
  • Neu auf der BrauBevieale war ein von Susanne Franz organisiertes Bierblogger-Treffen. Die Szene ist aber leider sehr übersichtlich. Aber wenn sich meisten zumindest online bereits kennen, gab es auch das eine oder andere erste persöniche Aufeinandertreffen. Lobenswert ist inbesondere die Gleichbehandlung von Journalisten und Bloggern. In dieser Beziehung ist die NürnbergMesse schon seit Jahren Vorreiter unter den Messegesellschafen, bereits zu den Zeiten als der mittlerweile zum Geschäftsführer aufgestiegene Peter Ottmann noch Leiter Kommunikaton und Pressesprecher war (siehe dazu: "Peter, komm mal her!").
  • Neu war eine von der SchanzenBräu organisierte Abendveranstaltung auf dem ehemaligen AEG-Gelände: Schanzenbräu & Friends. Ich war selbst nicht dort, aber es war gerüchteweise wohl ein Flopp mit nur 300 Besuchern. Die Gründe waren vermutlich: die Entfernung zum Messegelände, der hohe Eintrittspreis von 50 € und vor allem, daß die überwältigende Mehrheit der Besucher und Aussteller nach einem langen Messetg wohl lieber nach Hause gefahren sind oder in kleiner Runde in irgendeiner Gaststätte den Tag haben ausklingen lassen.

Oliver Wesseloh moderiert eine Verkostung im Craft Beer Corner der Brau Beviale


Ich hoffe, meine Kritik kommt nicht allzu negativ rüber. Ich bin von der Brau Beviale als solcher und auch vom Relaunch begeistert. Die Kritik an Détails soll helfen, es beim nächsten Mal noch besser zu machen.

Hopfensorten-Vergleich: BrauBeviale-Bierkarte des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer.

Auf der BrauBeviale 2014 hat mir die Bierkarte des Standes des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer e.V. besonders gut gefallen. Allein daß bei 12 angebotenen Bieren nur 8 Zapfhähne vorhanden waren, könnte man verbessern. So waren die auf den direkten Vergleich angelegten Biere nicht alle gleichzeitig verfügbar und das teilweise fachkundige Standpersonal mußte ständig die Frage beantworten, welche Biere denn gerade verfügbar seien.



Inhaltlich ging es um eine Demonstration des Geruchs und Geschmacks verschiedener Hopfensorten. Dafür hatte man bei Eric Toft bzw. der Schönramer Brauerei spezielle Biere in Auftrag gegeben. Die Schönramer Brauerei liegt zwar in keinem Hopfenanbaugebiet. Der Amerikaner Eric Toft ist aber interntional sehr bekannt und angesehen und unterstützt den Verband auch bei der Craft Brewers Conference in San Francisco.

Bier Nr. 1: Ausgangsbier für das erste Set von Vergleichsbieren war ein Schönramer Bayrisch Pale Ale mit 100% Mandarina Bavaria aus der Ernte 2013. Offene Gärung mit einer amerikanischen Ale-Hefe. Kalte Nachgärung und Lagerung, gsstopft mit Mandarina Bavaria. Plato: 13%, Alkohol: 5,6% vol. IBU:44.

Bier Nr. 2: Für die erste Variation wurde das Ausgangsbier (Nr. 1) zusätzlich mit 250 g/hl mit Huell Melon Dolden aus der Ernte 2014 gestopft.

Nr. 3: Bei der zweiten Variante wurde stattdessen mit 250 g/hl Hallertau Blanc Dolden aus der Ernte 2014 gestopft. Diese Bier konnte ich probieren. Trotz der hohen Dosierung blieb der Hopfen Hallertau Blanc eher dezent im Geruch und Geschmack.

Nr. 4: Das Ausgangsbier Nr 1 wurde sowohl mit Dolden von Huell Melon (160 g/hl) und Hallertau Blanc (90 g/hl) gestopft.

Nr. 5: Das Ausgangsbier Nr. 1 wurde mit 250 g/hl der Hopfensorte "8/33" gestopft. Für Hopfenzuchtstämme in der Testphase werden noch keine Namen vergeben, sondern Nummer. Was diese konkrete Nummer bedeutet, konnte mir keiner am Stand genau sagen.

Bier Nr. 6: Das nächste Set besteht aus dem Schönramer Weißbier, gebraut mit Hersbrucker und einem speziellen Weißbierhefe-Stamm. Nachgärung im Faß, anschließend mit 200 g/hl "8/33" Dolden gestopft. 12,6% Plato, 5,6% vol. alc. und 14 IBU

Bier Nr. 7: Statt "8/33 Dolden wurde mit 100 g/hl Huell Melon Dolden und 100 g/hl Halertau Blanch Dolden gestopft.

Es folgte ein mit Grünhopfen-Pils-Varianten, die mir alle drei sehr gut geschmeckt haben. Was gibt es Leckeres als erntefrische Grünhopfen-Biere?

Bier Nr. 8: Schönramer Grünhopfen-Pils mit Hersbrucker und Seelct Grünhopfen-Dolden der Ernte 2014. Offene, kalte Gärung und lange, kalte Nachgärung. 11,8% Plato, 5,2% vol. alc. und IBU 40.

Bier Nr. 9: Schönramer Zwickel-Pils + Hersbrucker. Hopfen: Tradition, Select, Hallertauer, Tettnanger, gestopft mit Hersbrucker Grünhopfen Dolden. Brauweise wie Bier Nr. 8.

Bier Nr. 10: Schönramer Zwickel Pils + Select. Wie 9, aber mit Select Grünhopfen Dolden gestopft statt mit Hesbrucker Grünhopfen Dolden.

Bier Nr. 11: Schönramer IPA. Hopfen: Tradition, Cascade und Comet aus Deutschland und Simcoe, Centennial und Citra aus den USA. Verhältnis Hopfen aus Deutchland zu Hopfen aus den USA: 70:30. Offene Gärung mit einer amerikanischen Ale-Hefe, kalte Nachgärung und Lagerung, gestopft mit Cascade, Simcoe und Comet. Plato: 17,9%, 8,2% vol. alc. IBU: 70.

Bier Nr. 12: Schneider Weisse "Meine Hopfenweisse". Hopfen: Hallertauer Tradktion: Saphir, zusätzlich hopfenstopft mit Saphir. Plato 18,5% vol. alc., 8,2% vol. alc., IBU: 40. Dieses Bier wurde - wie bekannt - nicht von Eric Toft entwickelt, sondern von Garrett Oliver, Brooklym Brewery, New Yok, und Hans-Peter Drexler, Schneider Weisse, Kelheim.

Die beiden letzt genannten Biere sollten vermutlich dem weniger an Vergleichen interessierten Standbesuchern hopfenintensive Standardbiere zur Verfügung stellen. Ich habe mir zum Abschluß das Schönramer IPA gegönnt.

"Consumer's Favourite" des European Beer Stars 2014.

Auch in diesem Jahr konnten die Besucher des BrauBeviale aus den Goldmedaillen-Gewinnern aller Kategorien des European Beer Star ihr Lieblingsbier wählen. Diese wurden zuvor in Expertenverkostungen ermittelt. Mehrere Tausend Besucher nutzten diese Chance, die Siegerbiere zu verkosten und wählten die folgenden Biere zu ihren Lieblingsbiere:.

12.11.14

Weyermann Braumanufaktur gewinnt eine Medaille beim European Beer Star.

Aufregung und große Freude bei den Kollegen und Freunden der Braumanufaktur Weyermann in Bamberg. Sie hat beim European Beer Star Award 2014 eine Medaille fßr ihr Roggenbier "Bamberg Rogg't!" gewonnen: Bronze in der Kategorie "Top Fermented Beer with Alternative Cereals".

Als mir heute Morgen Dominik Maldoner, Braumeister der Braumanufaktur Weyermann, und sein Assitenzbrauer Adam Brown aus Australien auf dem Nürnberger Messegelände über den Weg gelaufen sind, haben sie nichts verraten. Aber beim Fachpresse-Lunch mittags habe ich meinen Augen nicht getraut: Die Braumanufaktur Weyermann hat einen Preis gewonnen. Das kann doch gar nicht sein, dachte ich mir.

Nicht, daß ihre Biere zu schlecht dafür wären. Im Café Abseits in Bamberg schenken wir sie seit Ende 2010 aus, ständig aus Flaschen und ab und zu auch vom Faß. Doch ich bin davon ausgegangen, daß sich die Braumanufaktur Weyermann mit ihren Bieren gar nicht am European Beer Star beteiligen darf. Denn dort sind laut den Wettbewerbsbedingungen Biere aus Versuchsbrauereien nicht zugelassen:
"Nicht teilnahmeberechtigt sind Versuchsbrauereien von Universitäten, Schulen, Instituten sowie Versuchsbrauereien von Brauereien und Rohstofflieferanten."
Dr. Werner Gloßner, der Hauptgeschäfsführer des Verbands Privater Brauereien e.V. in Bayern, hat mir dann verraten, daß Weyermann sich beteiligen darf, weil ihre Biere mittlerweile käuflich erhältlich sind. Daß es gleich beim ersten Mal zu einer Medaille gereicht hat, freut mich. Herzlichen Glückwunsch!

10.11.14

BayWa auf der BrauBeviale.

Die BayWa AG ist mit mehr als 3.000 Vertriebsstandorten in 17 Ländern ist bereits seit vielen Jahren Partner für die Vermarktung bestehender und neuer Braugerstensorten sowie Lieferant von Braugerste an Mälzereien. Im Bereich Hopfenhandel ist das Unternehmen ein langjähriger und zuverlässiger Partner nationaler und internationaler Brauer. Das Leistungsspektrum beinhaltet die Beratung der Pflanzer und Brauer, die Ernteerfassung und Logistik sowie die Verarbeitung zu verschiedenen Hopfenprodukten und deren fachgerechter Lagerung. Lösungen zur Hefe- und Treberverwertung der Tochterfirma Südtreber runden das Angebot ab.

Am BayWa-Stand auf der BrauBeviale (Halle 1, Stand 1-242) erfährt der Bsucher mehr über das Angebot an bewährten wie auch innovativen Hopfensorten kennen. Überzeugen Sie sich von der Qualität am Bierausschank.(Quelle: Pressemitteilung der BayWa AG).

BrauBeviale 2014: Gute Gespräche. Gute Geschäfte.

Die BrauBeviale ist die in diesem Jahr wichtigste internationale Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft. Vom 11. bis 13. November öffnet sie im Messezentrum Nürnberg ihre Tore für 1.135 Aussteller von Rohstoffen, Technologien, Logistik und Marketingideen und rund 33.000 investitionsfreudige Besucher.

Im neuen Outfit für Aussteller und Besucher

Aus 47 Nationen kommen die Aussteller, allen voran Firmen aus Deutschland (über 600), Italien, Großbritannien, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Österreich, Belgien und der Schweiz– darunter Weltmarktführer wie Newcomer. Das freut Projektleiterin Andrea Kalrait sehr:
"Wir erleben zum Start des Triples die BrauBeviale mit überarbeitetem Messekonzept – frisch, kompakt und dynamisch. Dennoch bleibt die Messe in ihren Grundzügen, wie wir sie alle kennen: der Stammtisch der Branche."
Teil des Konzepts sind auch neue Anmelderichtlinien. Andrea Kalrait betont:
„Auch wenn wir die Zahl der Aussteller nicht direkt mit der Vorveranstaltung vergleichen können, spricht doch der deutliche Zuwachs in der Fläche – sechs Prozent – für sich. Alle unsere Stammgäste sind wieder mit dabei und wir freuen uns über zahlreiche Erstaussteller. Und das auf 42.806 m2 netto – so viel Ausstellungsfläche wie noch nie!“
Die gut 33.000 Fachbesucher der BrauBeviale kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft. Zuletzt reisten rund 38 Prozent aus dem Ausland an, vor allem aus Tschechien, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Italien, Österreich und Russland. Der typische BrauBeviale-Besucher ist männlich (85 Prozent) und zu fast zwei Dritteln "Wiederholungstäter".

Trendthema Kreative Bierkultur

Treiber des Trendthemas ist der European Beer Star, der seit 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat. Gemeinsam von den Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband ins Leben gerufen, hat sich der European Beer Star zu einem der größten internationalen Bierwettbewerbe entwickelt. Über 1.600 handwerklich gebraute Biere aus aller Welt stellten sich 2014 dem strengen Urteil der Jury. Besucher können am ersten Messetag in der Craft Beer Corner die Goldmedaillengewinner probieren und ihr Lieblingsbier küren: den Consumers’Favourite 2014 in Gold, Silber und Bronze. In der Craft Beer Corner werden nationale und internationale Bierspezialitäten erlebbar: Unter fachlicher Anleitung von ausgebildeten Biersommeliers – unter ihnen kein geringerer als Weltmeister Oliver Wesseloh – tauchen Fachbesucher in die Welt der handwerklichen Braukunst ein und erleben deren ungeahnte Vielfalt.

Damit den Brauern die guten Ideen nicht ausgehen, gibt das „European MicroBrew Symposium – Market, Trends and Technology“am Vortag der Messe wichtige Impulse. Bereits zum dritten Mal veranstalten NürnbergMesse und Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB), Berlin, die gefragte Weiterbildungsveranstaltung für Geschäftsführer, Inhaber, technische Leiter und Braumeister europäischer Mikro- und Gasthausbrauereien sowie Repräsentanten der Zulieferindustrie. Konferenzsprache ist Englisch, erstmals gibt es eine Simultanübersetzung ins Italienische.

Während der Messe bringen namhafte internationale Referenten wie Charlie Papazian (Brewers Association), Jan Lichota (Brewers of Europe) oder Marc Rauschmann (BraufactuM) im Forum BrauBeviale den Fachbesuchern das Thema Bierkultur näher. Den Anfang macht Jim Koch, Gründer der Boston Beer Company, mit seiner Keynote zur Eröffnung. Wer mit einem konkreten Anliegen zum Trendthema auf die Messe kommt, holt sich einfach bei den Firmen, die im Messebegleiter speziell mit einem Hopfensymbol gekennzeichnet sind, individuellen Rat.

Rahmenprogramm: fachlicher Mehrwert und emotionales Erlebnis

Das stylishe Forum BrauBeviale mitten im Messegeschehen wird von zahlreichen Branchenpartnern getragen. Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden unter anderem zu Bierkultur, Getränkeherstellung und -vermarktung, Nachhaltigkeit/Energie, Export, Wasser/Abwasser, Markendesign oder Aus- und Weiterbildung laden zum Verweilen, Zuhören, Mitreden ein.

Für Mittelstand und Großkonzerne bietet das Thema PET attraktive Lösungen – das macht PET@BrauBeviale deutlich. Zum ersten Mal findet 2014 das marktorientierte PETnology-Konzept „connecting comPETence“ statt. In der PETarena und Packaging Wall of Excellence zeigen Unternehmen ihr facettenreiches PET-Angebots- und Leistungsspektrum. Im Forum und einer Sonderpräsentation wird das Thema PET-Recycling vertieft. Den Auftakt bildet der internationale zweitägige PETnology-Kongress am 10. und 11. November. Firmen, die spezielle Lösungen zum Thema PET anbieten, sind ebenfalls im Messebegleiter gekennzeichnet.

BierErlebnis in der Stadt

Das Who-is-Who der internationalen Bier-Gemeinde trifft sich zur BrauBeviale in Nürnberg – und das nicht nur am Messezentrum, sondern auch in der Stadt selbst. „Wir machen die kreative Bierkultur für alle erlebbar“, erläutert Andrea Kalrait die neue Idee. Besucher und Einwohner der Stadt können in ausgewählten Restaurants oder Bars charaktervolle Biere probieren, die speziell in der BrauBeviale-Woche angeboten werden – umfassende Beschreibungen inklusive. Partybegeisterte Bierenthusiasten treffen sich am ersten Messeabend auf dem ehemaligen AEG-Gelände. Dort erwarten sie bei „Schanzenbräu & Friends – powered by BrauBeviale“ zehn Brauereien mit 20 nationalen und internationalen Bieren, Musik und gutes Essen zur Aftershowparty.

Weltweit steigt der Getränkekonsum

Der weltweite Konsum verpackter Getränke betrug im Jahr 2013 rund 894 Mrd. Liter, etwa 26 Mrd. Liter mehr als im Vorjahr. Fast ein Drittel davon wurde in Nord-, Mittel- und Südamerika konsumiert, rund ein Viertel in Europa. Experten sagen dem globalen Getränkekonsum ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 3,8 Prozent voraus – das ergibt knapp 1.100 Mrd. Liter im Jahr 2018. Ein besonders starker Zuwachs wird in den Regionen Asien/Pazifik inkl. China und Japan sowie Naher Osten/Afrika mit rund 7,5 bzw. 9 Prozent jährlich erwartet. Lediglich um 0,5 Prozent steigt der Verbrauch in den bestens versorgten Industrienationen Westeuropas, während Osteuropa bis 2018 jährlich um 1,5 Prozent zulegen wird. Den globalen Markt teilen sich alkoholfreie und alkoholische Getränke unverändert etwa im Verhältnis 70 zu 30 Prozent (Euromonitor August 2014).

Der deutsche Getränkeverbrauch ist 2013 gerade mal um einen halben auf 768,4 Liter pro Kopf (inklusive Kaffee, Tee und Milch) gestiegen. Mit 106,6 Litern trank jeder Deutsche rund eine „Halbe“ Bier weniger als im Vorjahr. Auch der Konsum von Alkoholischem insgesamt ist um rund einen halben auf 137,2 Liter pro Kopf gesunken. 303,6 Liter Alkoholfreies flossen durch jede deutsche Kehle. Das ist knapp ein Liter mehr als 2012 (Verbände der Getränkeherstellung).

Deutscher Getränkemaschinenbau auf dem Weltmarkt führend

Als Hersteller- und Exportland nimmt Deutschland bei der Getränketechnik ebenso wie bei Verpackungsmaschinen weltweit den ersten Platz ein. Der Exportanteil der rund 100 Unternehmen liegt bei 85 Prozent und mehr. Speziell für Getränkeverpackungsmaschinen ist China nach wie vor das größte Abnehmerland; es folgen die USA und mit deutlich geringeren Werten Russland, Frankreich und Großbritannien. Heute beinhaltet der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen ein Volumen von rund 29 Mrd. Euro. Branchenkenner rechnen damit, dass dieser Markt langfristig um fünf bis sieben Prozent jährlich wachsen wird. Auch die Aussichten der deutschen Branche sind gut. Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erwartet in diesem Jahr etwa drei Prozent und 2015 rund fünf Prozent Umsatzplus. Der Produktionswert für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen stieg 2013 um sieben Prozent auf 12,4 Mrd. Euro (2012: 11,6 Mrd.). In diesem Rekordwert sind die Herstellungs- und Verpackungsmaschinen für Getränke mit gut 2,3 Mrd. Euro (2012: 2,2 Mrd.) enthalten. Insgesamt kommt die Getränketechnik auf mehr als fünf Mrd. Euro Produktionsvolumen, da Komponenten und vor allem Streckblasmaschinen für PET-Verpackungen an anderer Stelle statistisch erfasst werden.

Über die NürnbergMesse Group

Die NürnbergMesse ist eine der 15 größten Messegesellschaften der Welt und zählt in Europa zu den Top Ten. Das Portfolio umfasst rund 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse sowie circa 40 geförderte Firmengemeinschaftsstände am Standort Nürnberg und weltweit. Jährlich beteiligen sich rund 30.000 Aussteller (Internationalität 39%) und bis zu 1,4 Millionen Besucher (Internationalität der Fachbesucher bei 22%) an den Eigen-, Partner- und Gastveranstaltungen der NürnbergMesse Group, die mit Tochtergesellschaften in China, Nordamerika, Brasilien, Italien und in Indien präsent ist. Darüber hinaus verfügt die NürnbergMesse Group über ein Netzwerk von circa 50 Vertretungen, die in über 100 Ländern aktiv sind.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

7.11.14

The Swaen - eine niederländische Mälzerei - auf der BrauBeviale.

Auf der BrauBeviale in Nürnberg vom 11. bis 13. November 2014 ist auch die niederländische Mälzerei The Swaen vertreten (Halle 1, Stand 405).An ihrem Stand auf der BrauBeviale bietet The Swaen Verkostungen von Bieren und Whiskeys an, die mit ihren Malzsorten hergestellt worden sind.

The Swaen wurde 1906 als Brauerei mit eigener Mälzerei gegründet. Die Brauerei wurde 1947 geschlossen und man hat sich auf das Mälzen konzentriert.

5.11.14

Craft-Bier in den USA im Vergleich zu Europa.

Am Mittwoch, 12. November 2014, findet auf der BrauBeviale in Nürnberg in der Zeit von 14:00 - 15:45 Uhr eine interessante Diskussionsrunde zum Thema "Bierkultur", genauer zum Verhältnis der Craft-Bier-Bewegung in den USA und in Europa, statt, moderiert von Burghard Hagen Meyer, Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) e.V.
  • 14:00 - 14:15 Uhr, Trends in CraftBrewing und innovativer Bierkultur, Burghard Hagen Meyer, Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin e.V.
  • 14:15 - 14:35 Uhr, Die Craft Beer Bewegung in den USA und ihr Einfluss auf die weltweite Craft Beer Bewegung, Charlie Papazian, Brewers Association
  • 14:35 - 14:55 Uhr, Reaktionen des europäischen Biermarktes auf die Craft Beer Bewegung, Jan Lichota, Brewers of Europe
  • 14:55 - 15:15 Uhr, “Craft Beer” – Der deutsche Markt, Kundenerwartungen und Marketing, Marc Rauschmann, Braufactum
  • 15:15 -15:45 Uhr, Podiumsdiskussion mit allen Referenten
Ort: Forum BrauBeviale, Halle 1, Stand 1-350.

4.11.14

Akkredierte Blogger bei der BrauBeviale 2014.

http://aus-meinem-kochtopf.de http://beertravl.com http://bierdestages.com http://bierentrein.wordpress.com http://www.usox.org http://bier.abseits.de https://www.facebook.com/groups/bier1 http://tulleehoo.blogspot.co.uk http://www.berlincraftbeer.com http://www.lieblingsbier.de www.novarunda.com www.maennerabend.info http://pivoman.su/

31.10.14

Internatinaler Fachpresse-Lunch der BrauBeviale 2014.

Der Internatinale Fachpresse-Lunch der BrauBeviale ist in jedem Jahr ein Highlight dieser Nürnberger Messe. In diesem Jahr wurden auch die akkreditierten Bierblogger dazu eingeladen. Im NCC Ost des Messezentrums Nürnberg präsentiert am 12. November 2014 ab 12 Uhr Dr. Werner Gloßner, Hauptgeschäftsführer Private Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe und Ausrichter des European Beer Star, die Siegerlisten 2014 und natürlich auch einige besonders charakterstarke Biere:
"Denn über Bier kann man sprechen, aber es auch einfach genießen.“
Preisträger des European Beer Star 2014 sind für Interviews und Hintergrundgespräche anwesend. Die Hallertauer Hopfenkönigin Johanna Reith ist zu Besuch.

Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung für eingeladene und angemeldete Journalisten.

Liebherr-Hausgeräte auf der BrauBeviale 2014.

Liebherr-Hausgeräte zählt bei der BrauBeviale zu den festen Größen und wird auch an der diesjährigen Messe teilnehmen, die vom 11. bis 13. November in Nürnberg stattfindet. Mit rund 33.000 Fachbesuchern aus aller Welt ist die BrauBeviale ein wichtiger Branchentreff.

Auf dem Stand 9-419 in Halle 9 präsentiert Liebherr frische Ideen aus dem aktuellen Kühlgeräteprogramm für die Getränkeindustrie sowie innovative Weingeräte für gewerbliche Anwendungen. Zentrale Themen des Messestands sind die perfekte Warenpräsentation in Verbindung mit bester Energieeffizienz, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und spezielle Ausstattungsmerkmale.

Als Highlight zeigt Liebherr Getränkekühlgeräte in Isolierglastür-Ausführung mit integrierten transparenten und interaktiven LCD-Screens.

Verkostungen hopfenbetonter Biere der Barth-Haas-Gruppe auf der BrauBeviale 2014.

Bereits Tradition sind die Verkostungen hopfenbetonter Biere der Barth-Haas-Gruppe auf der BrauBeviale in Nürnberg. An jedem der Messetage vom 11. bis 13. November 2014 finden sie im Veranstaltungsraum "Istanbul" im NCC Ost statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

27.10.14

Consumer's Favourite Awards des European Beer Star.

Ergänzend zu Expertenverkostung zum European Beer Star, die bereits am 9. und 10. Oktober 2014 in der Doemens-Akademie stattgefunden hat und bei der die Medaillen-Gewinner ermitttelt worden sind, gibt es auch in diesem Jahr am ersten Tag der BrauBeviale, also am 11. November 2014, eine Verkostung durch die Besucher der BrauBeviale in Nürnberg. Ermittelt werden die Gewinner des Zusatzpreises, des Consumer's Favourite Awards.

Jeder Besucher der BrauBeviale kann in der Halle 9 die Goldmedaillen-Biere der einzelnen Kategorien verkosten und bewerten. Es handelt sich um eine Blindverkostung. Gereicht werden jeweils mehrere gefüllte Bierverostungsgläser, die eine Nummer tragen. Die Nummer bezeichnet die Kategorie, in dem das jeweilige Bier eine Goldmedaille gewonnen hat. Um welches konkrete Bier es sich handelt, wird erst am nächsten Tag bei der Siegerehrung verraten.

Meine Tipps aus vergangenen Consumer's Favourite-Verkostungen:
  • Man kann sich mehrmals einen Träger mit Bieren reichen lassen.
  • An sich kann man keine Auswahl besonderer Bierstile (d.h. Nummern) bestellen, es sei denn, die Bedienungen haben Zeit und man ist besonder nett zu ihnen.
  • Einfacher ist es, mit mehreren Bierliebhabern zusammen zu verkosten. Dann kann man sich Biere teilen und Biere tauschen.
  • Es liegen Listen der Kategorien aus. Man kann diese auch dazu auch für eigene Anmerkungen benutzen. Wenn man sich am Folgetag eine Liste der Gewinner des European Beer Star holt bzw. herunter lädt, kann man die eigenen Verkostungsnotizen den Siegerbieren zuordnen.
  • Die Brauereien der Medaillengewinner werden bereits vor der BrauBeviale darüber informiert, wer was gewonnen hat. Ihnen soll Gelegenheit gegeben werden, zur Preisverleihung anzureisen und die Preise persönlich entgegen zu nehmen. Auf das es schöne Bilder von der Preisverleihung regne.
  • Der eine oder andere Gewinner sucht auch die Consumer's Favourite-Verkostung auf und rückt vielleicht auch schon vorab im Gespräch mit Besuchern, die er persönlich kennt, mit der frohen Botschaft raus, daß er gewonen hat. Vielleicht erkennt man es auch am breiten Grinsen!
Dieses Foto wurde während des Consumer's Favorite Verkostung 2012 von enem Fotografen, den die NürnbergMesse beauftragt hat, aufgenommen. Foto: NürnbergMesse.

25.10.14

Brau Beviale vom 11. bis 14. November 2014.

Als akkreditierter Blogger der Brau Beviale vom 11. bis 14. November 2014 in Nürnberg werde ich über das Schwerpunktthema Kreative Bierkultur berichten.


22.10.14

Wo ist das deutsche Bier?

Während in Deutschland die Einheits-Industriebiere nur noch mit Disocountpreisen den Biertrinkern aufgedrängt werden können, können sich einige kleinere deutsche Brauereien im Lichte der Wertschätzung bei ausländischen Bierliebhabern sonnen. So findet am 27. Oktober 2014 auf dem Salon "Internationale del Gusto" von Slow Food in Turin eine Bierverkostung mit dem Titel "Dove va la birra tedesca?" (Wo ist das deutsche Bier?) statt.

In der Einladung dazu heißt es: Deutschland blieb lange unbeweglich hinter dem Reinheitsgebot versteckt. Nach einem großen Rückgang in der Brauwelt, zeigen sich in den letzten Jahren Anzeichen einer Erholung. Wo liegen die Grenzen von traditionellen Brauereien? Wie können die Biere neu interpretiert werden? Welche Innovationen können auf dem Markt eingeführt werden?

Antworten sollen einige Brauereien und ihre Biere aus der Region Franken geben, einen,. wie es heißt, authentischsten Bierregionen von ganz Deutschland. Verkostet werden Biere
  • aus der Brauerei Georg Rittmayer aus Hallerndorf,
  • der Mahrs Bräu in Bamberg und
  • der Brauerei Stephan Zehendner in Mönchsambach.
Als Gast dabei ist Sandro Whiting mit seinem Rauchbier Pasturana, einer Hommage an das italienische Rauchbier.

Bewertet RateBeer.com identische Biere unterschiedlich?

Werden, wenn auf RateBeer.com ein- und dasselbe Bier unter verschiedenen Namen von zwei unterschiedlichen Brauereien gelistet ist, diese Biere auch gleich bewertet? Wenn RateBeer.com in diesem Fall sehr unterschiedliche Bewertungen zeigen würde, könnte man den Wert dieses Bewertungsportals und die Bewertungskompetenz seiner Nutzer in Frage stellen.

Tatsächlich gibt es (wenigstens) ein identisches Bier, das unter dem Namen verschiedener Brauereien und unter verschiedener Bezeichnung, zudem in verschiedenen Kategorien bei RateBeer.com gelistet ist. Die herstellende Brauerei vertreibt es im eigenen Namen. Es wird aber auch an eine andere Brauerei verkauft, die es unter ihrem Namen vertreibt. Um welche Biere es sich handelt, will ich nicht verraten, weil ich keine Lust auf einen Prozeß habe. Ich kann die Identität der beiden Biere nicht gerichtsfest beweisen, aber meine Vermutung, beide Biere seien identisch, wurde mir von einer der beiden Brauereien mündlich bestätigt. Es geht mir hier auch nicht darum, jemand bzw. Contract Brewing zu kritisieren oder anzuschwärzen, sondern lediglich um eine Beurteilung von Ratebeer.com.

Das Ergebnis spricht meines Erachtens für die Qualität der Bewertungen durch Ratebeer.com:
  • Das eine Bier bekommt von RateBeer 3.09 von 5 möglichen Punkten, das andere 3.11.
  • Die relative Gesamtbewertung ist ebenfalls fast identisch: 44 versus 45 Punkte.
  • Nur die Style-Bewertung, also die Bewertung dieses Bieres im Vergleich zu anderen Bieren des selben Bierstils ist höchst unterschiedlich. Die Ursache liegt darin, daß beide Biere unterschiedlichen Bierstilen zugeordnet sind.
Das Ergebnis führt zu meinem Ratschlag für Brauereien: Sie sollten ihre Biere selbst auf RateBeer.com eintragen und dabei auf auf den Bierstil achten, dem sie ihr Bier zuordnen.

Dieser Tip läßt sich auch auf Bierwettbewerbe übertragen: Paßt auf, für welche Kategorien eines Wettbewerbs ihr Euer Bier anmeldet! Nutzt, wenn mehrere Kategorien in Frage kommen, diejenige Kategorie mit weniger und mit weniger guten Wettbewerbsprodukten!

Die 21 besten Bierbars in der Welt.

Zach Mack ist Miteigentümer der Alphabet City Beer Co. in New York, einer Kombination eines Bierfacheinzelhandelsgeschäfts (neudeutsch: Craft Beer Store) und einer Bierbar im Stadtteil East Village. Mehr als 350 verschiedene Craftbiere in Flaschen werden dort angeboten sowie 12 wechselnde Biere vom Faß. Dazu gibt es handwerklich erzeugtes Fleisch und Käse, frisches Brot und andere Lebensmittel.

Als Bierautor von Thrillist's, einer Website, die Bestenlisten veröffentlicht, hat er eine Liste der nach seiner Meinung weltweit 21 besten Bierkneipen veröffentlicht: "The 21 best beer bars in the world".

Aus Deutschland ist nur das Café Abseits in Bamberg dabei. Zach Mack schreibt:
"If it weren’t for the fact that a large portion of Café Abseits is a lively outdoor biergarden, you would be able to say that they boast the most solid collection of German beers (Bavarian and otherwise) under one roof. Ayinger, Weihenstephaner, Andechser, and, especially, the local darlings Schlenkerla and Weyermann are all featured prominently on the bottle list, which, true to German style, rotates to reflect seasonally appropriate beers. The owner, Gerhard, is legendary amongst visitors for his hospitality and heavy hand."
Über die persönliche Bestenliste von Zach Mack läßt sich streiten. Das Bierbewertungsportal RateBeer.com gibt dem Café Abseits zur Zeit "nur" 95 von 100 möglichen Punkten. Das ist zwar der Spitzenplatz für Deutschland, reicht aber beileibe nicht für unter die besten 50 Biergaststätten weltweit (sondern nur auf Platz 201 aller Bierdestinationen). Aber Zach Mack konnte natürlich nicht alle besuchen.

21.10.14

Fünf Gänstaller-Biere - noch vor Weihnachten in Flaschen erhältlich.

Voraussichtlich im Laufe des Novembers 2014 werden fünf Flaschenbiere von Andreas Gänstaller auf den Markt kommen. Sie wurden bereits (in der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf) in 0,33 l-Steinieflaschen abgefüllt. Sobald die Etiketten gedruckt sind, werden die Flaschen in der Gänstaller-Bräu in Schnaid manuell etikettiert.

Erhältlich werden fünf verschiedene Sorten sein:
  • Amber Weizenbock, 18,2°P, 7,8% vol. alc., 30 IBU. Im deutschen Sprachgebrauch nennt man Böcke mit mehr als 18°P (Stammwürze) Doppelböcke.
  • Smoked Imperial India Pale Ale, 8,2% vol. alc.
  • Spelt (Dinkel) Imperial India Pale Ale, 8,5% vol. alc.
  • Russian Imperial Stout, 11,9% vol. alc., 25°P, 90 IBU
  • 7 Grain Bourbon Double Bock, 14,4% vol. alc., 28° P, 2 Jahre in einem Eichenfaß, vorgefüllt mit Bourbon, gereift. Von dieser Sorte, als "limited edition" bezeichnet, sind nur ein paar Hundert Flaschen erhältlich. Wegen der langen Produktionsdauer von mehr als 2 Jahren kann dieses Bier auch nicht schnell neu aufgelegt werden.

Andreas Gänstaller hat alle fünf Bierstile, die normalerweise mit obergäriger Hefe vergoren werden, mit untergäriger Hefe (von der Brauerei Rittmayer) vergoren. Die letzte Hopfengabe erfolgte in Form des sogenannten "late hoppings": im Kühlschiff läuft die heiße Würze über den Hopfen. Die Kombination von langsamer, untergäriger Vergärung und late hopping führt im Vergleich zu einem Brauverfahren mit obergäriger Hefe und dry hopping beim frischen Bier zu einem weniger intensiven Hopfenaroma und dank der hohen Stammwürze und des hohen Alkoholgehalts zu ausgewogen balancierten, gut trinkbaren Bieren. Die Hopfenaromen bauen sich zudem im Laufe der Zeit nicht so schnell ab; die Biere sind lange lagerfähig, ohne allzusehr an Aroma einzubüßen.

Ich habe alle fünf Biere am 17. Oktober 2014 in der Gänstaller-Bräu in Schnaid verkostet. Bilder von dieser Bierverkostung.


Hannes Schulters (links), Andreas Gänstaller (rechts).

14.10.14

Brasilianisch-Fränkischer Rauchbock: Collaboration Brew der Brauerei Kundmüller aus Weiher und der Cervejaria Bamberg aus Brasilien.

Zwei verschiedene Kontinente. Zwei leidenschaftliche Brauer. Ein gemeinsamer Sud. Roland Kundmüller von der Brauerei Kundmüller aus Weiher bei Bamberg und Alexandre Bazzo von der Cervejaria Bamberg aus Votorantim in Brasilien haben sich zusammengeschlossen und im fränkischen Brauerei-Gasthof ein gemeinsames Bier gebraut - einen bernsteinfarbenen Rauchbock, malzbetont und mit Aromahopfen aus dem eigenen Garten.
"Das ideale Bier für zwei Rauchbierfans wie uns"
so Alexandre Bazzo.

Beide Braumeister haben sich 2010 auf der Messe Brau Beviale in Nürnberg kennengelernt.Schon bald hat Bazzo Roland Kundmüller und seinen Bruder Oswald in Franken besucht. Eine der vielen Gemeinsamkeiten neben dem Bamberg Bezug war von Anfang an das Rauchbier, für das sowohl Bazzo als auch die Kundmüller-Brüder bereits mehrfach international ausgezeichnet wurden. Als sie sich in diesem Jahr wiedergesehen haben, kam die Idee auf, ein gemeinsames Rauchbier zu brauen. Und dies wurde nun in die Tat umgesetzt.


Die Braumeister Alexandre Bazzo aus Brasilien und Roland Kundmüller aus Weiher bei der Hopfengabe ihres gemeinsamen Sudes.

Morgens um 9 Uhr starteten Bazzo und Kundmüller mit dem Einmaischen. Das Rezept für den Rauchbock hatten beide zuvor im Detail via Mail abgesprochen.
"Wir waren uns schnell einig, einen Rauchbock zu brauen, der nicht nur malz-, sondern auch hopfenbetont ist. Deshalb haben wir uns für typische aber auch besondere Sorten entschieden, teils aus unserem eigenen Hopfengarten"
erklärt Roland Kundmüller.


Der Bamberger Landrat Johann Kalb gibt zusammen mit den Braumeistern Alexandre Bazzo aus Brasilien und Roland Kundmüller aus Weiher den Hopfen.

Bei der Hopfengabe hatten sich dann auch bereits mehrere Gäste, darunter die Viereth-Trunstadter Bürgermeisterin Regina Wohlpart und der Bamberger Landrat Johann Kalb, hinzugesellt.

Mitte November wird der limitierte Rauchbock vorgestellt, der sich in die neu geschaffene Weiherer Sondersud-Serie eingliedert. Im nächsten Jahr wollen die beiden Braumeister einen neuen Sud ansetzen. Diesmal aber nicht in Weiher, sondern in Bazzos Brauerei in Brasilien.

Die Cervejaria Bamberg: Die Cervejaria Bamberg ist im brasilianischen Votorantim, rund 100 Kilometer von São Paulo entfernt, beheimatet. Seit 2005 betreibt Alexandre Bazzo als Braumeister und Geschäftsführer seine Brauerei.Der Lebensmittelingenieur und Biersommelier hat mit seinen Bieren bereits mehrfach internationale Auszeichnungen gewonnen, darunter die World Beer Awards und den European Beer Star in Silber für sein Rauchbier. Dass er seiner Brauerei den Namen Bamberg gegeben hat, liegt ganz einfach daran, dass er die Biere der Region liebt und schätzt. Nicht zuletzt deswegen wurde er auch von der Stadt Bamberg offiziell zum Bamberg Botschafter auserkoren.

Die Brauerei Kundmüller: Aus dem Herzen Oberfrankens, zehn Kilometer westlich von Bamberg, kommt das Weiherer Bier vom Brauerei-Gasthof Kundmüller - eine Familienbrauerei, die seit 140 Jahren für Bierspezialitäten aus dem Bamberger Land steht und die auch auf internationaler Ebene ganz oben mitspielt. Bereits elf Medaillen beim European Beer Star, einem der wichtigsten Wettbewerbe der Welt, darunter zweimal der Consumers‘ Favourite, sowie eine Silbermedaille beim World Beer Cup zeugen von der Qualität der Weiherer Biere. Neben den Gold-Gewinnern Weiherer Keller und Weiherer Rauch hat die Brauerei Kundmüller auch Solarbier, Bio-Bier und besondere Spezialitäten wie den Bourbon Bock, ein im Bourbonfass gelagertes Bockbier, oder einen kaltgehopften Weizenbock im Angebot.

(Quelle: Pressemitteilung der Brauerei Kundmüller; Fotos: Fotoverweis: René Ruprecht).

9.10.14

Wirtshausgeschichten: Schlenkerla.

Am Mittwoch, 22. Oktober 2014, zeigt das Bayerische Fernsehen eine Reportage aus der Bamberger Brauereigaststätte Schlenkerla: "Wirtshausgeschichten".

Moderator Michael Harles läßt sich vom Chefkoch Wolfgang Theil zeigen, wie man mit Zutaten aus der Brauerei aufkochen kann, beim Kaiserfleisch im Biertreberteigmantel oder in der deftigen Biersuppe mit Bratwürsten.

Ludwina Linzmayer, gute Seele des Hauses, bedient seit über 30 Jahren die Gäste aus Oberfranken und aller Welt. Sie beweist, dass man im Schlenkerla zum mitgebrachten Leberkäs sogar noch Teller, Besteck und Senf serviert bekommt.

Die einmalige Schlenkerla-Wirtshauskultur, in der Kaffee und Cola tabu sind, liebt der Bamberger Schriftsteller Gerhard C. Krischker heiß und innig. Seit 50 Jahren ist er Stammgast und darf sich als Hauschronist sein 'Seidla' sogar jeden Tag zwei Mal füllen lassen.

Wie er das umfangreiche Familienunternehmen zwischen Massentourismus und Traditionsbewusstsein in die Zukunft führen will, erklärt der engagierte junge Wirt und Bräu Matthias Trum. Auf seinen Ururgroßvater Andreas Graser geht übrigens der Name 'Schlenkerla' zurück. Der war anfangs ein Spottname, heute ist es eine wertvolle internationale Marke. (Quelle: BR)

Die halbstündige Sendung wird tags drauf um 15 Uhr wiederholt.

18.9.14

Ausschank der Biere der Forschungsbrauerei München am Viktualienmarkt.

Seit dem 14. August 2014 kann man die Biere der Forschungsbrauerei in München-Perlach nicht nur in der Brauereigaststätte "Bräustuberl", sondern auch in der "Marktschänke" am zentral gelegenen Viktualienmarkt (Frauenstraße 10) genießen. Im vormaligen "Retter's" mit seiner denkmalgeschützten Inneneinrichtung kommen neben handwerklich gebrauten Bieren auch Schmankerl wie im Weißbiersud marinierte Bierwürste auf die Teller. Für Bierverkoster ideal ist das sogeannte "Bierprobierbrettl" mit fünf Sorten (6,50 Euro für 5 x 0,1l).

16.9.14

Die besten deutschen Brauereigaststätten laut Ratebeer.

Alljährlich zeichnet Ratebeer.com die besten Bierkneipen (bars) in Deutschland aus. Das Ergebnis für das Jahr 2013: "World's Best Places For Beer By Subregion".

Ich habe jetzt einmal mit Stand vom 16. September 2014 den aktuellen Stand über alle Bundesländergrenzen hinweg ermittel, die mehr als 80 Punkte erhalten haben (die Zahl dahinter gibt die aktuelle Punktzahl an):
  1. Kloster Andechs (93)
  2. Vagabund-Brauerei, Berlin (93)
  3. Schlenkerla, Bamberg (88)
  4. Altes Mädchen Braugasthaus, Hamburg (87)
  5. Brauerei Witzgall, Schlammersdorf (85)
  6. Gasthaus und Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof, Leipzig (85)
  7. Heidenpeters, Berlin (84)
  8. Braustelle, Köln (84)
  9. Uerige Obergärige Hausbrauerei, Düsseldorf (84)
  10. Braumanufaktur Forsthaus Templin, Potsdam (81)

Die besten deutschen Bierkneipen laut Ratebeer.

Alljährlich zeichnet Ratebeer.com die besten Bierkneipen (bars) in Deutschland aus. In den beiden letzten Jahren ist das Café Abseits mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. In der letzten Zeit sind in Deutschland viele neue Biergaststätten eröffnet worden bzw. haben sich bestehende Betriebe in diese Richtung entwickelt. Deshalb habe ich einmal die zur Zeit besten deutschen Bierkneipen ermittelt (die Zahl dahinter gibt die aktuelle Punktzahl an):
  1. Café Abseits (94)
  2. Tap House in München (90)
  3. Hopfenreich in Berlin-Kreuzberg (90)
  4. Gaststätte Lommerzheim in Köln (87).
  5. Herman Belgian Beer Bar in Berlin (Prenzlauer Berg) (84)
  6. Loch Ness Scottish Club in Berlin-Steglitz (80, aber nur 4 Bewertungen)
  7. Finkenkrug in Duisburg (78)
  8. Pappenheimer Wirtschaft in Hamburg (77).

11.9.14

3. Biersymposium für Biergenuss und Braukultur.

Besuchen Sie das Symposium für Biergenussaffine, Braukulturinteressierte, Profis und Hobbyisten, die sich mit Spaß und Leidenschaft dem Thema Bier sowie dessen Entstehungs- und Vermarktungskultur widmen, die etwas zu den Hintergründen erfahren und sich austauschen möchten, vom Freitagabend, 21. November, bis Sonntagmittag, 23. November 2014, in Bamberg.

Themen- und Referentenplan (Änderungen vorbehalten, Stand September 2014):
  • Die Privaten Brauereigasthöfe – eine Erfolgsgeschichte. Die älteste bierophile gastronomische Vereinigung Deutschlands.
    Hans-Ludwig Straub, Braumeister, Gastronom, Hotelier und Geschäftsführer der Privaten Brauereigasthöfe, Memmelsdorf (www.drei-kronen.de).
  • Bier mit allen Sinnen – die Biersensorik (u.a. „off flavors“).
    joHannes Schulters, 1. Vorstand des FBM, Obmann der DOEMENS Sektion Nordbayern, Buchautor, Seminarleiter, Bamberg (www.fraenkische- bierakademie.de).
  • Exkursion zur Metzgerbräu & Büttnerei Weis in Uetzing
    Manfred Reichert, Brauer und Metzger, stellt uns seine Geschäftsidee und seinen Braubetrieb vor. Im Anschluss geselliges Beisammensein bei einer deftigen Brotzeit mit Bierprobe (www.metzgerbraeu.com).
  • Büttnermeister Leonard Weis gibt einen Einblick in seinen Betrieb und seine Produktpalette: Fassherstellung, Fassreifung und mehr (www.buettnerei-weis.de).
  • Franken – eine Bierregion im Wandel.
    Norbert Krines, Hobbybrauer und Lehrbeauftragter an der Uni Bamberg ist einer der versiertesten Kenner fränkischer Biere. Bierblogger: „Bier des Tages“
  • Hopfensorten aus aller Welt für Haus- und Hobbybrauer.
    Vorstellung und Bonitierung einiger ausgewählter Hopfensorten und deren Einsatzmöglichkeiten.
    Hopfen der Welt – Alexander Welzel, Ellingen (www.hopfen-der-welt.de).
  • Die Bierothek und St. ERHARD.
    Christian Klemenz stellt uns das Vermarktungskonzept seiner Bierothek (zzt. mit über 200 verschiedenen Bieren) vor (www.st-erhard.com).
  • KUEHN KUNZ ROSEN. Zwischen Euphorie und Realität: Neue Craft Biere an den Start bringen – Ein Erfahrungsbericht,
    Wendelin Quadt, Mainz (www.kuehnkunzrosen.de).
  • Speidels Braumeister (Fa. Speidel, Ofterdingen).
    Brauanlagen in der Praxis für Hobbyisten und Gewerbe (www.speidels-braumeister.de).
  • Bierrezepte in der Praxis – vom Hobby zum Gewerbe.
    Buchvorstellung: Hausbrauer Rezeptesammlung - Markus Harms (www.bieratelier.de).
Weitere Referate in Vorbereitung.

Preis: 259,– € pro Pers. Im Preis für das Symposium sind inbegriffen: Vortragsprogramm, Brotzeit mit diversen Bierspezialitäten, Brauereibesichtigungen, Busfahrt zu Metzgerbräu und Büttnerei Weis mit Brotzeit und Bierprobe, „Blaue Zipfel“ Essen und weitere Bierspezialitäten.

Anreise/Übernachtung: Selbstanreise; bei der Zimmerbuchung (auf eigene Rechnung) ist Ihnen der Tourismus & Kongress Service (Tel. 09512 97 62 00, www.bamberg.info) gern behilflich. Folgende Bamberger Brauereien bieten Übernachtungsmöglichkeiten an: Rechtzeitige Anmeldung erbeten (begrenzte Teilnehmerzahl). Buchung direkt bei den Veranstaltern – Kontakt für weitere Informationen: Verbindliche Anmeldung nach Zahlungseingang, Rückerstattung nur bei Veranstaltungsausfall, eine Ersatzperson darf jedoch angegeben werden.

4.6.14

BrauBeviale 2014: Wandel durch Tradition und Innovation

Aktuelle Getränketrends orientieren sich an Konsumentenforderungen wie gesunde Ernährung, Wellness, Natürlichkeit und Qualität. Auch die jeweilige Verpackung gehört zu einem erfolgreichen Getränkekonzept. Die BrauBeviale ist die in diesem Jahr wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft, doch auch sie ist letztlich vom Endprodukt beeinflusst. Sie findet vom 11. bis 13. November in Nürnberg statt und präsentiert sich im neuen Outfit: Die rund 1.300 Aussteller und ca. 33.000 Fachbesucher können sich auf ein komplett überarbeitetes Messekonzept sowie Rahmenprogramm freuen. Mittelstand und Global Player profitieren vom umfassenden Angebot rund um Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketingideen, aber auch internationale Getränketrends stehen im Fokus.

"Nichts ist so beständig wie der Wandel." Dieses antike Zitat umreißt die derzeitigen Entwicklungen der weltweiten Getränketrends gelungen. Zahlreichen global tätigen Getränkeherstellern steht eine wachsende Schar an kleinen und innovativen Unternehmen gegenüber, die eigenständige Ideen umsetzen und vermarkten. Das kommt an, wie der in den USA und weltweit wachsende Trend der kreativen Bierkultur demonstriert. „Kreative Bierkultur“ ist auch das Trendthema der diesjährigen BrauBeviale, die mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen diese weltweite Bewegung nach Franken – in die Heimat des Bieres – holt.

Globaler Getränkekonsum steigt kontinuierlich

Wurden 2008 knapp 240 Liter pro Kopf an Getränken konsumiert, waren es 2013 bereits etwa 265. Größte Wachstumstreiber sind die alkoholfreien Getränke wie abgefülltes Wasser (2008: 23; 2013: 29), heißer Tee (2008: 54; 2013: 58) sowie Milch und Milchgetränke (2008: 37; 2013: 40). Am liebsten wird bei den alkoholfreien Getränken weltweit heißer Tee getrunken, gefolgt von Milch und Milchgetränken, kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken, Wasser, Bier, Kaffee und Spirituosen. (Quelle: Canadean/GB)

Deutschlands Durstlöscher Nummer eins: Mineralwasser

Für die Deutschen war Mineralwasser mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 140 Litern auch 2013 liebster Durstlöscher. Eindeutiger Favorit war mit 85 Prozent kohlensäurehaltiges Mineralwasser, international werden jedoch stille Wässer bevorzugt (80 Prozent des abgefüllten Wassers). Fast drei Viertel des verpackten Wassers weltweit werden in Asien, Westeuropa und Nordamerika getrunken – wobei das größte Wachstum mit rund 12 Prozent 2013 in Asien stattfand. In Deutschland sind aber auch Erfrischungsgetränke sehr beliebt, also Cola-Getränke, Limonaden, Schorlen, Wasser mit Aromen, diätetische Erfrischungsgetränke, Energiegetränke, Brausen, Kaffee- und Teegetränke mit Fruchtsaftanteilen sowie kohlensäurehaltige und -freie Fruchtsaftgetränke. 125,5 Liter pro Kopf wurden davon 2013 getrunken. Besonders begehrt: kalorienfreie Cola-Getränke (+ 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Fruchtsaftgetränke (+ 4,5 Prozent). (Quellen: Canadean/GB; Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, D)

Alkoholfreie Getränke – Chancen für neue Kreationen

Während verpacktes Wasser nahezu weltweit immer beliebter wird, ist der Konsum kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke global bereits auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Seit 2007 steigt der Umsatz hier nur noch in Süd- und Mittelamerika und dem Nahen Osten. Wachstumstreiber bleibt laut Rabobank in den nächsten drei Jahren Brasilien mit einem geschätzten Anstieg von drei Prozent pro Jahr. Weltmeister im Verbrauch von kohlesäurehaltigen Erfrischungsgetränken sind die Mexikaner mit 165 Litern pro Kopf, gefolgt von den USA (145) und Argentinien (144). Bedeutendste Märkte für alkoholfreie Getränke weltweit sind die USA mit 352 Litern pro Kopf, Deutschland (342) und Argentinien (326). Innerhalb Europas folgen auf Deutschland Belgien (281) und die Schweiz (264), Schlusslichter sind Litauen (96), Russland (93) und die Ukraine (64). Neue Kreationen halten die Märkte in Bewegung: Ob innovative alkoholfreie Malzgetränke, mit Beta-Glucan angereicherte Fruchtsaftgetränke, die angeblich eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit haben, neue Ingwer-Getränkekreationen oder mit Hilfe der lila Süßkartoffel pink gefärbte Getränke – der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt und der Verbraucher entscheidet schnell über Erfolg oder Misserfolg der Produkte. (Quelle: Canadean/GB)

Deutscher Bierabsatz 2013 leicht rückläufig

Der Bierabsatz in Deutschland sank 2013 auf 94,6 Millionen Hektoliter (- zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr), wovon rund 84 Prozent davon für den Inlandsverbrauch bestimmt waren. Etwas mehr als zehn Millionen Hektoliter gingen in die EU-Länder (- 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 4,7 Millionen Hektoliter in Drittländer (+ 8,7 Prozent). Mit 4,2 Millionen Hektoliter machten Biermischgetränke 2013 4,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus, was ebenfalls einen leichten Rückgang von knapp zwei Prozent bedeutet. Eine interessante Entwicklung ist das zunehmende Interesse von China – mit einem Viertel des globalen Bierkonsums der weltgrößte Biermarkt – an deutschem Bier. (Quelle: Statistisches Bundesamt/D)

Craft Brauereien auf weltweitem Siegeszug

Die so genannten Craft Brauereien begannen in den USA in den 1980er Jahren, die handwerkliche Braukunst wieder aufzugreifen. Mittlerweile finden sich im US-Markt fast 2.800 Craft Brauereien mit mehr als 110.000 Mitarbeitern. Auch deutsche Brauer entdecken den Trend immer stärker für sich: würziges Pilsner, das mit Bergwiesen-Heuextrakt veredelt wird oder Biere, die sich neben dem kräftigen Röstaroma des Malzes durch einen Duft von milden Kräutern, Frühlingsblumen und leichten Zitronen- und Fruchtnoten auszeichnen – das sind nur einige Beispiele dieser kreativen Bierkultur. Im weltweiten Bierkonsum stand Deutschland 2013 mit 103 Litern pro Kopf auf Rang drei. Am meisten Bier wird nach wie vor in Tschechien (145) und Österreich (106) getrunken. Auch in den Top Ten: Estland, Polen, Irland, Finnland, Rumänien, Bulgarien und Litauen – allesamt europäische Länder. (Quelle: Canadean/GB)

Kreative Bierkultur – Trendthema der BrauBeviale 2014

Getrieben wird das Trendthema vom ideellen Träger der Messe, den Privaten Brauereien Bayern, und dem European Beer Star Award, der seit 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat. Die Verleihung der 2014er Awards, von Sommeliers begleitete und freie Verkostungen, die Craft Beer Lounge, der Aussteller Parcours mit speziellen Lösungen für kreative Brauer oder das bereits dritte gemeinsam mit der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei organisierte "European MicroBrew Symposium" am Vortag der Messe sind einige Highlights. Im stylishen neuen Forum der BrauBeviale mitten im Messegeschehen eröffnet Jim Koch, Gründer und Geschäftsführer der Boston Beer Company, die das berühmte Samuel Adams braut, die Messe. Hier geben sich zahlreiche weitere VIPs der internationalen Brauerszene das Mikro in die Hand, so u. a. Charlie Papazian, Präsident der US-amerikanischen Brewers Association und Initiator des World Beer Cups, oder Dr. Marc Rauschmann, Frankfurter BraufactuM-Geschäftsführer.

Neue Verpackungsideen kommen an – auch auf der BrauBeviale

Für alle Getränkesegmente gilt: Produkt und Verpackung sollten stets eine Einheit bilden, damit die Kommunikation mit dem Verbraucher am Point of Sales stimmt. Gerade Getränkeverpackungen sind hochinnovativ. Die Verpackung einer afrikanischen Biermarke beispielsweise soll Qualität, Innovation und Kreativität gleichzeitig vermitteln. Das Bier kommt nun in einer zu 100 Prozent recycelbaren Dosenflasche, die in Afrika das erste Gebinde dieser Art ist, auf den Markt. Mit Tradition und Innovation spielt beispielsweise auch ein Kornbrand, der in Erinnerung an die Zeiten der Prohibition in Einmach-Gläsern angeboten wird.
br>Um innovative Verpackungen dreht es sich auch auf der Messe: Im BrauBeviale Forum laden – getragen von renommierten Branchenpartnern – Präsentationen, Diskussionsrunden oder Vorträge zu den Themen Getränkeverpackungsdesign, Verpackungsinnovationen und PET Recycling zum Verweilen, Zuhören oder Mitreden ein. Gern gesehener Gast ist auch 2014 wieder der international ausgeschriebene Deutsche Verpackungspreis. Die innovativsten Lösungen aus über 200 erwarteten Einreichungen für Etiketten, Verschlüsse und sonstige Packhilfsmittel, Displays, Verkaufs-, Promotion-, Transport- und Logistikverpackungen sowie bei Verpackungsmaschinen werden auf der BrauBeviale ausgezeichnet. Erstmalig stellt die Messe das PETnology-Konzept „connecting comPETence“ mit PETarena und Packaging Wall of Excellence vor. In dessen Rahmen präsentieren Unternehmen ihr facettenreiches PET-Angebots- und Leistungsspektrum. Die PETarena ist unter anderem auch Anlaufstelle für Verpackungsentwickler. Den Auftakt bildet der internationale zweitägige PETnology-Kongress, der unmittelbar vor der Messe stattfindet.

Über die BrauBeviale: Gute Gespräche. Gute Geschäfte.

Die BrauBeviale ist die 2014 weltweit wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft. Vom 11.-13. November präsentieren im Messezentrum Nürnberg rund 1.300 Aussteller (2012: 45 % international) ein umfassendes Angebot an hochwertigen Getränke-Rohstoffen, innovativen Technologien, effizienter Logistik und spritzigen Marketing-Ideen. Die erwarteten 33.000 Besucher (2012: 38 % international) kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft. Die Fachleute aus Brauereien und Mälzereien, Kellereien, Destillerien, Molkereien, Spezialisten aus Betrieben, die alkoholfreie Getränke herstellen, aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, dem spezialisierten Getränkefachhandel und -großhandel sowie aus Ingenieur- und Planungsbüros sind hochqualifiziert, zu 88 % in Investitionsentscheidungen eingebunden (Befragungsergebnisse 2012, unabhängiges Institut). Der beliebte Messe-Mix aus professioneller Präsentation und persönlicher Begegnung in familiärer Atmosphäre überzeugt u. a. mit überschaubarem Messe-Invest, hoher Effizienz der fachlich wie zeitlich dichten drei Messetage, umfassendem Angebot, intensivem persönlichen Dialog mit Entscheidern und idealem Termin:
  • BrauBeviale 2015: 10.-12. November
  • BrauBeviale 2016: 8.-10. November
(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

6.5.14

9. bis 11. Mai 2014: Festival der guten Biere in Breslau.

Die polnische Craft-Bier-Szene hat sich, weitgehend unbemerkt in Deutschland, mit am schnellsten entwickelt. Vom 9. bis 11. Mai 2014 veranstaltet das Kulturzentrum Zamek in Wroclaw (Breslau) das Festival der guten Biere statt. Die Liste der Aussteller.

3.5.14

Revision der Beer Style Guidelines der Brewers Association.

Die amerikanische Brewers Associaton hat eine erheblich überarbeitete Version ihrer Beer Style Guidelines veröffentlicht.

Die Guidelines wurden neu verfaßt, um ein einheltliches Standardformat der Beschreibung des Aussehens, Aromas, Geschmacks und Körpers der Biere zu erreichen. Sie wurden in größere Gruppen gegliedert nach dem Stammwürze- und Alkoholgehalt.

Als neue Bierstile wurden hinzugefügt: Australian-Style Pale Ale, Belgian-Style Fruit Beer, Dutch-Style Kuit, Historical Beer and Wild Beer. Siehe dazu: "Brewers Association Releases 2014 Beer Style Guidelines", in: AllAboutBeer Magazine vom 1. Mai 2014.

25.4.14

Das große Hopfenaromabuch: Ein Geschmacksleitfaden - Band 1

Detailliert werden im Großen Hopfenaromabuch die einzigartigen Aromen von 48 Hopfensorten aus den Vereinigten Staaten, Australien und Deutschland beschrieben. Kein Rohstoff beim Brauen hat so viel Einfluss auf Aroma, Geschmack und Bittere eines Bieres wie Hopfen. Und kein Rohstoff hat so viele Aromen wie Hopfen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Brauer gestiegen, die den Hopfen neu entdecken wollen, um ihr Bier besser differenzieren zu können. Sie wollen nicht nur den Alpha- oder Ölgehalt wissen, sind nicht alleine an technischen Werten interessiert, nein, sie wollen wissen, wie der Hopfen riecht, welche Aromen er hat und wie sich diese Aromen eventuell auf das fertige Bier auswirken.

Joh. Barth & Sohn, der führende Dienstleister rund um den Hopfen, hat daher in enger Zusammenarbeit mit zwei Biersommelier-Weltmeistern und einem Parfümeur die Aromen der wichtigsten Hopfensorten aufgeschlüsselt und detailliert beschrieben. Jede Hopfensorte hat ihre eigene Aromazusammensetzung – und jede Hopfensorte verändert den Geschmack eines Bieres. Natürlich ist das originäre Hopfenaroma nur ein Anhaltspunkt, aber wer die Hopfenaromen und ihre Wirkungen kennt, der kann auch seine Kunden für differenzierte Biere begeistern.

22.4.14

Weil Bier Geschichte(n) schreibt.

Anlässlich des 140-jährigen Jubiläums und aufgrund der großen Nachfrage nach dem Weiherer India Pale Ale, das 2013 in limitierter Version herausgegeben wurde, hat sich die Brauerei Kundmüller entschlossen, eine Sondersud-Serie einzuführen. Der Weiherer Weizenbock wird als 1. Weiherer Sondersud am Maibock-Anstich am 25./26 April im Brauerei-Gasthof offiziell vorgestellt.

Seit Jahren hat Braumeister Roland Kundmüller mit dem Gedanken gespielt, einen Weizenbock zu brauen. Doch erst 2014 hat er sich fest dazu entschlossen und ein Rezept entwickelt, das den Weizenbock zu einem Sondersud macht. 5 (Spezial-) Malze und 5 Hopfensorten machen die obergärige Bierspezialität zu einem charakterstarken Weizenbock. Verwendet wurden in traditionellem Zwei-Maisch Verfahren neben Pilsner- und hellem sowie dunklem Weizenmalz, Melanoidin-Malz und Cara Hell. Der Hopfen wurde heiß mit Spalter Select und Mandarina Bavaria gegeben, zudem stopfte Roland Kundmüller mit Polaris, Cascade und Hallertauer Gold.
"Unser Ziel war es, einen klassischen leuchtenden Weizenbock zu brauen, der durch eine dezente Kalthopfung an Fruchtigkeit gewinnt. Wir sind mit unserem Ergebnis sehr zufrieden."
Der Weiherer Weizenbock kommt in leuchtenden Bernstein mit einer schönen Trübung ins Glas. Sofort fallen die Noten von reifer Orange, Banane und Karamell auf. Im Antrunk umschmeichelt die feine Kohlensäure den Gaumen; der Eindruck aus der Nase wird fortgesetzt. Malz und Hopfen führen zu einem süß-erfrischenden Spiel der Aromen: Karamell und Zitrone, reife Pfaume und Grapefruit.

Die Bock-Stärke tut den Rest und lässt die Bierspezialität wärmend und langanhaltend ausklingen.

Für die Weiherer Sondersud-Serie entschied man sich auch für eine Neugestaltung der Etiketten.
"Wir wollen zeigen, dass eine traditionelle Familienbrauerei aus Franken auch anders kann, dass wir neben unserem klassischen Sortiment Bierspezialitäten schaffen können, die das Thema Bier auch für eine neue Zielgruppe interessant machen"
so Geschäftsführer Oswald Kundmüller.

Auch die Bierbeschreibung unterscheidet sich von den klassischen Weiherer Bieren. In Texten, die Bilder erzeugen, wird die Weiherer Sondersud-Serie kleine Geschichten erzählen. Getreu dem Motto, weil Bier Geschichte(n) schreibt. Der Weizenbock liest sich so:
"Ein strahlendes Leuchten. Der Duft nach Orange und Banane. Ein Körper, der anzieht. Ein Prickeln, das Lust macht. Wollen wir's probieren? Und es war um uns geschehen..."
Zur Einführung der Weiherer Sondersud-Serie und des Weizenbocks ruft die Brauerei Kundmüller ab dem Tag des Bieres, 23. April, ein Gewinnspiel ins Leben. Unter dem Motto "Weil Bier Geschichte(n) schreibt" werden alle Bier-Freunde aufgerufen, der Brauerei Kundmüller ihre schönsten Weiherer Bier-Geschichten mitzuteilen - über Facebook, oder per mail an info@brauerei-kundmueller.de. Die Teilnehmer mit den schönsten Geschichten werden zur offiziellen Eröffnung des Jubiläums-Brauereifest am Samstag, 31. Mai, 16 Uhr, eingeladen und ausgezeichnet. Hauptgewinn ist ein exklusiver Weiherer Bier-Abend mit freien Speisen und Getränken (ohne Limit) für den Gewinner und 5 Freunde. Zudem gibt es viele weitere Preise.

(Quelle: Pressemitteilung der Brauerei Kundmüller. Foto: Brauerei Kundmüller).

12.4.14

World Beer Awards 2014: Siegerbiere aus Deutschland.

Der World Beer Cup der amerikanischen Brauervereinigung ist - in diesem Jahr 4754 eingesandten Bieren aus 58 Ländern - der wohl bedeutendste Bierwettbewerb der Welt.

Folgende Biere us Deutschland wurden ausgezeichnet:
  • In der Kategorie Kellerbier oder Zwickelbier gewann das Wilderere Dunkel des Brauerei-Gasthofs in Böbrach eine Bronzemedaille
  • In der Kategorie Rauchbier gewann der Brauerei-Gasthof Kundmüller in Weiher bei Bamberg eine Silbermedaille
  • In der Kategorie "European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style Leicht(bier)" gewann die Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid, Waldhaus, eine Goldmedaille. Die Mahrs Bräu in Bamberg gewann eine Silbermedaille mt dem "Mahrs Leichtes.
  • In der Kategorie "German-Style Pilsener" gewann die Private Landbrauerei Schönram, Petting/Schönram, mit dem Schönramer Pils eine Goldmedaille. Eine Silbermedaille ging an das Alpirsbacher Pils der Alpirsbacher Klosterbräu Glauner, Alpirsbach.
  • In der Kategorie "Münchner-Style Helles" ging die Goldmedaille an das Müllerbräu Altbayrisch Hell der Müllerbräu in Pfaffenhofen. Silber ging an das Falter Export Hell der Privatbrauerei J.B. Falter in Regen. Bronze ging an das Löwenbräu Original der Brauerei Löwenbräu in München
  • In der Kategorie Dortmunder/Export or German-Style Oktoberfest ging Gold an das Hirsch Gold der Hirschbräu - Privatbrauerei Höß in Sonthofen. Silber gewann das "Spezial" der Brauerei Gold Ochsen in Ulm und Bronze an das Schönramer Gold der Privaten Landbrauerei Schönram in Petting/Schönram.
  • In der Kategorie German-Style Märzen ging Silber an das Ur-Saalfelder des Buergerlichen Brauhauses in Saalfeld. Bronze gewann das Pöllinger Spezial Trunk der Brauerei Anton Pöllinger in Pfeffenhausen.
  • In der Kategorie "German-Style Schwarzbier" gewann das BraufactuM Darkon der Radeberger-Tochter Die Internationale Brau-Manufacturen in Frankfurt am Main eine Silbermedaille.
  • In der Kategorie "Traditional German-Style Bock" gewann der Krieger Floriani-Bock der Brauerei Wilhelm Krieger in Landau an der Isar eine Silbermedaille.
  • Bronze gewann der Ulmer Maibock der Familienbrauerei Bauhöfer in Renchen eine Bronzemedaille.
  • In der Kategorie "German-Style Doppelbock or Eisbock" gewann der Eisbock 2012 des Brauhauses Faust in Miltenberg Gold.
  • In der Kategorie "South German-Style Hefeweizen/Hefeweissbier" gewann das Friedenfelser Hefeweizen Hell der Schlossbrauerei Friedenfels in Friedenfels Gold, das Ladenburger Hefeweizen Hell der Brauerei Ladenburger in Neuler, gewann Bronze.
  • In der Kategorie "German-Style Pale Wheat Ale" gewann die Brauerei Gold Ochsen in Ulm mit ihrem Kristallweizen Gold. Bronze ging an die Hirsch Sport Weisse der Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen
  • In der Kategorie "German-Style Dark Wheat Ale" gind Gold an das Störtebeker Roggen-Weizen der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund. Die Silbermedaille ging an das Franziskaner Hefe-Weissbier Dunkel der Spaten-Franziskaner-Bräu in Münche. Das Schwarzbräu Weissbier Dunkel der Schwarzbräu in Zusmarshausen gewann die Bronzemedaille.
  • In der Kategorie "South German-Style Weizenbock/Weissbock" gewann das Schneider Weisse Tap6 Unser Aventinus des Weissen Bräuhauses G. Schneider & Sohn in Kelheim Gold. Der Ladenburger Weizenbock hell der Brauerei Ladenburger in Neuler gewann Silber.
Damit gingen knapp 10 Prozent aller Auszeichnungen nach Deutschland (27 von 281). Natürlich sind dies nicht unbedingt die besten Biere Deutschlands. Nur für export- bzw. marketingorientierte Brauereien in Deutschland rechnet sich der Aufwand einer Beteiligung. Andererseits haben schlechte Biere auch keine Chance, beim World Beer Cup ausgezeichnet zu werden.

Die vollständige Gewinnerliste 2014 (PDF).

9.4.14

Die Biersorten der BRAUWELT: Ihre Geschichten & Rezepturen.

Das Buch "Die Biersorten der BRAUWELT: Ihre Geschichten & Rezepturen" von Horst Dornbusch ist eine einzigartige Sammlung von 117 der wichtigsten Bierrezepturen der Welt, einschließlich einiger historischer Biersorten aus der Weltgeschichte des Bieres von der Antike bis zur Gegenwart. Jede ausführliche Sortenbeschreibung wird ergänzt durch eine Brauanleitung mit einer Zutatenliste, deren Mengenangaben sowohl für kommerzielle Brauereien auf den Hektoliter, als auch für Hobby-Brauer auf den Maßstab von 20 Litern bezogen sind.

Der Autor Horst Dornbusch ist ein Bierexperte und Fachmann mit jahrzehntelanger internationaler Erfahrung. "Die Biersorten der BRAUWELT®" ist als Referenzwerk einmalig in der deutschen Sprache fehlen.

Leffe Blonde und Brune fuer die Gastronomie in Deutschland.

AB InBev bietet in Deutschland der Gastronomie die belgischen Biere Leffe Blonde und Leffe Brune in 0,33 l-Flachen und im 30-l-KEG an und preist es als Leffe, der "Weltmarktführer im Abteibiersektor" an, das in über 80 Ländern gern getrunken werde. Das Portfolio (PDF).

5.4.14

Eigenes Brauhaus für Maisel & Friends.

Auf der Internorga in Hamburg präsentierte die Brauerei Gebr. Maisel KG in Bayreuth das neue "Maisel & Friends Pale Ale", das schon auf der Braukunst Live 2014 in München vom Faß ausgeschenkt worden war. Insgesamt fünf verschiedene Hopfensorten sorgen beim Maisel & Friends Pale Ale für eine ausgewogene Harmonie von leichter Hopfenbittere und frischen, fruchtigen Aromen. Dabei sind es neben dem Hallertauer Herkules-Hopfen insbesondere die, aus den USA importierten Hopfensorten Citra, Amarillo, Simcoe und Chinook, die für den besonders fruchtigen Geschmack sorgen. Angeboten in der 0,33-Liter-Longneck-Flasche, jeweils sechs Flaschen in einem praktischen 6-er-Basket sowie für die Gastronomie im 30 Liter-Fass ist Maisel & Friends Pale Ale ein echtes Session-Bier für Bars, Szene-Lokale oder bei Partys. Ergänzt wird die Ausstattung durch einen Lager-Becher mit Maisel & Friends-Branding.

Nach der Einstellung eines amerikanischen Braumeisters Chris Sullivan, der schon auf der Braukunst Live Maisel & Friends vertrat und in den neuen Lager-Becher eingeschenkt hat, hat Maisel nun auch mit dem Bau eines neuen, eigenen Brauhauses für Maisel & Friends begonnen. Zur Zeit werden auf dem Maisel-Brauereigelände in Bayreuth alte Lagerhallen und Werkstätten abgerissen, um Platz für ein neues Brauhaus mit einem Sudhaus (Kapazität: 20 hl) zu schaffen, ergänzt durch eine Brennerei, eine Backzeile und eine Brauereigaststätte. Das Brauhaus soll bis Ende 2015, Anfang 2016 in Betrieb genommen werden.

2.4.14

Braumanufaktur Hertl: Triple Bock Anstich.

David Hertl (Braumanufaktur Hertl) in Thüngfeld bei Schlüsselfeld feiert am 30. April 2014 ab 15 Uhr einen Triple Bock Anstich und lädt ein zu einer Brauereiführung, zum Showbrauen, zu fränkischen Spezialitäten vom Grill und zu speziell gebrauen Bieren. Ausgescenkt werden:
  • Triple (dreifach vergoren), 8,5% vol. alc.
  • Wit (gebraut mit Orangen und Koriander), 6,5% vol. alc.
  • Imperial Black India Pale Ale, 7,8% vol. alc.
  • Klosterkellerbier, 4,5% vol. alc.
Am 1. und 2. Mai geht es jeweils um 11 Uhr los.

23.3.14

Tettnanger Hopfenwandertag: 3. August 2014.

Am Sonntag, 3. August 2014, findet der Tettnanger Hopfenwandertag statt. In vier Bierdörfern in Tettnang (in der Nähe von Friedrichshafen am Bodensee) schenken 26 nationale und internationale Brauereien aus. Aus dem Ausland sind dabei: Birrificio Italiano, Italien, Macedonian Thrace Brewery, Griechenland, und Samuel Adams, USA.

Ist der Hopfenpfad mit dem Hopfenmuseum am Endpunkt für sich schon einzigartig, so gibt es am Hopfenwandertag entlang des Hopfenpfades einiges zu entdecken und zu erleben, u.a. Livemusik.

Der Eintrittspreis von 6 Euro ab 14 Jahren beinhaltet:
  • 1 Pro-Bier-Glas
  • 2 Frei-Biere von 0,2l
  • 50% Ermäßigung für einen Eintritt ins Hopfenmuseum
  • 1 kostenlose Fahrt mit dem Shuttlebus
Das Bierfestival Hopfenwandertag auf Facebook. Bilder vom Hopfenwandertag 2012.

20.3.14

BrauBeviale 2014: Außergewöhnlich, kreativ, charakterstark.

Geschmacksvielfalt, edle Tropfen, die Freude am Experimentieren – das alles macht die neue kreative Bierkultur aus, nicht ohne Grund Trendthema der BrauBeviale 2014. Mittelstand und Global Player aus ganz Europa und weltweit treffen sich vom 11. bis 13. November in Nürnberg bei der in diesem Jahr bedeutendsten Investitionsgütermesse für die Getränkeproduktion. Rund 1.300 Aussteller präsentieren den etwa 33.000 Fachbesuchern ihr umfassendes Angebot von Rohstoffen, Technologien, Logistik und Marketingideen. Immer im Fokus: die kreative Bierkultur. Warum? Weil Bier hier zu Hause ist. Rund um das Trendthema gibt es für die Messeteilnehmer zahlreiche Gelegenheiten, aus guten Gesprächen gute Geschäfte entstehen zu lassen – vom European Beer Star Award über inspirierende Fachvorträge bis hin zur Craft Beer Lounge.
"Der Ursprung des derzeit angesagten Trends hin zu handwerklicher Braukunst, zu den sogenannten craft beers, liegt in den USA"
erklärt Andrea Kalrait, Projektleiterin der BrauBeviale bei der NürnbergMesse. Doch man muss gar nicht so weit in die Ferne schweifen. Direkt vor Nürnbergs Haustür, in der Fränkischen Schweiz, wird in zahlreichen Brauereien seit Jahrhunderten ebenfalls die handwerkliche Braukunst gepflegt.
"Deshalb ist es mehr als naheliegend, bei der diesjährigen BrauBeviale mit dem Trendthema 'Kreative Bierkultur' diese weltweite Bewegung in die Heimat des Bieres zu holen"
so Kalrait. Als Keynote-Sprecher bei der feierlichen Eröffnung der BrauBeviale konnte der renommierte US-amerikanische Bierspezialist Jim Koch gewonnen werden, der selbst mit kleinen Experimenten in seiner eigenen Küche anfing. Heute ist er Gründer und Geschäftsführer der Boston Beer Company, die das berühmte Samuel Adams herstellt, und kann über die Entwicklung der kreativen Bierkultur weltweit als Insider bestens Auskunft geben.

craft beer-Entwicklung in den USA

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierten in den USA um die 1.700 Brauereien. Durch massive, landesweit angelegte Werbekampagnen der großen Konzerne wurden kleine Brauereien sukzessive aus der Verbrauchergunst und damit schließlich vom Markt gedrängt. Im Jahr 1983 produzierten lediglich sechs große Konzerne das Bier für den US-amerikanischen Markt – überwiegend leichte, schwach gehopfte Lagerbiere. Parallel dazu baute sich eine Heimbrauerszene auf. Das Ziel: Verbrauchern die Geschmacksvielfalt und Tradition von Bier wieder näherzubringen und Lust auf mehr zu wecken. Seit gut 30 Jahren nun entwickeln sich immer mehr kleine und lokale Brauereien, die mit ihren handwerklich hergestellten Bierspezialitäten, dem craft beer, den Biermarkt aufmischen. Die Anzahl ist von acht Brauereien im Jahr 1980 auf 537 im Jahr 1994 und über 1.600 im Jahr 2010 angestiegen. Während der Biermarkt allgemein eher schrumpft, schreitet der craft beer-Markt munter voran. Im Jahr 2011 lag der Marktanteil von craft beer in den USA bei 9,1 Prozent – mit steigender Tendenz.

Tradition und Innovation in Deutschland

In Deutschland ist die Situation ein wenig anders, betont Dr. Werner Gloßner, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der BrauBeviale:
"Die Bezeichnung craft beer passt bei uns nicht richtig. In den USA waren es neu gegründete handwerkliche (craft) Brauereien, die den Trend der Bierspezialitäten ins Leben gerufen haben, um sich vom Bier der Industriekonzerne abzugrenzen. Bei uns gab es dagegen schon immer kleine und mittelständische Brauereien, die handwerklich gemachte Biere brauen."
Den Trend der craft beer-Bewegung zu charaktervollen Bieren und Spezialitäten begrüßt Gloßner allerdings sehr:
"Auch alte traditionelle Sorten wie ein Märzen oder ein Zwickl erhalten dadurch wieder einen eigenständigeren Geschmack und so gewinnen wir immer neue Bierliebhaber."
Auch Biersommelier-Weltmeister Oliver Wesseloh beurteilt die Situation in seinem Heimatland positiv:
"Wir sind auf einem sehr guten Weg. Immer mehr Gastronomen und Einzelhändler entdecken den Trend der kreativen Bierkultur und erkennen, dass man sich deutlich von der Konkurrenz abhebt, wenn man seinen Kunden eine entsprechende Biervielfalt anbieten kann. Die Vernetzung der Branche nimmt deutlich zu."
Weil das Bier bei uns zu Hause ist – Trendthema "Kreative Bierkultur"

Den Austausch der Brauer untereinander fördert auch das "European MicroBrew Symposium – Market, Trends and Technology", das am Vortag der BrauBeviale wichtige Impulse und gute Ideen verbreitet. Bereits zum dritten Mal veranstalten NürnbergMesse und Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB), Berlin, die gefragte Weiterbildungsveranstaltung für Geschäftsführer, Inhaber, technische Leiter und Braumeister europäischer Mikro- und Gasthausbrauereien sowie Repräsentanten der Zulieferindustrie. Technik und Technologie mit dem Fokus auf Microbrewing sind ebenso Thema wie Marktentwicklungen im europäischen Craftbrewing-Segment. Konferenzsprache ist Englisch. Während der Messe selbst greift auch das Forum für Inspiration, Innovation & Austausch das Motto auf: Namhafte internationale Referenten bringen den Fachbesuchern aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft das Thema "Beer Culture" näher. Wer sich dann noch anhand konkreter Beispiele informieren möchte, folgt einfach dem eigens erstellen Aussteller-Parcours zum Trendthema "Kreative Bierkultur" und erfährt direkt aus erster Hand, wie die speziellen Lösungen für kreative Brauer aussehen können.

Handwerklich gebraute Biere in Europa und weltweit

In Europa ist die craft beer-Bewegung vor allem in Skandinavien und den Benelux-Staaten etabliert. Im Jahr 2000 gab es in Dänemark 19 Brauereien und neun Jahre später bereits 120. Daher gilt das Land für Branchenkenner in Europa als Vorreiter in Sachen handwerklich gebraute Biere; viele deutsche Brauer pilgerten in die USA und zum Bierfestival nach Kopenhagen. Ganz aktuell entwickelt sich die kreative Bierkultur auch in Italien und dessen nördlichster Provinz Südtirol äußerst positiv.

Italien, das Weinland, ein Land mit großer Biertradition? Kaum vorstellbar, aber wahr. Italien besitzt eine lange Brautradition, geprägt unter anderem durch die Nähe zu Österreich und die Brauereien in Norditalien. Eine starke Vielfalt gab es bis vor kurzem nicht. Dafür experimentieren die Italiener heute mehr denn je mit Braumethoden und Lagerung in diversen Fässern. Luca Giaccone, italienischer craft beer-Experte und Mitherausgeber des "Guida alle Birre d’Italia" der Organisation Slow Food:
"In den letzten Jahren ist die kleine und wenig beachtete Microbrewing-Szene in Italien rasant gewachsen und stößt auf enormes Interesse. Jedes Restaurant, das etwas auf sich hält, bietet heute das richtige Bier zu den italienischen Spezialitäten an. Auch im Ausland kommt handwerklich gebrautes Bier aus Italien sehr gut an: Wir sind stolz auf die stetig wachsende Zahl von Produkten, die auf dem internationalen Markt sehr gefragt sind. Der Zusatz 'aus Italien' zieht und steht für Qualität und Genuss."
Mittlerweile gibt es in Italien rund 300 Kleinbrauereien, die sich experimentierfreudig zeigen und sich ganz dem "birra artigianale" (handwerklich gebrautes Bier) verschrieben haben. Südtirol nimmt hierbei nach wie vor eine Schlüsselrolle ein: Bereits acht Wirtshausbrauereien brauen teilweise international ausgezeichnete Bierspezialitäten. Auch der Fachhandel hat das Potenzial der charakterstarken Biere für sich entdeckt. Einer davon ist Lukas Harpf, Inhaber des Familienunternehmens harpf mit Stammsitz in Bruneck im Osten Südtirols. Er beschäftigt sich intensiv mit handwerklich hergestellten Bierspezialitäten aus Italien und anderen Biernationen.
"Mir ist die Rückbesinnung auf unsere Wurzeln und unser handwerkliches Können ein großes Anliegen. Daher unterstütze ich als Getränkefachhändler in den letzten Jahren die langsam wieder aufkeimende Brautradition und Bierkultur in Südtirol"
führt Harpf seine Philosophie und die Hintergründe für sein Handeln aus.

European Beer Star Award – probieren und Favoriten küren

Nicht nur italienische, sondern handwerklich gebraute Biere aus aller Welt stellen sich beim European Beer Star Award, der seit 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat, dem strengen Urteil der Jury – über 1.500 Biere im Jahr 2013. Der Preis wurde gemeinsam von den Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband ins Leben gerufen und hat sich schnell als Europas größter Bierwettbewerb etabliert. Traditionell können Besucher am ersten Messetag die Goldmedaillengewinner der handwerklich gebrauten Biere probieren und ihren Favoriten küren: den Consumers‘ Favourite 2014 in Gold, Silber und Bronze. Während der gesamten Messelaufzeit gibt es außerdem einen speziellen Degustationsbereich für Trends und Spezialitäten.
"Passend zum Trendthema haben wir eine Craft Beer Lounge geschaffen, in der ausgewählte Bierkreationen in angenehmer Atmosphäre und unter fachkundiger Anleitung durch Biersommeliers probiert werden können"
freut sich Andrea Kalrait über das Angebot für durstige Besucher.
"So steht den guten Gesprächen und guten Geschäften nichts mehr im Wege."
(Quelle: Presseinformation der BrauBeviale)